Neustadt tischt auf
Starke Resonanz auf den Tag der offenen Gesellschaft

Auf dem Platz vor dem Mehrgenerationenhaus fanden sich in den Morgenstunden zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zum nachbarschaftlichen Gespräch ein.  | Foto: Markus Pacher
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  • Auf dem Platz vor dem Mehrgenerationenhaus fanden sich in den Morgenstunden zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zum nachbarschaftlichen Gespräch ein.
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Neustadt. Die offene Gesellschaft steht unter Druck. Ausgrenzungswünsche, Angst und Hass drohen die Agenda zu bestimmen. Doch die große Mehrheit in diesem Land ist für Offenheit, Vielfalt und Freiheit. Einen hervorragenden Zuspruch fanden die vom Stadtanzeiger unterstützten Aktionen zum „Tag der offenen Gesellschaft“ in Neustadt am 16. Juni. Schon in den frühen Morgenstunden fanden sich zahlreiche Interessierte auf dem Hof vor dem Mehrgenerationenhaus ein, um in entspannter Runde ins Gespräch zu kommen. Ebenfalls hervorragend frequentiert war am Nachmittag der Spielplatz in Branchweiler, Ecke Spitalbachstraße/Allensteinerstraße, wo gut beschirmte Bierzeltgarnituren ausreichend Platz für ein schönes Nachbarschaftstreffen boten. Sehr zufrieden über die Resonanz am Mehrgenerationenhaus zeigte ich Manfred Nickel, der gemeinsam mit Christoph Röhrig, Holger Paul und Judith Becker die Veranstaltung ins Leben gerufen hatte. „Über 30 Leute sind gekommen“, berichtet Nickel, darunter „sehr viele unterschiedliche Leute und Gruppierungen“. Judith Becker ergänzt: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren jedenfalls alle sehr angetan und wollen im nächsten Jahr auf jeden Fall noch mal am Tag der offenen Gesellschaft teilnehmen, auch die Resonanz in Branchweiler, wo wir nachmittags noch vorbei geschaut haben, war sehr positiv. Es wäre wünschenswert, wenn sich im nächsten Jahr noch viel mehr Menschen an einer Tafel in Neustadt treffen, um über Fragen wie ’Welches Land wollen wir sein?’ oder ’In welchem Land wollen wir leben?’ zu diskutieren“, sagte Judith Becker.

Ein Zeichen setzen für Vielfalt

Eine offene Gesellschaft gibt es nur dann, wenn genug Menschen für sie eintreten. Am 16. Juni hieß es wieder überall: Tische und Stühle raus und schön eindecken. Freundinnen, Freunde, Nachbarn und Fremde einladen, essen, debattieren und gemeinsam die Demokratie feiern. Gemeinsam setzen die Bürgerinnen und Bürger in bewegten Zeiten ein Zeichen dafür! Für das Engagement der Bürgergesellschaft, für gelebte Offenheit, Gastfreundschaft, Großzügigkeit, Vielfalt und Freiheit. Ob mit Bier oder Baklava, ob mit einer kleinen Runde im Park oder einer großen auf dem Rathausplatz - jede Tafel setzt ein Zeichen, setzt Gespräche, Bekanntschaften, Ideen und neue Kräfte frei. Schon beim ersten Tag der offenen Gesellschaft 2017 waren mehr als 20.000 Menschen dabei – von Aachen bis Cottbus, von Bremen bis Freiburg. Selbst in Finnland, Portugal und Italien luden Menschen zur Tafel. Daraus soll eine neue Tradition werden, ein neuer Feiertag. Am 16. Juni fanden deutschlandweit über 400 Veranstaltungen zum Tag der offenen Gesellschaft statt. (pac)
Informationen zur Initiative Offene Gesellschaft unter www.die-offene-gesellschaft.de.

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Autor:

Markus Pacher aus Neustadt/Weinstraße

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