Straßenarbeiten und neue Markierungen in Frankenthal ab Mai
- Straßenarbeiten, neue Markierungen und Sanierungen prägen aktuell das Stadtbild in Frankenthal. Die Stadt ist in die Umsetzung ihres Sanierungs und Modernisierungsjahrzehnts für Straßen und Mobilität gestartet.
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Frankenthal. Im Stadtgebiet kommt es aktuell an mehreren Stellen zu Arbeiten an Straßen und Markierungen. Fahrbahnteilsperrungen, neue Linienführungen und frische Deckschichten prägen das Bild und zeigen den Start des Sanierungs und Modernisierungsjahrzehnts für Straßen und Mobilität.
Grundlage der Maßnahmen sind der genehmigte Doppelhaushalt 2026 und 2027 sowie das Straßensanierungs und Straßenausbauprogramm für die Jahre 2025 bis 2030. Ziel ist es, die Infrastruktur langfristig zu sichern, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Mobilität integriert weiterzuentwickeln.
„Wir haben die strukturellen Voraussetzungen geschaffen. Jetzt geht es los“, erklärt Oberbürgermeister und Baudezernent Dr. Nicolas Meyer. Gleichzeitig verweist er auf angespannte finanzielle und personelle Rahmenbedingungen und betont die Bedeutung eines schrittweisen Vorgehens.
Aktuelle Arbeiten im Stadtgebiet
Zu den derzeit sichtbaren Maßnahmen zählen Markierungsarbeiten an wichtigen Knotenpunkten wie Neumayerring, Mahlastraße und Europaring. Sie sollen die Verkehrsführung klarer machen und die Sicherheit erhöhen.
Zusätzlich werden Deckschichtsanierungen und punktuelle Ausbesserungen unter anderem in der Gartenstraße, der Georg Metz Straße und der Flomersheimer Straße umgesetzt. Ergänzt wird dies durch eine laufende Schlaglochsanierung im gesamten Stadtgebiet.
Dank eines neuen Rahmenvertrags können Reparaturen schneller ausgeführt werden. In den vergangenen Wochen wurden mehr als 13 Tonnen Material verarbeitet, um Schäden zügig zu beseitigen.
Sanierungsbedarf systematisch angehen
Wie viele Kommunen steht auch Frankenthal vor einem über Jahre gewachsenen Sanierungsbedarf. Das Straßenausbauprogramm sorgt für eine transparente Priorisierung und bleibt zugleich flexibel für akute Schäden oder Fördermöglichkeiten.
Zu den prioritären Projekten gehören die Carl Theodor Straße, die sich in der Planung befindet, sowie die Elisabethstraße. Grundlage ist eine systematische Zustandsbewertung des Straßennetzes, die mit den politischen Gremien abgestimmt wurde.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung bestehender Instrumente. Neben dem Vertrag für Schlaglochsanierungen wird ein zusätzlicher Rahmenvertrag für Fahrbahnmarkierungen vorbereitet. Im Fokus stehen sicherheitsrelevante Bereiche wie Schulen, Kitas, Senioreneinrichtungen und der Radverkehr.
Mobilität strategisch weiterentwickeln
Parallel treibt die Stadt die strategische Mobilitätsplanung voran. Mit zwei neu besetzten Stellen in der Mobilitäts und Verkehrsplanung stehen erstmals seit Jahren wieder ausreichende fachliche Kapazitäten zur Verfügung.
Ein zentrales Projekt ist das Frankenthaler Verkehrsmodell. Das Vergabeverfahren wird derzeit vorbereitet. Das digitale Modell soll helfen, Verkehrsströme zu analysieren und die Auswirkungen geplanter Maßnahmen belastbar zu bewerten. Grundlage bilden Verkehrszählungen, Haushaltsbefragungen und strukturelle Daten.
Das Verkehrsmodell fließt in das integrierte Mobilitätskonzept ein und ist Teil des Stadtentwicklungsprozesses „Frankenthal 2035“. Dabei werden Perspektiven aus Vereinen, Verbänden und Beiräten einbezogen. Wie die Stadt Mannheim mitteilt, gelten solche integrierten Modelle als wichtige Grundlage für langfristige Verkehrsentscheidungen.
Radverkehr sichtbar stärken
Auch für den Radverkehr werden bereits konkrete Projekte umgesetzt. Am Bahnhaltepunkt Flomersheim wurde mit VRNnextbike erstmals ein Angebot in einem Vorort geschaffen. Eine Ausweitung auf weitere Stadtteile ist geplant.
Der neue Fahrradparkturm am Hauptbahnhof steht kurz vor der Fertigstellung und soll nach aktueller Planung pünktlich zum Strohhutfest in Betrieb gehen. Die vollautomatische Anlage bietet sichere und witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten direkt am zentralen Mobilitätsknoten.
„Unser Ziel ist eine Mobilität, die unterschiedliche Verkehrsträger sinnvoll verbindet, die Verkehrssicherheit stärkt und die Lebensqualität verbessert“, so Dr. Nicolas Meyer.
Umsetzung unter anspruchsvollen Bedingungen
Die Arbeiten erfolgen unter weiterhin anspruchsvollen finanziellen und personellen Bedingungen und werden durch Förderprogramme unterstützt. Der Bereich Straßen und Mobilität ist Teil eines gesamtstädtischen Sanierungsansatzes, der auch Sportstätten sowie Gebäude umfasst.
Der Abbau des Sanierungsstaus wird Zeit brauchen. Der Einstieg ist jedoch gemacht. Die Stadt bittet die Bürgerschaft, weiterhin den Mängelmelder zu nutzen, um Schäden im Straßenraum unkompliziert zu melden.
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |