Soziale Probleme und Gewalt an Grundschulen: Schulsozialarbeit beantragt
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Rhein-Pfalz-Kreis. Angesichts zunehmender Konflikte an Schulen wird die Schulsozialarbeit im Land gefördert. Schulsozialarbeiter unterstützen Schüler, die Leistungsprobleme haben, stärken den Klassenverband und fördern Sozialkompetenzen.
An vier Grundschulorten im Kreis wird die Schulsozialarbeit dieses Jahr gezielt gefördert. Darauf haben sich Landrat Volker Knörr, die Kreisbeigeordnete Bianca Straßen, Bürgermeister Michael Müller (Gemeinde Bobenheim-Roxheim), Thorsten Leva (Gemeinde Mutterstadt), Werner Baumann (Gemeinde Maxdorf) und Ilona Volk (Stadt Schifferstadt) geeinigt.
Landrat Knörr erklärt: „Angesichts der wachsenden sozialen Herausforderungen an allen Schulen sind die Schulträger aber auch weiterhin auf Unterstützung angewiesen“, betont Landrat Knörr. Das Land müsse weiter an einer Lösung arbeiten, die flächendeckend Unterstützung für Schulen bringt. Die Förderung der Schulsozialarbeit ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder. Wir freuen uns daher sehr über die Vereinbarung.“
Soziale Probleme an Schulen nehmen zu. Laut Experten lösen vor allem Frust, Zukunftsängste und Perspektivlosigkeit bei Schülern gewaltbereites Verhalten aus. Nicht jedes Kind und jeder Jugendliche bringt dieselbe Herkunft mit. In manchen Familien sind Geldsorgen selbst an der Tagesordnung, geringes Einkommen ein Thema, was sich auf die Kinder überträgt. Auch mehrere Jobs, Schichtarbeit oder Krankheit bei den Eltern können ein Thema sein, weshalb sie ihre Rolle als Bildungsbegleiter nur eingeschränkt wahrnehmen können.
Die Fördervereinbarung der Gemeinden im Kreis entstand auf Grundlage der „Richtlinie des Landes zur Förderung von Schulsozialarbeit an öffentlichen Schulen“. Dabei ist der Kreis für die Antragstellung zuständig und ruft die Fördermittel ab. Für 2026 wurde die Förderung bereits bewilligt und ist auf eine 0,5-Stelle je Grundschulstandort begrenzt.
Die Schulsozialarbeit ist ein sozialpädagogisches Angebot der Kinder- und Jugendhilfe. Sie berät Schüler in Zukunftsfragen, arbeitet dabei eng mit Lehrern zusammen und begleitet Klassen bei aktuellen Themen. Ziel ist es, soziale Kompetenzen zu fördern, Konflikte zu lösen und die Klassengemeinschaft zu stärken. Zudem kooperiert sie mit Vereinen, Beratungsstellen und Jugendhilfeeinrichtungen und ist eng mit dem Jugendamt vernetzt, wenn soziale Probleme im Umfeld, etwa der Familie, auftreten.
„Es ist unerlässlich, dass Schulsozialarbeit vom Land an allen Schulen gefördert wird“, ergänzt die Kreisbeigeordnete Straßen. „Nur so können wir den sozialen Zusammenhalt in unseren Schulen sicherstellen und gleichzeitig dafür sorgen, dass jedes Kind die Chance und notwendige Unterstützung erhält, um sein volles Potenzial zu entfalten.“ jg/red
- Werner Baumann (Bürgermeister Maxdorf), Ilona Volk (Bürgermeisterin Stadt Schifferstadt), Volker Knörr (Landrat), Bianca Staßen (Kreisbeigeordnete), Thorsten Leva (Bürgermeister Mutterstadt), Michael Müller (Bürgermeister Bobenheim-Roxheim).
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Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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