Großeinsatz für Katze: Feuerwehr arbeitet fünf Stunden im Kamin
- Fünf Stunden lang arbeitete die Feuerwehr an einer Rettungsöffnung, um eine Katze aus einem acht Meter tiefen Kamin zu befreien. Das Tier wurde lebend gerettet und anschließend einem Tierarzt vorgestellt.
- Foto: Chris/stock.adobe.com
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Saarland. Am Samstag, 18. April, entwickelte sich am Samstagabend am Oberen Markt in Neunkirchen eine aufwendige Tierrettung, als eine Katze rund acht Meter tief in einen Kamin stürzte und von der Feuerwehr befreit werden musste.
Die Katze galt bei ihrer Familie bereits seit mehreren Tagen als vermisst. Am Abend entdeckten die Besitzer das verängstigte Tier auf dem Dach ihres Wohn- und Geschäftshauses. Da die Katze weder selbst herunterkam noch erreichbar war, rückte der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt mit einer Drehleiter an. Beim Versuch, die Katze behutsam einzufangen, flüchtete sie über das Dach und stürzte in einen zweizügigen, stillgelegten Kamin. Feuerwehrleute suchten das Tier zunächst über Revisionsöffnungen. Mit Endoskop- und Spezialkameras aus dem Kanalbau konnte die Katze schließlich lebend auf einem Podest tief im Kamin geortet werden.
Weil ein anderer Zugang nicht möglich war, öffneten Einsatzkräfte im Dachgeschoss vorsichtig die Kaminwand. Mit Hammer und Meißel arbeiteten sie sich Stück für Stück vor, um das Tier nicht zu gefährden oder zu stark zu stressen. Nach mehreren Stunden konnte ein Feuerwehrangehöriger zur Katze hinabgreifen und sie mit einer Schlinge sichern. Die Feuerwehr übergab das Tier den erleichterten Besitzern, die es anschließend selbstständig zu einem Tierarzt brachten. Der Einsatz mit rund einem Dutzend Feuerwehrleuten und zwei Mitarbeitern des Zentralen Betriebshofes endete gegen 00.40 Uhr, wie der Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen berichtet.
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |