Ukraine-Besuch in Kiew: Saarlands Rehlinger erinnert an Butscha
- Im Vorfeld der Reise verwies Rehlinger auf die weiter angespannte Lage in der Ukraine. (Archivbild)
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Saarland. Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger hat bei einem Besuch in der Ukraine an die Verbrechen im russischen Angriffskrieg erinnert. Die SPD-Politikerin nahm in Kiew an der zweiten Butscha-Konferenz teil und traf dort Vertreter europäischer Parlamente.
Nach Angaben des Bundesrats wurde Rehlinger in der ukrainischen Hauptstadt von Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk empfangen. Als Bundesratsvizepräsidentin wollte sie bei dem Treffen eine kurze Rede halten. Zum Abschluss der Konferenz war eine gemeinsame Erklärung geplant.
„In der turbulenten Lage unserer Welt darf nicht in Vergessenheit geraten, welche Verbrechen die russischen Aggressoren in der Ukraine verübt haben und weiter anrichten“, erklärte Rehlinger im Vorfeld ihrer Reise.
Butscha als Symbol für Kriegsverbrechen
Die Kleinstadt Butscha nordwestlich von Kiew wurde im Februar 2022 von russischen Truppen besetzt. Nach der Rückeroberung durch ukrainische Streitkräfte Ende März entdeckten Einsatzkräfte zahlreiche getötete Zivilisten. Seitdem gilt der Ort international als Symbol für mögliche russische Kriegsverbrechen.
Die Vereinten Nationen bestätigten den Tod Dutzender Zivilisten. Ukrainische Behörden sprechen von mehr als 400 registrierten Opfern. Russische Offizielle weisen die Vorwürfe zurück und bezeichnen die Ereignisse als Inszenierung.
Partnerschaft zwischen Saarland und Region Lwiw
Es ist nicht der erste Besuch der saarländischen Regierungschefin in der Ukraine. Bereits im November unterzeichnete Rehlinger im westukrainischen Lwiw eine Partnerschaftsvereinbarung zwischen dem Saarland und der Region.
Auch aus der Bundesregierung war ein weiterer Vertreter vor Ort. Bundesaußenminister Johann Wadephul reiste ebenfalls zu Gesprächen in die Ukraine. dpa/red
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |