Digitaler Helfer wird zur ersten Orientierung in der Verwaltung
- Die Stadt Landau möchte, als erste Kommune deutschlandweit, den KI-basierten Avatar „Franz“ einführen. Er bietet erste Informationen und bringt die Verwaltung näher an die Bürgerinnen und Bürger.
- Foto: Stadt Landau / CUX GmbH
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Landau.Direkt, unkompliziert und digital: Ab Sommer gibt es bei der Stadt Landau die Möglichkeit, mit dem KI-Avatar „Franz“ zu kommunizieren. Dies teilt die Stadtverwaltung Landau mit. Im vorderen und hinteren Foyer des Rathauses werden Terminals mit dem neu entwickelten Avatar als digitale Helfer bereitstehen. Auch über die Homepage wird er erreichbar sein. „Franz“ antwortet in Echtzeit in natürlicher Sprache und bietet Informationen zum Angebot der Stadtverwaltung. Aktuell befindet er sich in der Pilotphase. Er soll aber kontinuierlich weiterentwickelt werden. Landau ist derzeit die erste Kommune deutschlandweit, die bei der Entwicklung eines KI-Avatars einen solchen Fortschritt erreichen konnte. Die Umsetzung des Avatars erfolgt in Zusammenarbeit mit der CUX GmbH sowie der VR Bank Südpfalz.
„Franz“ soll Personal entlasten
„Mit dem KI-Avatar ‚Franz‘ bringen wir die Verwaltung näher an die Menschen. Ich freue mich besonders, dass unsere Stadt federführend ist und wahrscheinlich als erste Kommune deutschlandweit einen solchen Avatar einsetzen wird. ‚Franz‘ bietet schnell und unkompliziert erste Informationen. Wir bündeln mit ihm häufig gestellte Fragen, entwickeln unseren Bürgerservice zeitgemäß weiter und setzen personelle Ressourcen effizienter ein“, freut sich Oberbürgermeister Dominik Geißler über die Einführung von „Franz“.
Der digitale Helfer soll Menschen unnötige Wege ersparen
„Franz“ bietet Bürgerinnen und Bürgern einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu Informationen, unabhängig von Öffnungszeiten oder Wartezeiten. Er beantwortet Fragen zu Zuständigkeiten, Abläufen und Formularen, bündelt häufig wiederkehrende Anliegen und liefert verlässliche, standardisierte Auskünfte. Am Infoterminal im Rathaus dient „Franz“ zudem als digitaler Lotse, auch für Menschen ohne Smartphone oder Internet. Er erleichtert die Orientierung im Gebäude und spart unnötige Wege.
Möglichkeiten, die der digitale Helfer bietet
In der Pilotphase bietet der KI-Avatar „Franz“ eine erste Wissensbereitstellung, sorgt für bürgerfreundliche Auskünfte und entlastet die Mitarbeitenden der Verwaltung, indem er über Zuständigkeiten, Abläufe und Formulare informiert. Perspektivisch bietet „Franz“ aber viele weitere Möglichkeiten.
Nicht ersetzt, sondern lediglich entlastet
So könnten neben „Franz“ weitere Avatare angeboten werden, die in der Lage sind, mehrere Sprachen zu sprechen. Darüber hinaus könnte eine Anbindung an die Telefonanlage zur Erstberatung erfolgen. Außerdem könnte man „Franz“ zu einem internen Landau. Assistenten für die Mitarbeitenden weiterentwickeln, die intensiven Bürgerkontakt haben. Dabei sollen Mitarbeitende jedoch nicht ersetzt, sondern lediglich entlastet werden. Das Projekt eröffnet zudem die Möglichkeit einer Nachnutzung durch andere Kommunen, wodurch es teilweise oder vollständig refinanziert werden könnte.
Er wirkt wie ein Kundenberater
Angelehnt ist „Franz“ an die virtuelle Kundenberaterin „SISy“ (Service-Interaktiv-System), ein Konzept der VR Bank Südpfalz, das Videotelefonie an verschiedenen Standorten ermöglicht. Der dort zusätzlich eingesetzte Avatar erweitert das klassische SISy-Angebot um digitale Services, die auch den Funktionen im Rathaus ähneln. Wie dieser Avatar wurde auch „Franz“ von der CUX GmbH entwickelt. Das IT-Dienstleistungsunternehmen aus Landau ist aus der VR Bank Südpfalz hervorgegangen und auf digitale Kundendialoge sowie KI-gestützte Avatar-Lösungen spezialisiert. Der Name „Franz“ war zunächst ein Projektname und nimmt Bezug auf Kaiser Franz Joseph I. von Österreich und seine Ehefrau Elisabeth von Österreich-Ungarn, besser bekannt als Kaiserin Sisi. (red)
Autor:Jennifer Warzecha aus Landau |
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