185 Waldbrände im Saarland: Jetzt soll Hilfe über Grenzen hinweg schneller kommen
- Auch das Saarland war - wie hier in Hirzweiler - von Waldbränden betroffen. Grenzen dürften im Katastrophenschutz keine Einsatzgrenzen sein, sagt der Innenminister. (Archivbild)
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Saarland. Bei großen Wald- und Vegetationsbränden soll Hilfe im Saarland künftig schneller über Grenzen hinweg organisiert werden. Innenminister Reinhold Jost will dafür eine großregionale Einheit mit Metz, Luxemburg und Rheinland-Pfalz aufbauen.
Das Ziel: Personal, Wissen und Material sollen bei außergewöhnlichen Lagen zusammengeführt werden. Jost verwies auf die großen Brände dieses Jahres. Sie hätten gezeigt, dass neben starken Strukturen im Saarland auch verlässliche Partner in der Großregion nötig seien.
Was die geplante Einheit leisten soll
Nach Angaben des Innenministeriums laufen Gespräche mit Metz, Luxemburg und Rheinland-Pfalz. Die Zusammenarbeit könnte bei geländegängigen Fahrzeugen und Wassertransporten beginnen. Auch Spezialtechnik für besondere Einsatzlagen soll schneller verfügbar werden.
„Nicht jeder muss alles vorhalten, aber gemeinsam können wir mehr leisten“, erklärte Jost. Entscheidend sei, dass benötigte Fähigkeiten schnell verfügbar würden. Für Einsatzkräfte und Bevölkerungsschutz bedeutet das vor allem kürzere Wege zu Spezialausrüstung und mehr Unterstützung bei großen Lagen.
185 Brände im Saarland registriert
Bis Donnerstag, 20. August, wurden im Saarland 185 Wald- und Vegetationsbrände gezählt. 14 davon galten als größere Einsatzlagen. Besonders gefordert waren die Kräfte in Nonnweiler, Niederbexbach, an der Bahnstrecke Homburg-St. Ingbert, in Freisen und zuletzt am 16. August in Hirzweiler. Dort breitete sich das Feuer auf 18 Hektar aus.
Vorschlag soll im Oktober festgehalten werden
Vertieft werden soll der Plan im Oktober bei den „Otzenhausener Gesprächen“, einem trinationalen Arbeitstreffen. Dort soll ein gemeinsamer Letter of Intent vereinbart werden. Jost sagte: „Die Grenze darf im Katastrophenschutz keine Einsatzgrenze sein. Unsere Nachbarn sind nicht nur Nachbarn, sondern Einsatzpartner.“
Parallel will das Saarland den Bevölkerungsschutz insgesamt stärken. Mehr als zwölf Millionen Euro zusätzliche Investitionen in Ausstattung und Infrastruktur seien auf den Weg gebracht worden. Das neue saarländische Bevölkerungsschutzgesetz soll den ganzheitlichen Ansatz rechtlich verankern. In der Woche ab Montag, 24. August, soll es in den Landtag eingebracht werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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