Lars Christian Gauch nimmt am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teil
„So geht’s nicht weiter“

Lars Christian Gauch von der 10a des Veldenz Gymnasiums Lauterecken nimmt am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teil. Auf dem Foto zu sehen mit seinem Tutor Pascal Pick und seiner Arbeit.
  • Lars Christian Gauch von der 10a des Veldenz Gymnasiums Lauterecken nimmt am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teil. Auf dem Foto zu sehen mit seinem Tutor Pascal Pick und seiner Arbeit.
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Von Pascal Pick

Lauterecken. Auch in diesem Jahr rief Frank-Walter Steinmeier Schüler ab zwölf Jahren zur Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten auf, dessen weit gefasstes Thema dieses Jahr „So geht's nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“ lautete.

Bis zum 28. Februar hatten die Teilnehmer Zeit, ein regionales oder biografisches Thema zu erforschen und auf Spurensuche zu gehen. Einer der Junghistoriker ist Lars Christian Gauch aus der Klasse 10a des Veldenz Gymnasiums Lauterecken. „Er zeigt sich innerhalb und außerhalb des Geschichtsunterrichts extrem geschichtsaffin, weswegen er äußerst motiviert war, sein geschichtliches Interesse bei diesem Wettbewerb unter Beweis zu stellen“, so Pascal Pick, sein Tutor bei diesem Wettbewerb. Unter der Leitfrage „Flüchtlingskrise – gab es so etwas schon einmal?“ ging Lars Christian in seiner Arbeit darauf ein, dass die Flüchtlingskrise nicht nur in der aktuellen Nachrichtenlage scheinbar allgegenwärtig ist, sondern Migration stets auch die Geschichte geprägt hat.

Er beleuchtete dabei diverse Kapitel der deutschen Geschichte: Über die Zuwanderung der Hugenotten im 17. Jahrhundert nach Preußen, die Auswanderungswellen aus Deutschland nach Amerika im 19. Jahrhundert und die Zuwanderung der sogenannten Gastarbeiter nach dem Zweiten Weltkrieg, bis hin zur Flucht der Bevölkerung vor der Roten Armee 1945 aus Ostpreußen oder der Ost-/Westmigration nach der „Wende“. Er behielt dabei stets seine Forschungsfrage im Blick und suchte nach Parallelen zur heutigen Flüchtlingskrise, bevor er sich im Anschluss daran mit der gegenwärtigen Situation auseinandersetzte. Leitend war dabei die kritische Beleuchtung der politischen Reaktion, aber vor allem die Fragen: „Welche Folgen hat die Flüchtlingskrise für die Bevölkerung? Wie steht die Bevölkerung zu den Flüchtlingen? Welche Auswirkungen hat die Flüchtlingskrise konkret auf Jugendliche? Was können wir tun, um Flüchtlinge besser zu integrieren?“. Lars Christian wertete dazu diverse Umfragen aus, schrieb aber auch viel aus seiner eigenen Erfahrung, schließlich sei er ja Teil der untersuchten Altersgruppe.
Letztlich konstatierte er, dass in Deutschland einiges für die Integration der Flüchtlinge getan worden sei und dies auch viele Deutsche befürworten würden, ein nicht geringer Teil jedoch auch immer wieder Angst und Misstrauen säe, was natürlich erheblichen Einfluss auf die politische Landschaft habe. Die Flüchtlingskrise bleibe daher weiterhin ein zentrales Thema in Gesellschaft und Politik, zumal es, so sei er sich mit Blick auf die Geschichte sicher, in Zukunft weitere Flüchtlingsströme geben werde. Daher sei es essenziell, zusammenzuhalten und menschlich miteinander umzugehen. Dies lehre uns nicht nur die Geschichte, sondern auch die Gegenwart. jlk/ps

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