Neues aus der Gemeinde Mutterstadt
Reinhold Messner gastierte in Mutterstadt
- Foto: Gemeinde Mutterstadt
- hochgeladen von Michael Hemberger
Mit einem bildgewaltigen Vortrag ließ Reinhold Messner das Palatinum zu einem alpinen und abenteuerlichen Ort werden. Über 800 Gäste wurden von Messner auf eine zweistündige Reise durch sein bewegtes Leben mitgenommen.
Alles begann in einem Tal, in welches so gut wie keine Sonne hineinschien. So begann Messner als Kind mit seinem Bruder die Berge zu erklimmen um die warmen Sonnenstrahlen zu erhaschen und zu genießen. Dies wurde schnell erweitert. Mit einem 30m Seil hingen die Beiden z.B. in den Dolomiten auch an so mancher vertikalen Steilwand, die man nur mit viel Glück lebend überwand. Die Dolomiten erklärte Messner für sich persönlich bis heute als die schönsten Berge der Welt. Mehr und mehr hat der Abenteurer das Unmögliche gesucht, um es möglich zu machen. Jeden 8000er dieser Welt hatte er bestiegen. Wochenlang in der Arktis und Antarktis mit nur einem Schlitten und einem Zelt die weißen, unendlich wirkenden Flächen durchquert. So manche Nahtoderfahrung hatte Reinhold Messner erlebt und trotzdem immer weiter gemacht. Und doch kam er zudem darauf seine Berühmtheit für die Mitmenschen dieses Planeten einzusetzen. Schulen in Nepal wurden gebaut, die nach langen Verhandlungen auch von Mädchen besucht werden durften. Sherpas und ihre Familien wurden unterstützt und vieles mehr wurde weltweit erkannt und versucht zu verbessern. Auch so manche Schicksalsschläge, wie den Tod seines Bruders Günther bei einer gemeinsamen Expedition, musste er verarbeiten. So manche Tradition, die für den Standard-Europäer fremd erscheinen mag, hatte er kennengelernt und dokumentiert. So wohnte er z.B. einer Bestattung durch Geier bei, die im Zermahlen der Knochenreste endete. Sein Fazit der langen Reise seines Lebens war, dass die Unendlichkeit im Rahmen und die Zeitlosigkeit in der Natur irgendwann seine letzte Reise werden wird.
Reinhold Messner nahm sich sehr viel Zeit für sein Publikum. So signierte er vor dem Auftritt, in der Pause und als Abschluss Bücher und gab Autogramme. Ein faszinierender, bemerkenswerter und bescheidener Mensch beeindruckte an diesem Abend alle Besucher.
Zusätzlich hat Messner auch für die zukünftigen Generationen einige Museen und Stätten der Geschichte seines Lebens aufgebaut, die man ganzjährig besuchen kann.
Vor der Darbietung im Palatinum besuchte Messner am Nachmittag das Rathaus in Mutterstadt, um sich ins Goldene Buch der Gemeinde einzutragen. Bürgermeister Thorsten Leva überreichte ihm nach längerem Gespräch noch einen Geschenkkorb mit regionalen Spezialitäten. Der Bezug zu Mutterstadt liegt in Naturns, der Partnerstadt in Südtirol, ganz in der Nähe seines langjährigen Wohnsitzes Schloss Juval, einer von fünf Standorten des MMM Messner Mountain Museum.
Autor:Michael Hemberger aus Mutterstadt |
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