Anklage wegen Totschlags nach Leichenfund im Wohnhaus in Kusel
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Kusel. Gegen den 61-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern nach Abschluss der Ermittlungen nunmehr Anklage wegen Totschlags zum Landgericht Kaiserslautern erhoben.
Aufgrund des Ergebnisses der umfangreichen Ermittlungen der Kriminaldirektion Kaiserslautern wirft die Staatsanwaltschaft dem 61-Jährigen vor, am 3. Februar 2025 die 56-jährige Frau im Keller ihres Wohnhauses mit einem kantigen, harten Gegenstand erschlagen zu haben. Unmittelbar voraus ging ein Streit über Bauleistungen im Keller, mit der die Frau den 61-Jährigen beauftragt hatte, und deren Vergütung
Insbesondere ging es um eine größere Bargeldsumme, die die Frau ein dreiviertel Jahr zuvor dem 61-Jährigen zwecks Beschaffung von Baumaterial gezahlt hatte, und die ihm nach seinen Angaben wenig später bei einem Verkehrsunfall entwendet worden waren. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Tat nicht geplant war, sondern aus Anlass des unmittelbar vorausgegangenen Streitgesprächs begangen wurde.
Der 61-Jährige bestreitet, etwas mit der Tat zu tun zu haben. Das Landgericht Kaiserslautern hat nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden. Der 61-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft.
Vorausgegangene Pressemeldung:
In einem Wohnhaus im Stadtgebiet war am späten Abend des Mittwochs vom 5. Februar 2025 eine 56-jährige Frau im Keller ihres Wohnhauses tot aufgefunden worden. Aufgrund des Ergebnisses der Obduktion gingen Polizei und Staatsanwaltschaft von einem vorsätzlichen Tötungsdelikt aus und führten entsprechende umfangreiche Ermittlungen durch. Diese Ermittlungen ergaben nunmehr einen Tatverdacht gegen einen 61-jährigen Mann aus dem Landkreis Kaiserslautern.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern erließ der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Kaiserslautern Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags. Haftgründe sind Verdacht auf Schwerkriminalität und Fluchtgefahr. Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen wurde die Frau im Keller getötet, dort, wo sie aufgefunden worden war. Der Verdächtige befand sich dort, weil er im Auftrag der 56-Jährigen Bauarbeiten ausführte, so wie er im Rahmen dieser Bauarbeiten zum wiederholten Mal dort gewesen war.
Zur Vorgeschichte ist bekannt, dass es im Zusammenhang mit den Bauarbeiten zu Streitigkeiten zwischen der 56-Jährigen und dem 61-Jährigen gekommen war. Die Ermittlungen laufen und umfassen die Frage nach dem Motiv. Der 61-Jährige hat von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Staatsanwaltschaft Kaiserslautern
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |
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