Fotokunst, Skulpturen und Gesang:
Drei Koryphäen im Rathaus

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Philippsburg.
Gleich drei bedeutende Künstler eröffneten die Philippsburger Kunst-, Museums- und Genussnacht – und machten sie damit zu einem kulturellen Highlight. Die Opernsängerin Hanna Czarnecka bewies ihr überragendes gesangliches Talent, Wolfgang Bubenitschek und Georg Albrecht präsentierten zur Vernissage ihrer Ausstellung – bis zum 28. Februar zu sehen - ihre künstlerischen Begabungen. Rudolf Scheuer stellte im mit 100 Gästen vollbesetzten Sitzungssaal des Rathauses die drei Koryphäen und ihr Können vor. Die Begrüßung übernahm Beigeordneter Dieter Day.
Jeder der Besucher bewunderte die zahlreichen farbenprächtigen Werke und vor allem die „einmalige Machart“ von Wolfgang Bubenitschek, die in dieser Form noch niemand gesehen hat. Dabei handelt es sich um Kunstwerke, die mit Hilfe einer Kamera und deren Digitalfotos geschaffen wurden. Die Aufnahme wird per Bildbearbeitungsprogramme in Bestandteile zerlegt, verändert, gespiegelt, gefiltert, verzerrt.
So entstehen grafische, farbintensive und abstrakte Kompositionen mit expressionistischem und surrealem Einschlag. Für jeden Betrachter bot sich viel Spielraum für Interpretationen: von „Utopia“ bis „Gefangen in der Zeit“. Jede Darstellung vermittelt eine Botschaft.
Georg Albrecht ist Experte in der Holzschnitzerei, insbesondere im Bereich der Aktkunst, meinte Scheuer. Dank seiner Erfahrung und Fertigkeiten imponiert der gebürtige Ungar, vor 30 Jahren nach Philippsburg gekommen, mit seinen, wie es hieß, ästhetischen und ausdrucksstarken Skulpturen, zumeist 30 bis 40 Zentimeter groß. Der Autodidakt mit dem handwerklichen Geschick und dem Blick für Motive stellt wohlgeformte und gut proportionierte Frauenkörper aus Holz her.
Ungewöhnlich sind die Titel seiner Kunstwerke, beispielsweise „Schlaf der Waldelfe“. Albrecht beherrscht das Filigrane, das seine Werke auszeichnet. Jedes Detail stimmt. Das Grobe fertigt er in seinem Keller, die Feinheiten nimmt er im Wohnzimmer vor, erfahren die Gäste bei der Vernissage.
Eine imposante Erscheinung ist die Künstlerin Hanna Czarnecka, die mit einem überaus breitgefächerten Repertoire beeindruckte und mit ihrem sternenklaren Sopran ihre Zuhörer regelrecht verzauberte.
Die junge Frau studierte Operngesang an der Musikhochschule in Lódz (Polen) und schloss dort ihr Bachelor- und Masterstudium mit Auszeichnung ab. 2013 debütierte sie bei der Eröffnung der Bad Homburger Sommerfestspiele als „Königin der Nacht“ in Mozarts „Zauberflöte“.
Hanna Czarnecka arbeitet derzeit als freischaffende Künstlerin. 2016 hatte sie einen vielbeachteten Auftritt in der Castingshow „The Voice of Germany“. Seit dieser Zeit erweiterte sie ihr musikalisches Spektrum, das mittlerweile aus Klassik, Musical, aber auch Crossover, Balladen, Pop, Chanson, Filmhits, Jazz und Oldies besteht. Die Koloratursopranistin kann auf viele erfolgreiche Auftritte bei Festspielen und auch im Fernsehen verweisen.

Autor:

Werner Schmidhuber aus Waghäusel

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