Erweiterung der Parkinson Selbsthilfe
Gründung einer „Angehörigen-Gruppe“ am Freitag 22. Mai 2026
- Viel Erfolg: In den letzten zwei Jahren hat sich die Anzahl der Teilnehmer an den monatlichen Treffen der Parkinson-Selbsthilfe verdoppelt. Jetzt soll es zusätzlich einen regelmäßigen Termin für die Angehörigen geben.
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Heb/Schoe. Schifferstadt/Speyer. Wenn ein nahestehender Mensch erkrankt oder pflegebedürftig wird, ist es für viele eine Selbstverständlichkeit und ein Bedürfnis zu helfen. Das gilt insbesondere dann, wenn Partner, Eltern oder gute Freunde von einer chronischen Erkrankung betroffen sind, die als nicht heilbar gilt. Parkinson ist eine solche neurodegenerative Erkrankung, die sich auf alle Aktionsbereiche auswirken kann, sei es die Bewegungsfähigkeit, das Sprechen und Schlucken, die Stimmung oder die Orientierungsfähigkeit. Welche Bereiche betroffen sind und in welcher Intensität, ist individuell sehr verschieden. Im Fokus der medizinischen und therapeutischen Behandlung stehen in der Regel die Parkinson-Patienten selbst, wobei das persönliche Umfeld immer mitbetroffen ist. So tragen die nahestehenden Personen im Alltag häufig eine große Verantwortung. Es gilt, den Spagat zu schaffen, zwischen der Bewältigung des Alltags, der Unterstützung der Erkrankten und der notwendigen Selbstfürsorge.
Bei den monatlichen Gruppentreffen der Parkinson Selbsthilfe Schifferstadt/Speyer kommen Betroffene und Angehörige am ersten Donnerstag des Monats zusammen. Momentan gehören der Gruppe ca. 160 Mitglieder an, die je nach Interesse am jeweiligen Thema mehr oder weniger zahlreich teillnemen. Im Rahmen der Treffen zeigt es sich, dass viele Sorgende sich in der Situation sehen, erhebliche organisatorische, psychische und soziale Herausforderungen zu meistern. Daher haben die Gruppenmitglieder Anette Schneider-Vollmann (Angehörige) und Thomas Shaw (Logopäde im Ruhestand) die Initiative ergriffen, Treffen zu initiieren, bei denen Zugehörigen von Parkinson-Betroffenen eine Möglichkeit eröffnet wird, das Gefühl von Gemeinschaft in der Gruppe zu erfahren und somit persönliche Belastungen besser bewältigen zu können. Dabei werden sie vom Pflegestützpunkt Schifferstadt durch Claudia Schoeneberger tatkräftig unterstützt.
Die Gruppentreffen sollen einen geschützten Rahmen für persönliche Gespräche bieten, die Möglichkeit, auf Augenhöhe Erfahrungen zu teilen, sich zu Bedürfnissen und Erfahrungen auszutauschen und somit nicht mit den eigenen Sorgen und Fragen alleine zu bleiben. Die Unterstützung einer Gruppe kann helfen, persönliche Wege zu finden, mit der Krankheitssituation umzugehen und wieder Energie für den Alltag zu tanken.
Die Treffen sind als regelmäßiges Angebot geplant. An- und Zugehörige von Parkinson-Betroffenen sind herzlich zum Gründungstreffen am Freitag, 22.05.2026 ab 15.00 Uhr, eingeladen. Die Treffen finden in der Adlerstube, Kirchenstraße 17, in Schifferstadt statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Rückfragen kann man sich an die Parkinson-Selbsthilfe-Schifferstadt/Speyer wenden. Telefon: 0160-99551101, E-Mail: parkinson.schifferstadt@gmail.com.
Autor:Hans Hebrank aus Speyer |
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