BriMel unterwegs
Stage bebt mit ElVille Blues Band und Lucky Wüthrich
- Die ElVille Blues Band mit Gastmusiker Lucky Wüthrich
- Foto: Brigitte Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Haßloch. Am 19. Oktober hatte die Bürgerstiftung Haßloch wieder musikalische Highlights in die Alte Brauerei Löwer eingeladen. Die ElVille Blues Band gehört zu den Stammmusikern und die wiederum bringen monatlich einen anderen Gastmusiker mit. Der heutige Special Guest war der 30-jährige Lucky Wüthrich aus der Schweiz, der nach diesem erfolgreichen Abend sehr glücklich aussah. Eingebettet in die wundervolle ElVille Blues Band mit den gestandenen Musikern Tom Schaffert (Gitarre), Sam Sommer (Schlagzeug), Frowin Ickler (Bass) und Tom Karb (Hammond) gab es handgemachte Musik, die das Löwer-Publikum aus dem Häuschen geraten ließ. Diese Premiere geht in die Musikgeschichte ein! Ein Newcomer, der für den „Swiss Blues Award 2025“ nominiert war und den „Best Emerging Act 2025“-Award der Swiss Blues Awards gewann.
19 Uhr Einlass und es duftete nach frisch zubereitetem Essen für die Bandmitglieder, damit sie frisch gestärkt den Abend auf der Bühne durchhalten. Soundcheck war erfolgreich und der Saal füllte sich zusehends. An der Technik souverän wie immer Frank Ruppert und Bandfotograf Wolfgang Schumann hielt den Abend mit seiner Kamera fest. Der Vorsitzende der Bürgerstiftung Heinz-Joachim Klein hatte die Lichttechnik eingestellt und die ehrenamtlichen Hilferinnen und Helfer an der Bar waren ebenfalls einsatzbereit. Blues vom Feinsten stand auf dem Programm mit einem „Neuen“ namens Lucky Wüthrich, den es heute zu entdecken galt. Ihn wollten viele erleben, denn es musste sogar noch nachbestuhlt werden.
Die Begrüßung erfolgte durch Heinz-Joachim Klein, der die Musiker ein wenig vorstellte. Lucky ist hier noch unbekannt, wurde aus dem Hochadel des Blues von Philipps Frankhauser aber hoch gelobt. Er bringt die Tiefe in die Songs und kommt Ultra cool rüber. Nach einem kurzen Statement von Frowin Ickler legte die Band dann auch gleich los. Der junge Lucky mit Hut, Jacke, Kreuzohrring und seiner Gitarre war schon optisch ein Hingucker. „Talking about the Blues“ machte den Einstieg in den durch und durch mit eigenen Songs bestückten Abend. Tom Karb an der Hammondorgel hatte einen Solopart und die Spielfreude von der Bühne schwappte sofort aufs Publikum über. Immer wieder ein Gitarren-Triple der drei Musiker untereinander, das sich einfach besonders anhörte und den Atem stocken ließ. Fünf Vollblutmusiker auf der Bühne und über 100 musikbegeisterte Gäste bildeten eine Einheit. Auch während der folgenden Stücke „My kind of music“, „Tore Down“, „Fussin and naggin ….“, „Keep it on ice“, „How long“, „Steady“ und „Show Soul“ im ersten Set wurde applaudiert, gepfiffen, gejohlt und geklatscht. Alleine die Schweizer Sprechstimme von Lucky Wüthrich war angenehm, der zwischen den einzelnen Songs kleine Anekdoten zum Besten gab und auch erzählte, dass sein Auto kaputtgegangen sei und er mit einem Leihauto hierherfahren musste. Das Publikum sollte immer wieder Passagen mitsingen, das machte ihn sehr glücklich. Es wurde viel gelacht, hatte der Künstler doch bereits in seinen jungen Jahren schon viel erlebt, eine verlorene Liebe und einen Auftritt in einem Kloster. Die Gitarristen lieferten sich immer wieder ein Battle auf höchstem Niveau. Die Stage bebte bei dieser Performance.
Während der Pause gab es einen großen Andrang am LP- und CD-Koffer von Lucky Wüthrich, Signierwünsche wurden erfüllt und der sympathische junge Mann plauderte auch gerne mit seinen neuen Fans. Frowin Ickler bat die Konzertbesucher wieder ihre Plätze einzunehmen für das zweite Set. Einmal soft und einmal hart ging es zur Sache und die Saiten wurden in Wallungen gebracht. Mit der Set-Liste „Pretty Baby“, „Thinking about you“, „Born to die“, „I just wanna do my thing“, „What did you do“, „Fire in my soul“ und „Luckys…..“ zeigte er die ganze Bandbreite seines Könnens. Die Bandvorstellung folgte und natürlich wurde nach einer Zugabe verlangt, die noch einmal alles abverlangte und schneller und schneller wurde. Ausgepowert und glücklich verließ die Band die Bühne, die nächsten Auftritte wartet auf sie.
Pressetext: Der Schweizer Blues-Mann hat die Sinnlichkeit in den Blues zurückgebracht.
Nicht nur, dass der Herr mit dem Lausbubengesicht zu den großartigsten Gitarristen des Landes zählt, er schreibt auch seine Songs in Eigenregie und trumpft mit einer Stimme auf, die soviel tiefer schürft. Wenn der 30-jährige Thuner in die Gitarrensaiten greift und mit dieser außergewöhnlichen, soulgetränkten Stimme, gepaart mit einer Emotionalität, die wahrscheinlich irgendwo tief hinter seinen Rippen entsteht, seinen Songs eine schier körperlich spürbare Dringlichkeit verleiht, dann wird allen klar: Lucky Wüthrich ist ein durch und durch ehrlicher, authentischer und hochtalentierter Musiker. Ob er sein gebrochenes Herz oder seine Liebe zur Musik besingt, ob er Anteil nimmt am Schicksal von Freunden, er berührt mit seiner unverblümten, ehrlichen Art, seine Welt zu beschreiben. Unüberhörbar bleibt dabei seine Liebe zur amerikanischen Musik, deren Geschichte und Interpreten, die die heutige Musik für immer prägten und veränderten.
QUOTES:«Blues ist nicht etwas, bei dem du ein bisschen den Clown machst», sagt Produzent Philipp Fankhauser. «Es ist furchtbar ernste Musik, bei der es wahnsinnig Spaß macht, sie zu spielen.» Die Authentizität, die Ehrlichkeit, den Respekt: Das alles habe Lucky Wüthrich. «Ich habe in den letzten 30 Jahren in der Schweiz niemanden gehört, der den Blues so spielen und singen kann wie er!», sagt Fankhauser.Die ElVille Blues Band ist sehr stolz darauf, Euch diesen Ausnahmekünstler präsentieren zu dürfen.Die Blues Sessions sind seine ersten Konzerte überhaupt in Deutschland!
Verpasst und neugierig geworden? Dann gibt es noch folgende Blues-Session-Termine mit ihm in dieser Woche: 20.10. Museumsscheuer in Dossenheim, 21.10. Badehaisel in Wachenheim und 22.10. „Das Haus“ in Ludwigshafen. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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