VDK heute mit anderen Aufgaben
Auch nach 75 Jahren unentbehrlich
- Die neue Vorstandschaft des Vdk Hauenstein. Zweite Reihe rechts: die neue Vorsitzende Monika (mom“) Meyer
- Foto: Schächter
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Hauenstein. Der Sozialverband VdK Hauenstein wird in diesem Jahr 75 Jahre alt. In einem Festakt im Herbst wird dieses Jubiläum besonders gewürdigt.
Bei der kürzlichen Jahreshauptversammlung wurde Monika Meyer (62) zur neuen Vorsitzenden gewählt Und Monika Meyer stellt zu Beginn ihrer Amtszeit dieses besondere Jubiläum gleich in den Mittelpunkt ihrer Arbeit: Sie ist übrigens schon sehr lange Mitglied im Verein und gehört seit 12 Jahren dem 236 Mitglieder starken Jubiläumsverein im engeren Vorstand an. Sie betont in unserem Gespräch, dass der VdK genau 75 Jahre nach seiner Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg heute noch vielfältige Aufgaben in vielen Bereichen der sozialen Hilfe betreibe und dass es mehr denn je in einer sehr problematischen Zeit besonders darum gehe , „den VdK zu leben und nicht zu verwalten“. Auch nach 75 Jahren nach der Verbandsgründung sei noch viel zu tun.
Monika („mom“) Meyer, ist eine Frau, die immer ihren Mann steht. Unter ihrem Namen Monika Meyer kennen sie in Hauenstein eigentlich nur wenige. Aber wenn man nach der „mom“ fragt, wissen die meisten spontan, das ist die Moni von der Pirmasenser Zeitung mit dem Signum „mom“. In der Tat, Monika Meyer war seit Jahrzehnten das Gesicht der Pirmasenser Zeitung , die in Hauenstein in der Vergangenheit einen relativ kleinen, aber treuen Leserkreis hat. Jetzt hat sie mit 63 Jahren dieses journalistische Amt aufgegeben, der Ehrentitel „mom“ begleitet sie aber weiterhin.
Über ihr neues Amt sagt sie: „Ich bin froh, dass ich als neue Vorsitzende des VDK Hauenstein eine Aufgabe übernommen habe, in der ich mein Wissen und meine Verantwortung zum Wohle der sozialen Belange unserer Bürgerinnen und Bürger einbringen kann“. Und sie hat viel vor, wie sie im Gespräch mit viel Optimismus mitteilte. Die Aufgaben des Sozialverbandes VdK, der in der bittersten Nachkriegszeit vor allem für Kriegsversehrte, Kriegswitwen und Sozialrentner gegründet worden war, „hat zwar heute eine ganz andere Zielstruktur, aber die Hilfe für Menschen in sozialen Notlagen ist im Prinzip gleich geblieben“, unterstreicht die neue Vorsitzende. Und allein die Zahl der wachsenden Mitglieder – derzeit sind es rund 250 - zeige auf, welche Aufgaben diesem segensreichen Verband auch heute im sozialen und mitmenschlichen Bereich zukämen.
Es sei ihr nicht unerheblich zu betonen, „dass wir gerade in Hauenstein im Jahr 2025 unser 75 jähriges Jubiläum feiern können“. Dabei wolle die große Vereins-Familie auch all der Männer und Frauen gedenken, die in der Nachkriegszeit eine unglaublichen Willen zum Überleben gezeigt hätten. „Ich denke da ganz besonders an die jungen Kriegerwitwen, die uns mit ihrer Lebensleistung auch heute noch wahre Vorbilder sein können“. Aber auch die ehrenamtlichen Verantwortlichen von damals hätten mit dem Vdk dafür gesorgt, dass „es wieder langsam bergauf ging“. Einer dieser Männer, sei der 1989 verstorbene Jakob Schächter gewesen, der über drei Jahrzehnte beispielhaft den Verein geführt habe.
Besonders in der absolut großen Nachkriegsnot war damals der VdK ein unentbehrlicher Helfer besonders auch für die überaus zahlreichen jungen Kriegerwitwen gewesen, die heute noch als ganz besondere Vorbilder gelten. Der bisherige und jetzt scheidende Vorsitzende und pensionierte Bundeswehr-Oberst Joachim Sanden betonte, dass sich das Aufgabengebiet des VdK von der „damaligen Kriegsopfer-Betreuung in die vielfältigsten Verästelungen unserer heutigen Gesellschaft weiterentwickle“ und gerade heute immer wichtiger werde. Sanden, der vier Jahre den Verein mit Umsicht und Engagement geführt hatte, gab seinen Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen ab, sei aber nach wie vor bereit, in der neuen Vorstandschaft mitzuarbeiten. In seiner Zeit sei vor allem die Corona-Pandemie auch für den Verband sehr wichtig gewesen. Die Hauensteiner „Aktion Impfbus“ sei vor allem von älteren Menschen dankbar angenommen worden. In diesem Zusammenhang dankte Joachim Sanden, dem vor wenigen Wochen verstorbenen Manfred Keiner, der diese Idee nicht nur entwickelte, sondern sie auch als „spiritus rector“ eigenverantwortlich leitete. Manfred Keiner sei lange Zeit im Vorstand und insgesamt 41 Jahre Mitglied des VdK. gewesen: Die neue Vorstandschaft: Vorsitzende Moni „Mom“ Meyer, Stellvertreter Joachim Sanden, Kassenrechner Ulrich Lauth und Günter Schneider, Schriftführer Tobias Walter und Frauenbeauftragte Birgit Becker. Beisitzer Martina Theobald, Bernd Becker und Jens Bergdolt, Kassenprüfer Manuela Kerner und Werner König
Autor:Jürgen Bender aus Annweiler |
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