Interessantes von und mit Volker Schläfer
Schlager, Schnulzen, Liedermacher im Hofgarten Frankenthal
- Foto: Volker Schläfer
- hochgeladen von Michael Hemberger
Der Mutterstadter Liedermacher Uli Valnion präsentierte sein neues Programm „Schlager, Schnulzen, Liedermacher“ letzte Woche in „Samira‘s Studio Orientale“ in Frankenthal. In dem Tanzstudio waren alle Stühle besetzt und der Sänger unterhielt die ankommenden Gäste bis zur Eröffnung mit einem kleinen musikalischen Vorprogramm. „Das Lied kenne ich doch? Aber ist es auch das Original? Wer hat es geschrieben? Wer hat es ursprünglich gesungen? Was ist mit dem Liedermacher, Komponisten, Interpreten passiert? Zu welchem Zweck wurde es eingesetzt? All diese Fragen wurden im Laufe des Abends auf interessante Weise von Uli Valnion an Hand verschiedener Liedbeispielen beantwortet. Wie immer informativ, heiter, nachdenklich aber auch mitreißend, gelang es dem Sänger, sein Publikum von Beginn an in das Geschehen mit einzubeziehen. Ein Schwerpunkt in der ersten Programmhälfte widmete Valnion dem Liedschreiber Fritz Löhna Beda, der Lieder wie „Ausgerechnet Bananen“, „Oh Donna Clara“, „Ich habe mein Herz in Heidelberg verloren“ schrieb und der Libretist von Franz Lehar war. Sein Schicksal: Fritz Löhna Beda wurde im Auschwitz-Nebenlager Buna der seinerzeitigen IG Farben ermordet. Nach der Pause hörten die Besucherinnen (es waren aber auch drei (!) Männer anwesend), u.a. das Original von „Heute hier und morgen dort“ und die Version von vielen anderen Liedern und deren Geschichte, die z.B. von Manuela, Dalia Lavi oder Elvis Presley, zu Schnulzen umgearbeitet und gesungen wurden. Zusätzlich zu den Liedvorträgen mit musikalischer Begleitung auf seiner Gitarre stellte Valnion das neue Programm auch mit Texten und Bildern auf einer Leinwand erlebbar vor. Der in Mutterstadt lebende Liedermacher, vielen als Sänger und Interpret des demokratischen Volksliedes bekannt, hinterließ ein begeistertes Publikum, das mit-sang und mit-klatsche, und ihn nicht ohne mehrere Zugaben von der Bühne gehen ließ.
Text: Volker Schläfer
Autor:Michael Hemberger aus Mutterstadt |
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