Waldpark Mannheim
Endlich offiziell: Die Hochwasserschutzwand ist machbar
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Am 14.07.2026 hat das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) in einer Informationsveranstaltung beim Umweltforum Mannheim über den aktuellen Stand der Planung berichtet.
Die Prüfungsphase für die Spundwandlösung ist beendet: Die Variante funktioniert; sie ist mit den Grundwasserströmen vereinbar. Das RP hat eine Lösung vorgestellt, die als Vorzugsvariante im Planfeststellungsverfahren eingereicht werden soll.
Die Spundwand wird mit Erdankern stabilisiert. Damit muss sie nicht so tief in die Erde eingebracht werden. Sie ist zudem überströmungssicher und bietet damit größtmöglichen Schutz für die Bevölkerung hinter dem Damm.
Was für eine positive Entwicklung!
Vor wenigen Jahren haben wir noch gegen den Kahlschlag am Damm gekämpft. Nun steht fest, dass Tausende von Bäumen gerettet sind. Das RP hat aber auch ungeschönt die Probleme aufgezeigt, die noch gelöst werden müssen:
- Eine Herausforderung ist die Hochspannungsleitung, die an zwei Stellen das Einbringen der Spundwandbohlen behindert. Hier könnte es sein, dass ein Drittel der Bergahornreihe im nördlichen Teil der Kleingärten der Planung zum Opfer fällt. Das RP ist hierzu mit der MVV im Gespräch. Wir meinen: Es muss eine bessere Lösung geben!
- Im Bereich der Wohnbebauung wird die Spundwand auf der Wasserseite geplant, damit die hochwertigen Kaiserlinden auf der Häuserseite erhalten bleiben können. Hier wäre zu prüfen, ob eine Einbringung in der Mitte des Weges den Erhalt weiterer Bäume, auf der Wasserseite, ermöglichen kann. Das Verfahren, wie die Spundwand letztlich gesetzt wird, steht noch nicht fest. Es gilt, im Rahmen der Machbarkeit den maximalen Schutz des Baumbestands zu realisieren. Der vom RP beauftragte Baumgutachter Sascha Jillich (Urban Tree Consulting) hat glaubhaft vermittelt, dass der Schutz der Bäume im weiteren Verfahren kontinuierlich eine zentrale Rolle spielt.
Es ist damit zu rechnen, dass die Planungsphase noch ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen wird. Damit kann die neue Variante nicht vor nicht vor Mitte 2027 bei der Unteren Wasserbehörde der Stadt Mannheim eingereicht werden. Dann wird wiederum die Prüfung der Genehmigungsbehörde auf Vollständigkeit der Planunterlagen erfolgen und – im besten Falle – anschließend die Offenlage, bei der wieder die Bevölkerung Einsicht nehmen und – nötigenfalls – Einwendungen erheben kann. Auch positive Rückmeldungen sind ausdrücklich willkommen, so gestern Abend Jens Teege, Projektleiter beim RP.
Autor:BIG - Lindenhof aus Mannheim-Süd |
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