Solarboot-Cup 2018 des Landes Rheinland-Pfalz
„Sonnenfänger“ der RS+Kandel gewinnt

Das erfolgreiche Team des Solarboot-Cups 2018.
  • Das erfolgreiche Team des Solarboot-Cups 2018.
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Kandel. Das Solarboot „Sonnenfänger“ der Realschule plus Kandel hat dieser Tage zur Begeisterung aller anwesenden Besucher aus der Bienwaldregion die Gesamtwertung des Solarboot-Cups 2018 des Landes Rheinland-Pfalz auf dem Epple-See bei Neuburg/Rhein gewonnen. Nach einer Bestzeit in der Slalomwertung und einem dritten Platz in der Sprintwertung konnte das Boot aus Kandel mit den Steuermännern Luca Schmitt und Jonathan Meisner aus der Klasse 9c in der abschließenden Langstreckenwertung mit einem erneuten ersten Platz den Gesamtsieg mit 19 Punkten klarmachen. Darüber hinaus konnte das Solarboot aus Kandel auch den sogenannten „Norbert-Wilms-Preis“ mit nach Hause nehmen.Norbert Wilms war Lehrer und ein Solarboot-Enthusiast der allerersten Stunde im Berliner Raum. Ihm zu Ehren wird seit seinem Tod dieser wettbewerbsunabhängige Förderpreis vergeben, der mittels Publikumsabstimmung vergeben wird. Aber natürlich hatte das Kandeler Boot als Lokalmatador aus der Nachbarschaft von Neuburg unbestritten die größte Fangemeinde am Start und dadurch sicherlich einen nicht unerheblichen Heimvorteil. Nach anfänglich traumhaften Bedingungen musste die Organisationsleitung vom Pädagogischen Landesinstitut aus Speyer (PL) allerdings die Langstreckenwertung, bei der die erreichten Runden über einen Zeitraum von zwei Stunden zählen, wegen einer heraufziehenden Gewitterfront nach eindreiviertel Stunden aus Sicherheitsgründen abbrechen. Jedoch lag der „Sonnenfänger“ zu diesem Zeitpunkt mit drei Minuten Vorsprung weit vor den Verfolgern aus Speyer, Bad Bergzabern und Bad Dürkheim. Spannend machte das Ganze noch der Umstand, dass die Boote aus der Rennbootklasse bei ihren Überholmanövern so viel Wellenschlag erzeugten, dass jedes Mal Wasser in die offenen Kajak-Rümpfe des „Sonnenfängers“ schwappte, wodurch der Tiefgang permanent zunahm. Das „Boxenteam“ um den TuN-Lehrer Max Wagner und seinen Kooperationspartner Daniel Uebel überschlug bereits die Durchführbarkeit eines Boxenstopps zum Abpumpen der Rümpfe, als der vorzeitige Abbruch des Rennens alle Überlegungen in dieser Richtung überflüssig machten. Aber noch vor Ort wurden im Team in Bezug auf diese Problematik schon erste Lösungsansätze diskutiert.
Das kurz nach dem Abbau der Boote einsetzende Gewitter machte dann auch die für 16 Uhr angesetzte Siegerehrung zunichte; jedoch waren die Verantwortlichen des Pädagogischen Landesinstitutes (PL) so spontan, alle teilnehmenden Teams zu einem noch festzulegenden Termin zu einer Siegerehrung ins PL nach Speyer einzuladen.
Neben den zwei Steuermännern gehörten auch noch Silas Horn, Marc Mayer und Tobias Zapf (alle Klasse 9c) zu dem erfolgreichen Team, das durch den leidenschaftlichen Einsatz ihres Kooperationspartners Daniel Uebel von der Sonnenfänger GmbH aus Heuchelheim-Klingen sowohl in puncto Know-how, als auch durch adäquates Material aus dem Solarbau tatkräftig unterstützt wurde. Philipp Pesl aus der Klasse 9b gehörte zeitweise zum Bauteam, war jedoch am Regatta-Tag verhindert. Ein Schuljahr lang hat das Team um Max Wagner sich immer wieder mal mit dem Thema Solarboot auseinandergesetzt. Zunächst wurde im TuN-Unterricht der theoretische Zusammenhang von Photovoltaik, Spannung, Stromstärke, Akkukapazität und ähnliches besprochen. Dann wurden Konzepte aufgestellt, zum Teil verworfen und schließlich eines umgesetzt, außerdem mehrere gebrauchte Kajaks bei einem Wassersportverein erworben und aufpoliert und schließlich mit dem Aufbau auf den Kajaks sowie der elektrischen Verschaltung der elektrischen Komponenten (Solarmodule, Laderegler, Batterie und E-Motor) begonnen, wobei der Großteil der praktischen Arbeit sich effektiv auf die letzten zwei Monate konzentriert hat. Durch die reichhaltige Ausstattung in der Werkstatt der Sonnenfänger GmbH konnte das Team auf professionelles Equipment und vor allem auf die jahrelange Erfahrung eines Photovoltaik-Betriebsleiters zurückgreifen. Das war letztlich ein echter Segen für die Arbeit am Projekt und somit ein unermesslicher Baustein für den Erfolg des Teams, was das Team auch durch die Anleihe bei der Namensnennung für das Boot zum Ausdruck bringen wollte. Nochmals auch an dieser Stelle herzlichen Dank dafür an den externen Kooperationspartner Daniel Uebel!
Wenn das mal keine Erfolgsgeschichte ist! Aber bei allen Beteiligten war eben Enthusiasmus, Engagement und die Bereitschaft da, mehr als das normale Pensum zu leisten. Das ist nicht immer eine Garantie, aber doch zumindest eine gute Voraussetzung für Erfolg! Und nicht zuletzt ist dieses Projekt ein Musterbeispiel, wie Schule und außerschulische Partner erfolgreich zusammenarbeiten können! ps

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