Illegal abgelegter Müll wird zum Problem in Schifferstadt
Gipfelstürmer zwischen Müllbergen

Bauschutt, Wohnungsauflösung, Restmüll oder Fleischreste, meist am Waldrand oder generell an gut anfahrbaren Plätzen – das sind Fälle für die Mitarbeiter des städtischen Vollzugsdienstes.
  • Bauschutt, Wohnungsauflösung, Restmüll oder Fleischreste, meist am Waldrand oder generell an gut anfahrbaren Plätzen – das sind Fälle für die Mitarbeiter des städtischen Vollzugsdienstes.
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  • hochgeladen von Amanda Kollross

Schifferstadt. Zwei- bis dreimal am Tag rückt der Schifferstadter Vollzugsdienst nur aufgrund von Meldungen wegen illegal abgelegtem Müll aus. Manchmal geht es nur um eine Tüte, ein anderes Mal um eine komplette LKW-Ladung. Seit Anfang des Jahres verzeichnet das Ordnungsamt knapp 400 solcher Meldungen. Damit wird der Müll zum immer größeren Problem in Schifferstadt. Bauschutt, Wohnungsauflösung, Restmüll oder Fleischreste, meist am Waldrand oder generell an gut anfahrbaren Plätzen – das sind Fälle für die Mitarbeiter des städtischen Vollzugsdienstes. Immer häufiger werden sie aber auch ins Stadtgebiet gerufen. Was nicht in den Altkleidercontainer passt, wird vornedran abgelegt. Unter die schon beinahe alltäglichen Restmüllsäcke in öffentlichen Mülleimern (oder daneben) mischen sich auch außergewöhnliche „Funde“, wie ein komplettes Regenrinnensystem oder ganze Küchen inklusive Kühlschrank. „Nur 100 Meter von einer offiziellen Abgabestelle entfernt haben wir vor Kurzem einen Flachbildschirm gefunden“, berichtet Zeljko Gojsic vom Vollzugsdienst. Dabei könne in Schifferstadt alles – von Wertstoffen über Elektrogeräte bis hin zu Grünschnitt – kostenlos entsorgt werden, fügt er an.
Apropos Grünschnitt: „Viele glauben, dass das illegale Entsorgen von Pflanzen nicht so schlimm ist – immerhin ist es ja scheinbar umweltverträglicher als Plastik und Co“, sagt Vollzugsdienstmitarbeiter Karl-Heinz Repp, „aber nicht-heimische Pflanzen, wie das asiatische Springkraut, verbreiten sich hier sehr schnell und verdrängen die heimischen Pflanzen, die ja auch für die Tierwelt, zum Beispiel für Bienen, wichtig sind.“ Hinzu komme, dass keinerlei Rücksicht auf Landschaftsschutzgebiete genommen werde – „viele fahren in die Sperrgebiete nur um Müll abzulegen“, so Repp.Das illegale Entsorgen von Müll ist gesetzlich verboten und kann mit Bußgeldern bis hin zu Gefängnisstrafen geahndet werden. Sie haben etwas beobachtet? Das Ordnungsamt ist für jeden Hinweis dankbar, der weitere Müllablagen verhindert oder diesen vorbeugt. Sie erreichen die Ordnungsamt-Mitarbeiter unter 06235 440 oder per E-Mail an vollzugsdienst@schifferstadt.de. ps

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