Entwicklungskonzept beim zweiten Innenstadtforum vorgestellt
Wie sieht Kandel in 20 Jahren aus?

Kandel. Beim zweiten „Innenstadtforum“ am 21. März in der Stadthalle standen zwei Themen auf der Tagesordnung. Im ersten Block ging es um das Thema Citymanagement. Dazu begrüßte Bürgermeister Günther Tielebörger Gäste aus Grünstadt, wo seit 2011 eine Stadtmanagerin tätig ist. Grünstadts Bürgermeister Klaus Wagner und Stadtmanagerin Melanie Cocimano erläuterten anhand von Beispielen den Nutzen eines professionellen Stadtmanagements.
Im zweiten Teil informierte das Büro Stadtimpuls, Landau, über das bisher erarbeitete Stadtentwicklungskonzept für Kandel, das Voraussetzung dafür ist, dass die Stadt in den Genuss des Förderprogramms „Aktive Stadtzentren“ kommt. Bei diesem auf zehn Jahre angelegten Förderprogramm winken Zuschüsse von 6 Millionen Euro.
Aus der Bestandsaufnahme im Zentrum sowie Bürgerbeteiligungen und Befragungen hat Dipl.-Ing. Michael Kleemann mit seinem Team ein Leitkonzept erarbeitet. Perspektivisch war dabei die Frage: Wie soll sich die Innenstadt von Kandel in den nächsten zehn bis 20 Jahren entwickeln?
Kleemann zerlegte das Zentrum gedanklich in drei Ost-West-Achsen: in der Mitte die Hauptstraße mit den Bereichen Einkaufen, Versorgen, Dienstleistung, im Süden der Dierbachweg, dem er die Kennzeichen Tourismus, Kultur zuordnete (Radweg, Bücherschrank), und im Norden die „Demografieachse“ (Marktstraße) mit der Grundschule, Stadthalle und dem VHS-Gebäude, dazwischen die Passagen als Nord-Süd-Verbindungen.
Förderfähige Maßnahmen gliederte Kleemann in drei Gruppen: öffentliche Maßnahmen wie Platzgestaltung, Infrastruktur, Grünflächen, private Maßnahmen wie die Sanierung und Modernisierung von Gebäuden im Innenstadtbereich, und schließlich Maßnahmen als Ergebnis der Bürgerbeteiligung, die sein Mitarbeiter Tobias Brokötter im Einzelnen vorstellte: 1) Gesundheits- und Rehazentrum (Ärztehaus), 2) Kandel barrierfrei, 3) Generationenzentrum, 4) Flair City (Fachwerk, Wasser, Grünanlagen), 5) Verknüpfung von Online- und Offline-Handel, 6) Wegeleitsystem, 7) Fahrradtourismus (angeregt wurde z.B. ein Reparaturstation am Dierbachweg), 8) Besucherlenkung, 9) neue Veranstaltungsformate (z.B. ein Passagenfest).
Als weiterer Konzeptbaustein ist die Einstellung eines Citymanagers angedacht, der sich um die Umsetzung der Projekte, aber auch um Immobilienmanagement und Imageentwicklung kümmern könnte.
Das fertige Entwicklungskonzept soll am 22. Mai dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden. Dann kann der Antrag nach Mainz zur Prüfung. Bei Genehmigung kann das Programm im August/September starten. hb

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