Finale Mundartwettbewerb Dannstadter Höh 2020
Alles ä bisslche annerscht

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Drei Jahre moderiere ich als Jury-Sprecher das Finale des Mundart-Wettbewerbs Dannstadter Höh. Eine dankbare und wertvolle Aufgabe, das Pfälzische auf diese Weise zu bewahren. In diesem Jahr ist jedoch „alles ä bisslche annerscht“ gewesen. So begann ich meine Moderation des Abends.
In das sonst mit über 300 Personen gefüllte „Zentrum Alte Schule“ in Dannstadt durften coronabedingt nur rund 50 Personen. Das waren die 15 Preisträgerinnen und Preisträger mit je einer Begleitperson. Mit Dr. Nikolaus Hofen, Norbert Stuck, Martina Gemmar und mir wären wir nur vier Personen in der Jury gewesen, denn alle anderen waren krankheits- oder urlaubsbedingt nicht da und unseren Schulleiter Ralf Fronhäuser erreichte am Vormittag die Hiobsbotschaft, dass eine seiner Schülerinnen infiziert ist und er in Quarantäne muss. So waren wir froh, dass mit dem Bockenheimer Jury-Mitglied Michael Werner, dem Herausgeber des Magazins VielPfalz Michael Dostal sowie der neuen Leiterin der Volkshochschule des Rhein-Pfalz-Kreises Juliane Kerzel-Kohn kompetente Leute uns unterstützten.
Froh waren die Veranstalter über die vielen Einsendungen – mehr als im letzten Jahr. Ins Finale hatten es dann zehn Preisträger im Bereich Dichtung geschafft – Rolf Büssecker aus Beindersheim, Gisela Gall aus Bad Dürkheim, Regina Pfanger aus Herxheim bei Landau, Lothar Sattel aus Waldsee, Karin Schwedhelm aus Dahn, Georg Welker aus Herxheim am Berg und Heinz Ludwig Wüst aus Gleisweiler. Es gewannen den dritten Preis Wilfried Berger aus Lobsann (F), den zweiten Preis Renate Demuth aus Kaiserslautern und es siegte Norbert Schneider aus Rehborn. Doch der Sieger war als Schullehrer ebenfalls in Quarantäne und so konnte sein Text „Recheliewunge“ nur per Band vorgetragen werden – etwas skurril mit einem Bild von ihm auf dem Stuhl. Im Bereich Prosa gewann Edith Brünnler aus Ludwigshafen mit ihrem Text „Alles Hoguspokus“, gefolgt von Hermann Joseph Settelmeyer und Maritta Reinhardt, sowie Doris Jäckle und Judith Walloch.
Es war zwar kein typisches Finale, da das abwechslungsreiche Musikprogramm entfallen musste. Aber es war eins, das einem ewig gedenkt. Und dass das Finale durchgeführt wurde zeigte, wie wichtig den Veranstaltern rund um Verbandsbürgermeister Stefan Veth und Organisations-Chefin Ute Günther der Mundartwettbewerb ist. Mit Bürgermeister Gunther Bechtel, dem Beigeordneten Uli Keidel sowie der Organisatorin Heike Benß waren drei Vertreter des Mundartwettbewerbs Bockenheim und mit Christian Handrich vom Kulturbüro Bad Dürkheim ein weiterer Akteur in Sachen Mundart in Dannstadt. Erstmals wurde das „Pfälzer Mundartgedicht des Jahres“ verliehen, ermittelt durch eine Umfrage in den Zeitschriften VielPfalz und Hiwwe wie Driwwe – mit dem ersten Preisträger Lothar Sattel. Eine gute Sache, die Mundartgemeinden auf diese Weise zusammenzuführen.
Im nächsten Jahr ist dann hoffentlich wieder „alles annerscht“ und wir können mit Publikum das Ganze genießen. Dann gibt es auch den ersten Pfälzer-Gutsel-Orden, wie der Vorsitzende des Kultur- und Heimatkreises Thomas Keck mitteilte. Das Finale des Jahres 2020 ist dennoch nicht verloren. Es wird ab dem 8. September 2020 in den „Offenen Kanälen“ und bei Youtube zu sehen sein.

Fotos (VG Dannstadt-Schauernheim): Moderator Michael Landgraf mit Foto von Norbert Schneider auf dem Stuhl; Alles Preisträgerinnen und Preisträger mit Mundschutz; Siegerin Prosa Edith Brünnler

Autor:

Michael Landgraf aus Neustadt/Weinstraße

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