Protest vor der Air Base Ramstein: Demo und Camp geplant – das kommt auf die Region zu
- Demonstrationszug in Ramstein: Teilnehmer einer Protestaktion ziehen in Richtung Air Base und machen mit Fahnen, Bannern und Plakaten auf ihre Forderungen aufmerksam. Für Ende Juni werden erneut Demonstration und Protestcamp erwartet.
- Foto: Edgar Beier
- hochgeladen von Erik Stegner
Die Friedenswoche rund um die Air Base Ramstein rückt näher. Neben einem Protestcamp bei Steinwenden planen die Veranstalter eine Demonstration mit mehreren hundert Teilnehmern. Welche Auswirkungen das auf Verkehr und Region haben kann.
Von Erik Stegner
Ramstein-Miesenbach. Rund 500 Teilnehmer werden bei der Friedensdemonstration vor der Air Base Ramstein am Samstag, 27. Juni, erwartet. Wie die Kreisverwaltung Kaiserslautern als zuständige Versammlungsbehörde auf Wochenblatt-Anfrage mitteilt, müssen sich Autofahrer im Raum Ramstein-Miesenbach und Steinwenden auf Verkehrsbehinderungen und kurzfristige Straßensperrungen einstellen. Die Demonstration ist Teil der Friedenswoche 2026, die vom 20. bis 28. Juni rund um ein Protestcamp bei Steinwenden stattfindet. Organisiert wird die Veranstaltung von der Kampagne „Stopp Air Base Ramstein – Kein Drohnenkrieg“.
Verkehrsbehinderungen rund um die Air Base
Für den Demonstrationszug und die anschließende Kundgebung werden nach Angaben der Behörden Verkehrsmaßnahmen erforderlich sein. Die Polizei wird die Veranstaltung begleiten und die notwendigen Maßnahmen lageabhängig treffen.
Betroffen sind insbesondere die Zufahrt zum West Gate der Air Base Ramstein sowie die Bereiche der Privatstraße des Bundes, der Landesstraßen 356 und 363. Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass es am Veranstaltungstag im Raum Steinwenden und Ramstein-Miesenbach zu Verkehrsbehinderungen kommen kann.
- Mit einem Demonstrationszug und einer Kundgebung wollen Friedensaktivisten am 27. Juni erneut gegen die Rolle der Air Base Ramstein protestieren.
- Foto: Edgar Beier
- hochgeladen von Erik Stegner
Demonstrationszug startet in Steinwenden
Nach Angaben der Veranstalter beginnt der Protesttag um 9.30 Uhr am Friedenscamp bei Steinwenden. Von dort aus führt ein Demonstrationszug zu Fuß in Richtung Air Base Ramstein. Um 11 Uhr ist am Bahnhof Ramstein eine Zwischenstation vorgesehen. Dort können weitere Teilnehmer zur Demonstration stoßen. Anschließend setzt sich der Aufzug um 11.15 Uhr wieder in Bewegung.
Die Kundgebung vor der Air Base soll um 12 Uhr beginnen. Als Redner angekündigt sind der ehemalige Soldat und heutige Friedensaktivist Jay Drieß, der Journalist Ekkehard Sieker sowie die Kampagnenvertreter Kristine Karch und Reiner Braun. Das Ende der Veranstaltung ist für 15 Uhr vorgesehen.
- Das Friedenscamp bei Steinwenden bildet den Mittelpunkt der Friedenswoche. Die Demonstration vor der Air Base Ramstein gilt als Höhepunkt der Aktionswoche.
- Foto: Edgar Beier
- hochgeladen von Erik Stegner
Veranstalter betonen politische Neutralität
Die Organisatoren legen nach eigenen Angaben Wert auf eine parteiunabhängige Ausrichtung der Kampagne. Parteifahnen, Parteilogos und andere parteipolitische Symbole seien bei den Veranstaltungen nicht erwünscht. Gleiches gelte für Nationalflaggen.
Kampagne besteht seit 2015
Die Kampagne „Stopp Air Base Ramstein – Kein Drohnenkrieg“ wurde 2015 ins Leben gerufen. Nach Angaben der Organisatoren haben inzwischen mehr als 25.000 Menschen den Aufruf der Bewegung unterzeichnet. Die Initiative kritisiert insbesondere die Rolle der Air Base Ramstein als wichtigen Knotenpunkt für militärische Einsätze der USA und fordert seit Jahren eine friedliche Außenpolitik. Mit der Demonstration vor den Toren der US-Luftwaffenbasis soll erneut auf diese Forderungen aufmerksam gemacht werden. Die Proteste vor der Air Base Ramstein erreichten in der Vergangenheit deutlich höhere Teilnehmerzahlen. Bei der Demonstration im Jahr 2023 zählten die Veranstalter rund 1200 Teilnehmer, die Polizei sprach von etwa 900. In den vergangenen Jahren fiel die Beteiligung jedoch geringer aus. Für die diesjährige Demonstration rechnet der Veranstalter mit rund 500 Teilnehmern.
Friedenswoche dauert bis 28. Juni
Während der Friedenswoche finden rund um das Protestcamp bei Steinwenden verschiedene Informations-, Diskussions- und Kulturveranstaltungen statt. Die Demonstration gilt als Höhepunkt der Aktionswoche. Mit dem Protest endet die Veranstaltungsreihe am 27. Juni. Das Camp selbst läuft noch bis zum 28. Juni.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.