Update zur Brandursache
Mülldeponie in Heßheim in Flammen

Die Halle war teilweise eingestürzt, als die Feuerwehrleute eintrafen
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  • Die Halle war teilweise eingestürzt, als die Feuerwehrleute eintrafen
  • Foto: Feuerwehr Rhein-Pfalz-Kreis
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Update von Montag, 28. September 13.10 Uhr

Heßheim/Gerolsheim. Wie die App KATWARN und später meldete, brannte am Donnerstagmorgen, 24. September, eine Lager- und Sortierhalle für Wertstoffabfälle an der Landstraße 520. Am Donnerstag, 24. September, wurde gegen 4.30 Uhr der Alarm für den Brand bei der Süd-Müll GmbH gemeldet.  Die Lager- und Sortierhalle mit einer Grundfläche von 3.000 Quadratmetern stand bereits in Flammen, als die Rettungskräfte eintrafen, Teile waren schon eingestürzt. In der Halle befanden sich laut Feuerwehrangaben keine gefährlichen Abfälle.

Die Warnung an die Bevölkerung bestand seit 5.07 Uhr. Laut einer ersten Meldung gibt es keine Verletzten oder Todesfälle durch den Großbrand. Um 10.40 Uhr waren die Einsatzkräfte noch immer mit den Löscharbeiten beschäftigt. Diese werden noch längere Zeit andauern, denn in der Halle befindet sich noch immer brennbares Material. Da die Halle einsturzgefährdet ist, können die Einsatzkräfte nicht optimal arbeiten. Sobald das Feuer weiter eingedämmt ist,  soll ein Baufachberater des Technischen Hilfswerkes die Lagerhalle inspizieren, die Statik prüfen. Für eine vollständige Löschung des Brandes werden die Einsatzkräfte wohl schweres Gerät benötigen, voraussichtlich müssen Teile der Halle eingerissen werden, um an das Brandgut zu kommen, wie die Feuerwehr mitteilte.

Durch die alarmierten Einheiten des Technischen Hilfswerks (Bergungs- & Räumungskomponenten aus Worms, Neustadt und Ludwigshafen) wurde ab 16 Uhr das in der größtenteils einsturzgefährdeten Halle befindliche Brandgut mittels Radladern nach draußen verbracht und durch die Feuerwehr außerhalb abgelöscht. Entgegen der ersten Einschätzung dauerten diese Arbeiten länger als vermutet, da es sich um eine große Menge Brandgut handelte und die Radlader immer nur eine geringe Menge aufnehmen konnten. Da diese Arbeiten unter Atemschutz durchgeführt werden mussten, werden die Fahrer des THW auch regelmäßig gewechselt.

In dem bereits eingestürzten Teil konnte durch einen massiven Wassereinsatz von Wasserwerfern und Strahlrohren im Außenangriff das Feuer soweit gelöscht werden, wobei auch hier noch Nachlöscharbeiten und der Einsatz von schwerem Gerät notwendig waren.
Das vollständige Löschen des Brandes und das damit verbundene Einsatzende für die Feuerwehren, das THW, die Schnelleinsatzgruppen Sanität und Versorgung und die Polizei dauerte bis in die Nachtstunden an.

Die Feuerwehren aus Frankenthal, Ludwigshafen, die Feuerwehr Bobenheim-Roxheim und Worms waren mit rund 85 Einsatzkräften vor Ort. Ein Gefahrstoffzug des Rhein-Pfalz-Kreises ist ebenfalls im Einsatz.  Auch der Rettungsdienst und die Polizei sind vor Ort. Zur Mittagszeit wurden die ersten Kräfte ausgetauscht. Dies geschah gegen 18 Uhr erneut. Die Feuerwehren aus Bobenheim-Roxheim, Maxdorf und Frankenthal gewährleisten während des Einsatzes den Schutz der Verbandsgemeinde.

Die Rauchentwicklung ist weithin sichtbar
  • Die Rauchentwicklung ist weithin sichtbar
  • Foto: ps
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Keine Hinweise auf Ursache

Am Freitag, 25. September, hat die Kriminalpolizei Ludwigshafen zusammen mit einem von der Staatsanwaltschaft Frankenthal beauftragten Brandsachverständigen den Brandort begangen. Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand kann ein technischer Defekt ausgeschlossen werden. Es gibt keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung. Als Brandursache kommt eine Selbstentzündung auf Grund einer chemischen thermischen Reaktion in Betracht. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal hat den Brandort freigegeben. Die Schadenshöhe wird auf rund eine Million Euro geschätzt. Die Ermittlungen dauern an.

Warnung aufgrund des Großbrandes bei Heßheim

Aufgrund der weiterhin starken Rauchentwicklung werden die Anwohner im nördlichen Rhein-Pfalz-Kreis gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.  Die Verwaltung weist an an, Türen und Fenster im Bereich Heßheim, Heuchelheim und Gerolsheim geschlossen zu halten. Die Warnung wurde kurz vor 7.30 Uhr erweitert, der Gefahrenbereich erstreckt sich nun von Großkarlbach und Oberülzen bis nach Bobenheim-Roxheim. In diesen Bereichen sind aktuell Messfahrzeuge unterwegs, um die Luftbelastung zu messen. Ersten Informationen nach sind die Messungen alle negativ, es bestehe keine Gefahr. Lediglich eine Geruchsbelästigung durch Brandgeruch sei für die Bevölkerung spürbar.
Weiterhin wurde ein Bürgertelefon für die Einwohner der Verbandsgemeinde Lambsheim-Hessheim, aber auch sonstige Betroffene der Geruchsbelästigung geschaltet unter 06233 3791110. Dort können Fragen, gerade in Bezug auf den Betrieb der Schulen und Kindergärten, beantwortet werden.
Das betroffene Gebiet um die Deponie soll gemieden und der Weg für Einsatzfahrzeuge freigemacht werden. kim

Autor:

Kim Rileit aus Ludwigshafen

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