Hassloch 8-Balls feiern ihren12:7 Erfolg gegen die Saarland Hurricanes II
Nerven bewahrt und nie aufgegeben

Norman Schneider feiert seinen Touchdown.  | Foto: Melanie Seifert
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Haßloch. Am vergangenen Wochenende empfingen die Hassloch 8-Balls das Team der Saarland Hurricanes II zum letzten Heimspiel an der Adam-Stegerwald-Straße.
Wie auch schon in der Vorwoche war es eine Begegnung der direkten Tabellennachbarn und versprach ein spannendes Spiel zu werden. Knapp 300 Zuschauer sahen dann die erwartete Defenseschlacht. Beide Mannschaften egalisierten sich anfangs gegenseitig, bis die 8-Balls mit Norman Schneider das erste Mal die Verteidigung der Gäste durchbrechen konnten und der Ball in der Endzone war. Doch aufgrund eines Regelverstoßes wurde der Touchdown annulliert und es stand weiter 0:0. Die Saarländer machten es im Anschluss besser, sie erzielten im ersten Quarter einen Touchdown mit Extrapunkt und gingen mit 0:7 in Führung.
Im zweiten Quarter kamen die Gastgeber immer besser ins Spiel, waren oftmals in aussichtsreicher Position zu punkten, wurden aber mehrfach durch Regelverstöße ausgebremst. Dann endlich konnten die Pfälzer das erste Mal jubeln. Lulzim Muaremi bekam den Ball, schlängelte sich über 65 Yards an allen Verteidigern vorbei und lief in die Endzone. Der Extrapunkt von Kevin Kaiser misslang jedoch, somit musste man mit einem hauchdünnen Rückstand von 6:7 in die Pause gehen.
Nach der Pause ging es mit beiderseits starkem Defensespiel weiter. Immer wieder mussten die Mannschaften punkten oder es gab auf beiden Seiten Turnover und so blieb das dritte Quarter punktlos. Langsam lief den 8-Balls die Zeit davon. Die Gäste spielten in der Offensive taktisch klug, durch Laufspiel wurde viel Zeit von der Uhr genommen und die Defense stoppte den Angriff der Haßlocher ein ums andere Mal und verteidigte so die Führung. Doch aufgeben war für die 8-Balls keine Option, man wollte unbedingt noch einen Sieg vor heimischer Kulisse feiern. Mit lautstarker Unterstützung der Fans warf sich die Defense den Saarländern entgegen und hielt das Team im Spiel. Jeder wusste, dass ein weiterer Punktgewinn für die Gäste deren Sieg bedeuten würde.
Bei noch etwa sechs Minuten verbleibender Spielzeit bekam dann die Offense der 8-Balls eine letzte Chance und diese wurde eindrucksvoll genutzt. Gestartet von der eigenen 20-Yards-Linie wurde der Ball sicher und kontinuierlich über das Feld bewegt. Als die Zeit begann knapp zu werden, warf Sascha Ruffer einen Pass über 25 Yards auf Lulzim Muaremi, der den Ball fing und in die Endzone trug. Der Jubel war aber auch hier leider verfrüht, da Muaremi seinen Helm bei einem Tackle Versuch des Gegners verloren hatte und der Touchdown somit nicht zählte. Doch die 8-Balls standen nur noch 5 Yards von der Endzone der Canes entfernt und als Norman Schneider den Ball dort hineintrug, brachen alle Dämme und die erstmalige Führung wurde frenetisch bejubelt. Die anschließende Two Point Conversion wurde nicht verwandelt und es stand 12:7.
Das Spiel war aber nicht zu Ende, den Canes standen noch 47 Sekunden zur Verfügung, um zu punkten. Spätestens jetzt saß niemand mehr auf seinem Platz und alle im Stadion machten soviel Lärm wie sie nur konnten, um die Defense in dieser alles entscheidenden Phase zu unterstützen. Ein langer Pass des Saarländer Quarterbacks wurde sehr gefährlich, doch konnte dieser von seinen Receivern nicht festgehalten werden. Es waren nur noch 8 Sekunden zu spielen, der Quarterback versuchte erneut ein Passspiel, doch musste er dem starken Druck der Haßlocher Defense ausweichen, die Zeit lief aus und die 8-Balls bejubelten ihren Last-Minute-Sieg.
Bei der anschließenden traditionellen Abschlussfeier wurde mit Freunden, Fans und Familie bis tief in die Nacht ausgelassen gefeiert. Nun geht es noch dreimal auf Auswärtsfahrt, die nächste Begegnung findet am Sonntag, 4. August, um 15 Uhr beim Tabellenführer Bad Kreuznach Thunderbirds statt. Bad Kreuznach und der Tabellenzweite, die Haßloch 8-Balls, haben zurzeit je 8:2 Punkte.ps

Norman Schneider feiert seinen Touchdown.  | Foto: Melanie Seifert
Kein Durchkommen möglich. | Foto: Melanie Seifert
 Fotos (3): Melanie Seifert | Foto: Melanie Seifert
Autor:

Laura Braunbach aus Neustadt/Weinstraße

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