Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes
- Mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes in Bronze wurden Rudolph Löbel und Karl-Ernst Kühn
- Foto: Stefan Reichart
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Kusel. Der Kreisfeuerwehrverband Kusel blickte im Rahmen seiner Delegiertenversammlung auf ein ereignisreiches Jahr zurück und stellte zugleich wichtige Weichen für die zukünftige Entwicklung des Feuerwehrwesens im Landkreis. Zahlreiche Delegierte der Feuerwehren sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung nahmen an der Versammlung teil.
Zu Beginn richteten der Zweite Beigeordnete des Landkreises Kusel, Jürgen Conrad, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan, Christoph Schneider, sowie der Erste Beigeordnete der Ortsgemeinde Hoppstädten, Philipp Eicher, ihre Grußworte an die Versammlung. Sie würdigten das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrangehörigen und betonten die hohe Bedeutung des Feuerwehrwesens für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.
Ehrungen für besonderes Engagement
Ein Höhepunkt der Veranstaltung waren die Ehrungen verdienter Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden. Gemeinsam mit Norbert Braun wurden die Auszeichnungen des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz verliehen.
Mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes in Bronze wurden Rudolph Löbel und Karl-Ernst Kühn ausgezeichnet. In der Laudatio wurde besonders hervorgehoben, dass beide über viele Jahre ohne Führungsfunktion zuverlässig Verantwortung übernommen und sich jederzeit mit großem persönlichem Einsatz für ihre Feuerwehren engagiert haben.
Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber erhielten Lena Klinik, Kevin Zimmer, Michael Stemmler, Marcel Groß und Wolfgang Zander für ihre langjährigen und herausragenden Verdienste um das Feuerwehrwesen.
Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr
In seinem Tätigkeitsbericht berichtete der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Norbert Braun auch Brand- und Katastrophenschutzinspekteur vertreten (BKI) über zahlreiche Entwicklungen. Sorge bereite weiterhin die landesweit rückläufige Beteiligung an den Abnahmen der Feuerwehr-Leistungsabzeichen. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass Martin Mohr vom Stadtfeuerwehrverband Kaiserslautern künftig als Regionssprecher für die Pfalz auch den Landkreis Kusel auf Landesebene vertritt.
Besonders erfreulich ist, dass die Verbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz im Jahr 2027 im Landkreis Kusel stattfinden wird. Austragungsort wird Altenglan sein. Zudem wird der Landkreis künftig in zwei Arbeitskreisen des Landesfeuerwehrverbandes vertreten sein.
Auch im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes schreiten wichtige Investitionen voran. Für das kreisweite Wechselladerkonzept werden zwei Volvo-Wechselladerfahrzeuge für die Standorte Kusel und Wolfstein beschafft. Die lange erwartete Sandsackfüllanlage aus der Landesbeschaffung soll nach zahlreichen Verzögerungen im August am Standort Wolfstein ausgeliefert werden. Für den Standort Kusel ist zunächst die Beschaffung eines Abrollbehälters "Mulde" vorgesehen. In einem weiteren Beschaffungsschritt folgt ein Abrollbehälter "Hygiene" mit Duschen, Umkleiden und Sanitärbereich.
Ebenfalls vorangetrieben wurde der Bauantrag für das zukünftige Katastrophenschutzzentrum auf der Erlenhöhe in Konken.
Im Rahmen des Sanierungskonzeptes der Kreisverwaltung wurde bereits eine moderne Informations- und Kommunikationszentrale eingerichtet, die künftig den Verwaltungsstab im Katastrophenfall unterstützt. Darüber hinaus wird der bisherige Gerätewagen Atemschutz ersetzt sowie ein neues CBRN-Erkunderfahrzeug im Landkreis stationiert.
Solide Finanzen bestätigt
Kassenwart Kevin Zimmer stellte den Delegierten die Entwicklung der Verbandsfinanzen vor. Der Kreisfeuerwehrverband verfügt weiterhin über eine solide finanzielle Grundlage. Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie und ordnungsgemäße Kassenführung. Die Delegierten entlasteten den Vorstand anschließend einstimmig.
Im Anschluss präsentierte Kevin Zimmer den Haushaltsplan für das kommende Geschäftsjahr, der von der Versammlung ebenfalls beschlossen wurde.
Berichte aus den Fachbereichen
Für die Alterskameraden berichtete Peter Rech über die vielfältigen Aktivitäten auf Kreis- und Landesebene. Er dankte seinem Team insbesondere für die Unterstützung beim Geschicklichkeitsfahren der Feuerwehr-Einsatzfahrer sowie für die gute Zusammenarbeit innerhalb des Verbandes. Gleichzeitig kündigte er an, sich in seiner letzten Legislaturperiode zu befinden, und sprach den Wunsch aus, frühzeitig eine Nachfolge aufzubauen.
Der Sprecher der Wertungsrichter, Sven Studt, blickte auf das Geschicklichkeitsfahren der Feuerwehr-Einsatzfahrer zurück, das erneut auf großes Interesse stieß. Besonders erfreulich sei der Erfolg von Jens Braun, der sich als Sieger der Klasse A für den Landesentscheid am 19. September 2026 in Unkel qualifizieren konnte. Zudem informierte Studt über das Interesse einer Feuerwehr das Leistungsabzeichen erwerben zu wollen, und warb dafür, weitere Gruppen für diese traditionsreiche Veranstaltung zu gewinnen.
Da sich der Kreisjugendfeuerwehrwart im Urlaub befand, berichtete Kevin Zimmer stellvertretend über die Entwicklung der Kinder- und Jugendfeuerwehren. Neben den aktuellen Mitgliederzahlen hob er insbesondere das erfolgreiche Jugendzeltlager über Pfingsten 2025 in Odenbach hervor.
Im Fachbereich Ausbildung informierte Norbert Braun über die positive Entwicklung der Motorsägenausbildung. Trotz zwischenzeitlicher Diskussionen konnten die bisherigen Ausbildungsstrukturen erhalten werden. Zudem konnten zwei weitere Ausbilder gewonnen werden, wodurch künftig sowohl der nördliche als auch der südliche Landkreis noch besser betreut werden können. Über die Öffentlichkeitsarbeit berichtete Benjamin Allenbach. Die Social-Media-Kanäle des Kreisfeuerwehrverbandes auf Facebook und Instagram entwickeln sich weiterhin positiv. Besonders aktuelle Einsatz- und Veranstaltungsberichte sorgen regelmäßig für hohe Reichweiten.
Ausblick
Zum Abschluss der Versammlung wurde einstimmig beschlossen, die nächste Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes im Jahr 2027 in Altenglan auszurichten.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine digitale Meinungsabfrage über das Beteiligungssystem „Mentimeter“. Die Ergebnisse wurden anschließend offen und konstruktiv diskutiert und lieferten zahlreiche Anregungen für die zukünftige Verbandsarbeit.
Mit zahlreichen Ehrungen, wichtigen Investitionen in den Brand- und Katastrophenschutz sowie einem klaren Blick auf die kommenden Herausforderungen zeigte die Delegiertenversammlung eindrucksvoll, dass der Kreisfeuerwehrverband Kusel gut aufgestellt ist und gemeinsam die Zukunft des Feuerwehrwesens im Landkreis aktiv gestaltet. red
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |
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