Tagesausflug Montagsfrauen
Ausflug der Montagsfrauen nach Speyer
- Foto: Martina Kutsche-Bauer
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Bei bestem Ausflugswetter machten sich die Montagsfrauen des Turnvereins Friedrichsfeld auf den Weg zu ihrem diesjährigen gemeinsamen Ausflug nach Speyer. Dieses Mal blieb der Bus zu Hause – ganz entspannt ging es mit der S-Bahn in die Domstadt. Schon am Morgen herrschte eine fröhliche und erwartungsvolle Stimmung, denn ein abwechslungsreicher Tag mit Geschichte, Kultur, gemütlichem Beisammensein und vielen schönen Eindrücken stand bevor.
Beeindruckender Auftakt: der Speyerer Dom
Den Auftakt bildete der Besuch des imposanten Speyerer Doms. Bei einer kurzweiligen und sehr interessanten Führung verstand es Domführerin Anna-Maria Arnold, die Geschichte und die Besonderheiten dieses beeindruckenden Bauwerks lebendig zu vermitteln.
Der Speyerer Dom zählt zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken Europas und ist die größte erhaltene romanische Kirche der Welt. Besonders interessant war die Geschichte seiner Entstehung. Im Jahr 1030 legte Kaiser Konrad II. aus dem salischen Herrscherhaus den Grundstein. Sein Ziel war es, einen Dom zu errichten, der seiner kaiserlichen Stellung und seinem hohen Anspruch gerecht wurde.
Anschaulich wurde die wechselvolle Baugeschichte erläutert. Nach dem Tod Konrads II. im Jahr 1039 wurden die Bauarbeiten zunächst nicht weitergeführt. Auch der Ölberg, der heute freistehend außerhalb des Domes steht, war ein interessantes Detail der Führung.
Beim Blick auf die gewaltigen Mauern, mächtigen Säulen und beeindruckenden Gewölbe wurde deutlich, welche außergewöhnliche Leistung der Bau dieses Gotteshauses vor fast tausend Jahren darstellte. Die zahlreichen Geschichten und Erläuterungen machten den Domrundgang zu einem besonderen Erlebnis.
Auf Entdeckungstour durch die Speyerer Altstadt
Anschließend ging es mit Annetta Beckerle auf Entdeckungstour durch die Speyerer Altstadt. Bei der Stadtführung gab es viel Wissenswertes über die lange und bewegte Geschichte Speyers zu erfahren. Historische Gebäude, schöne Plätze und so manche interessante Begebenheit machten den Rundgang abwechslungsreich und kurzweilig.
Eine besondere Station war das 1228 gegründete Magdalenenkloster mit dem angrenzenden Schulhaus. Dort wirkte von 1923 bis 1931 die Philosophin und Karmelitin Edith Stein, die 1922 vom Judentum zum Katholizismus konvertierte und später von den Nationalsozialisten ermordet wurde.
Auch die Dreifaltigkeitskirche durfte bei der Stadtführung natürlich nicht fehlen. Sie gilt als prachtvolles, weitgehend aus Holz gefertigtes Barockjuwel. Die originale Inneneinrichtung aus dem Jahr 1717 ist bis heute weitgehend erhalten. Für ein Schmunzeln sorgten die historischen Kirchenbänke: Sie waren so konstruiert, dass sich die Gläubigen zu Beginn der Predigt seitlich in Richtung Kanzel drehen konnten.
Eine gemütliche Pause im Johannishof
Nach den vielen interessanten Eindrücken war eine gemütliche Pause genau das Richtige. Im idyllischen Johannishof wurde bei einer wohlverdienten Auszeit neue Energie getankt.
Mit dem Schiff auf dem Rhein
Am Nachmittag hieß es dann: Leinen los!
Bei einer gemütlichen Schifffahrt konnten die Montagsfrauen die bisherigen Eindrücke in aller Ruhe auf sich wirken lassen. Vom Wasser aus präsentierte sich Speyer noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive.
Der Blick auf den Rhein, die vorbeiziehende Landschaft und die Natur rund um den Altrhein sorgten für entspannte Stunden und waren eine Abwechslung zum ereignisreichen Programm.
Ein rundum gelungener Ausflug
Zum Abschluss dieses schönen Tages kehrten die Damen noch gemeinsam in die TV-Gaststätte am Sportplatz ein. Bei einem gemütlichen Ausklang ließ man den Tag noch einmal Revue passieren.
Ein ganz herzliches Dankeschön an Doris und Petra für die hervorragende Organisation und die liebevolle Vorbereitung dieses gelungenen Ausflugs.
Mit vielen schönen Erinnerungen ging es schließlich wieder nach Hause – und die Vorfreude auf den nächsten gemeinsamen Ausflug ist bereits geweckt
Autor:Martina Kutsche-Bauer aus Mannheim-Süd |
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