Baustart für Multifunktionshalle des TV Ramstein rückt näher – Stahl ersetzt Holz
- Sechs Jahre Planung liegen hinter dem Projekt: In der Reichswaldstraße ist das Gelände bereits vorbereitet, der symbolische Spatenstich steht noch aus.
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Lange geplant, mehrfach gebremst – nun rückt der Baustart der Multifunktionshalle in Ramstein-Miesenbach näher. Welche Rolle Stadt, Fördermittel und Eigenleistung spielen und wann erstmals Sport unter dem neuen Dach möglich sein könnte.
Von Erik Stegner
Ramstein-Miesenbach. Sechs Jahre Planung, immer wieder neue Hürden – jetzt soll der Bau der Multifunktionshalle des TV Ramstein starten. Im April oder Mai könnten in der Reichswaldstraße die Bagger anrollen, nachdem die Ausschreibungen den Kostenrahmen bestätigt haben. Für den Verein wäre das der Durchbruch nach einer langen Phase des Wartens.
Ausschreibungen bringen finanzielle Klarheit
Zuletzt hatten sich die Vergabeverfahren erneut hingezogen. Erst mit dem Eingang und der Prüfung der Angebote im Januar 2026 stand fest, dass sich das Projekt im kalkulierten Rahmen realisieren lässt. „Es hat sich bestätigt, dass wir uns die Halle auch wirklich leisten können – ein ganz entscheidender Schritt“, sagt der Vorsitzende Benjamin Altschuck. Derzeit laufen noch die gesetzlich vorgeschriebenen Fristen, bevor die Aufträge endgültig vergeben werden können. Zunächst soll dann die Bodenplatte auf dem Grundstück in der Reichswaldstraße hergestellt werden.
Stahl statt Holz: Planung angepasst
Eine wesentliche Änderung ergab sich im Zuge der Ausschreibung: Das ursprünglich vorgesehene Holztragwerk wird durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. Hintergrund sind die stark gestiegenen Holzpreise. Mit der Umstellung bleibt die Finanzierung stabil kalkulierbar. Nach der Bodenplatte folgt die komplette Gebäudehülle mit Treppen, Brandschutz, Wänden, Türen und Fenstern. Innerhalb von drei bis vier Monaten soll das Tragwerk stehen. Insgesamt ist für den Bau der Multifunktionshalle eine Dauer von rund einem Jahr vorgesehen.
1,75 Millionen Euro Gesamtvolumen
Die Gesamtkosten belaufen sich wie ursprünglich geplant auf rund 1,75 Millionen Euro. Für den Verein verbleibt ein Eigenanteil von rund 800.000 Euro. Die alte Halle in der Jahnstraße ist bereits verkauft, Grundstücke wurden vermarktet. So konnte der Verein Rücklagen im mittleren sechsstelligen Bereich bilden. „Zur weiteren Kostenreduzierung packen die Mitglieder beim Innenausbau an“, berichtet Altschuck. Unter anderem sollen Maler- sowie Pflasterarbeiten übernommen werden, um die Ausgaben im gesteckten Rahmen zu halten. Bereits im November 2024 hatte Staatssekretärin Simone Schneider einen Förderbescheid über 590.000 Euro übergeben. Zusätzlich unterstützt die Stadt Ramstein-Miesenbach das Projekt mit 295.000 Euro und stellt das Grundstück in Erbbaupacht zur Verfügung.
- Der TVR-Vorsitzende Benjamin Altschuck erhielt im November 2024 von Staatssekretärin Simone Schneiderund Bürgermeister Ralf Hechler den Förderbescheid in Höhe von 590.000 Euro.
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Bürgermeister signalisiert Rückendeckung
Bürgermeister Ralf Hechler betont, dass die Stadt an ihrer Zusage festhält. Die im Haushalt vorgesehenen Mittel würden ins Jahr 2026 übertragen. „Von unserer Seite hat sich nichts geändert. Eigentlich müsste es jetzt laufen“, erklärt er.
Das Gelände ist bereits vorbereitet, ein offizieller Spatenstich steht jedoch noch aus. Das Projekt liege ihm persönlich am Herzen, weil es für den Vereins- und Schulsport in Ramstein-Miesenbach eine wichtige Perspektive eröffne.
Sechs Jahre mit Rückschlägen
Der Weg bis zu diesem Punkt war lang. Ursprünglich stand eine Sanierung im Raum, später fiel die Entscheidung für einen Neubau. Mehrfach musste neu kalkuliert und umgeplant werden. Förderanträge, Grundstücksfragen und die stark gestiegenen Baukosten verlangten dem Verein Geduld ab. Auch die jüngsten Ausschreibungen entwickelten sich erneut zur Bewährungsprobe.
Mit dem nun geplanten Baustart würde das Vorhaben erstmals sichtbar Gestalt annehmen – nach Jahren, in denen vor allem gerechnet, geplant und nachjustiert wurde.
- Das Planum ist geschoben, das Gelände vorbereitet – nun wartet die Reichswaldstraße auf den offiziellen Baustart der TVR-Multifunktionshalle.
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Neue Halle auch für den Schulsport
Die zweigeschossige Multifunktionshalle umfasst neben der Einfeldhalle einen großen Geräteraum, Sanitär- und Umkleidebereiche, einen Vereinsraum, ein Büro sowie zusätzliche Lagerflächen. Vereinbart ist zudem, dass die Halle nach Absprache als Ausweichhalle für den Schulsport genutzt werden kann. Für den TV Ramstein mit seinen rund 560 Mitgliedern wäre der Baustart mehr als ein formaler Schritt. Hält der Zeitplan, könnte bis zum Sommer 2027 erstmals Sport unter dem neuen Dach betrieben werden – ein sichtbares Ergebnis jahrelanger Planung und Geduld.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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