Bürgermeister Michael Cullmann und Stadtbürgermeister Karl-Heinz Seebald stellen zahlreiche Projekte vor
Von neuer Messe bis zum schnellen Internet - Auch 2019 wieder viele Pläne für Stadt und Verbandsgemeinde Rockenhausen

Die Rockenhausener Sternsinger sorgten für einen stimmungsvollen Abschluss des Empfangs
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Rockenhausen. Sehr gut besucht war die Donnersberghalle beim diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt und Verbandsgemeinde Rockenhausen.
Für musikalische Unterhaltung sorgte gleich zu Anfang der Auftritt von „Voll der Chor“ mit Liedern zum Mitschnippen und Mitsingen, dem eine multimediale Präsentation von Bürgermeister Michael Cullmann folgte. In dieser wurden den zahlreichen Zuhörern eine Auswahl an laufenden als auch geplanten Projekten rund um die Verbandsgemeinde vorgestellt – und dies sind einige.
So soll der ehemaligen Leistungsschau eine neue Messe mit dem Titel „Energie und Umwelt“ folgen. Ziel hierbei sei es, die regionalen Leistungen im handwerklichen Bereich sowie im Dienstleistungsbereich zu präsentieren. Dies wollen Gewerbe- und Verkehrsverein, Verbandsgemeinde und Stadt gemeinsam angehen. „Wenn wir es schaffen, bis nächsten Monat 40, 50 Aussteller zu bekommen, werden wir am 4. und 5. Mai diese neue Messe starten“, so Cullmann.
Auch das Thema medizinische Versorgung sprach Michael Cullmann hinsichtlich der angekündigten Verlagerung der Abteilung für Innere Medizin vom Westpfalz-Klinikum-Standort in Rockenhausen nach Kircheimbolanden an. Er appellierte an die Bundes- und Landespolitiker, die kleinen Krankenhäuser zu erhalten. Hier seien innovative Konzepte gefragt – damit auch die Menschen auf dem Lande die gleichen Überlebenschancen hätten wie etwa in der Innenstadt von Mainz. Zunächst die Konzepte und die Grundlagen zu schaffen und erst dann über eine Verlagerung nachzudenken wäre laut Cullmann besser gewesen, „aber wir müssen damit leben und wir werden schauen, ob wir für unser Krankenhaus das Beste rausholen können.“
Was die Fusion der Verbandsgemeinden Alsenz-Obermoschel und Rockenhausen anbelangt, kam Michael Cullmann zunächst auf die zwei Millionen Entschuldungshilfe zu sprechen, um die er in einem Schreiben nach Mainz gebeten und der das Land zugestimmt hatte. „Wir müssen fusionieren“, so Cullmann in seiner Präsentation. „Ich bin kein Freund von Fusionen. Aber es war die Pflicht des Bürgermeisters zu sagen: Schaut bitte, dass die zwei Millionen trotzdem fließen. Wir brauchen sie nötig – und zwei Millionen sind eine Stange Geld.“ Für dieses Vorgehen erhielt er in der Donnersberghalle viel Applaus. Ziel sei es nun, die funktionierende Verwaltung für die neue Verbandsgemeinde weiter zu entwickeln.
Großen Beifall gab es auch beim Thema Breitband/Mobilfunk. „Es sollte an eine gesetzliche Regelung gehen, den Mobilfunk in allen Orten Deutschlands sicherzustellen“, forderte Cullmann. Er fasste in seinem Bericht die Gemeinden zusammen, die 2018 schnelles Internet erhielten beziehunsweise 2019 bekommen werden: Gundersweiler, Sankt Alban, Schönborn, Katzenbach, Würzweiler, Dörnbach und Dielkirchen.
Das Thema Ehrenamt durfte an diesem Abend nicht fehlen, liegt es Bürgermeister Michael Cullmann doch sehr am Herzen. Stolz und dankbar zugleich berichtete er, dass es einen Zuwachs bei den Wehrleuten gegeben habe – auf über 430 in der Verbandsgemeinde. Stellvertretend für all die vielen Feuerwehrleute überreichte er Ernst Schulz und Thomas Küsters aus Teschenmoschel die Ehrenamtskarte des Landes Rheinland-Pfalz.
In seiner Rede kam Michael Cullmann auch auf eine Zug-Direktverbindung vom Alsenztal nach Frankfurt oder nach Mainz zu sprechen und bat hierbei alle verantwortlichen Verkehrs-, Landes- und Kreispolitiker dran zu bleiben. Stichpunkt Mobilität: Nicht nur weitere Elektrotankstellen, auch sechs Elektrofahrzeuge im Wert von 400.000 Euro sollen in Kooperation mit Stadt und Verbandsgemeindewerke angeschafft werden. Zudem sollen ältere Nutzfahrzeuge gegen Elektrofahrzeuge ausgetauscht werden.
Klimaschutz – ein wichtiges Thema für Bürgermeister Michael Cullmann. So kündigte er an, dass man sich in einem eigenen Projekt dem Erosions-, Gewässer- und Starkregenschutz in Verbindung mit erneuerbaren Energien, regionaler Wertschöpfung und Naturschutz kümmern werde.
Die Kleinen sind ebenfalls ein großes Thema in der Verbandsgemeinde. Der Start von VG Kita ROK sei erfolgreich gewesen, so Cullmann. Zwei neue Kita-Gruppen sollen entstehen, es habe erstmals seit vielen Jahren wieder mehr Zuzüge und Geburten als Sterbefälle und Wegzüge gegeben. Des Weiteren stellte Bürgermeister Michael Cullmann auch das Projekt „Integration Innovativ“ vor, ein Projekt zur Integration von Flüchtlingen.
Abschließend bedankte sich Michael Cullmann bei den Mitarbeitern der Verwaltung sowie den kommunalpolitisch Aktiven und allen Ehrenamtlichen.
Stadtbürgermeister Karl-Heinz Seebald schloss sich dem Dank in seiner darauffolgenden Rede an. Er lobte beim Neujahrsempfang die ehrenamtliche Unterstützung, die Bereitschaft der Menschen, sich freiwillig „für ihre Gemeinde zu engagieren - wie etwa in den Vereinen, aber auch in den wunderbaren Teams der Standortentwicklung.“ Daneben sei es allerdings auch wichtig, dass die Standortfaktoren stimmen, um die Stadt Rockenhausen weiterzuentwickeln und zu erhalten – wie etwa die Altstadtsanierung. In den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten konnte ein ambitioniertes Städtebauförderprogramm im Altstadtbereich umgesetzt werden, so Seebald. „Wir sind auch nach dem Auslaufen der staatlichen Unterstützung Ende 2016 um die Aufnahme in das Folgeprogramm „Historische Stadtbereiche“ bemüht“, teilte der Stadtbürgermeister mit. „Trotz der vielen schon getätigten Maßnahmen ist das, was notwendig war und ist, noch nicht abgeschlossen. Eine kleine Stadt wie Rockenhausen mit solch einem historischen Stadtkern muss alles dafür tun, dass dieser erhalten bleibt – nicht nur baulich, sondern als lebendiger Kern der Stadt.“ Er hoffe, dass diese Aufgabe bald mit staatlicher Unterstützung fortgesetzt werden kann.
Von der Altstadt zu einem Neubaugebiet . Auch die Ausweisung neuer Baugebiete wolle man in diesem Jahr angehen, entsprechende Vorratsflächen seien im Flächennutzungsplan bereits ausgewiesen. Ebenso sei es erforderlich, zusätzliche Gewerbeflächen zu schaffen. So werde etwa die im Vorjahr begonnene Bebauungsplanung für das am Stadtausgang Richtung Dörrmoschel an der L 386 gelegene Gewerbegebiet „Lohwiese“ 2019 abgeschlossen. Seebald: „Ich bin sicher, dass wir in 2019 hier die ersten Spatenstiche vornehmen werden.“ Für den Bedarf größerer Firmen soll am Stadtende Richtung Marienthal das Industriegebiet „Steinkraut“ auf den Weg gebracht werden. Und im Industriegebiet „Kreuzwiese“ sei der Bebauungsplan, entsprechend der dort ansässigen Firmen wie etwa Adient, geändert worden.
Nicht nur für die Verbandsgemeinde, auch für die Stadt Rockenhausen ist die Breitbandversorgung ein großes, wichtiges Thema. Spätestens bis Mitte des Jahres sollen die Betriebe in der „Kreuzwiese“ per Glasfaser mit schnellem Internet versorgt sein, realisiert von der kommunalen Energie- und Infrastrukturgesellschaft EnIRo. Und auch im übrigen Stadtgebiet werde sich in Sachen DSL einiges tun. Seebald: „An vielen Stellen in Rockenhausen sorgt die Telekom mittels der neuen, so genannten Supervectoring-Technik für eine Vervielfachung der bisherigen Datenübertragungsgeschwindigkeiten.“
Abschließend freute sich Stadtbürgermeister Karl-Heinz Seebald verkünden zu können, dass sich ein sich selbst tragendes Stadtmarketing aus dem bürgerschaftlichen Engagement zu etablieren scheint. „Es ist absolut notwendig, dass dadurch Ideen von Menschen in die Stadt getragen und umgesetzt werden, die sich in den kommunalen Gremien nicht engagieren würden“, so Seebald und lud alle Bürger ein, sich rege an diesem Prozess zu beteiligen, um 2019 zu einem guten Jahr zu machen – „für Sie persönlich, aber auch für Rockenhausen!“
Über den Stand der zahlreichen laufenden, aber auch geplanten Projekte wird in den Veröffentlichungen der Verbandsgemeinde sowie der Stadt Rockenhausen sukzessive ausführlich berichtet. ps

Autor:

Claudia Bardon aus Wochenblatt Kirchheimbolanden

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