Einfache Anwendung, geringer Nutzen im Alltag
Laientest für Zuhause

Grundsätzlich ist die Anleitung klar zu verstehen. Leider sind viele Fachbegriffe verwendet, nur wenige können mit dem Begriff „immunchromatographischer Assay“ etwas anfangen.
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  • Grundsätzlich ist die Anleitung klar zu verstehen. Leider sind viele Fachbegriffe verwendet, nur wenige können mit dem Begriff „immunchromatographischer Assay“ etwas anfangen.
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Coronavirus. Der Laientest ist neben den Testungen in Testzentren und innerhalb der Schulen und Unternehmen eine Möglichkeit, auch Zuhause einen Schnelltest vorzunehmen. Für rund fünf Euro erhält man in Drogeriemärkten oder im Supermarkt diesen Test. Er sei schnell und unkompliziert, heißt es. Ist es tatsächlich so? Und vor allem: Was bringt dieser Test? Ein Selbstversuch.

Laientest: So geht’s

Grundsätzlich ist die Handhabung des Laientests einfach. In der Packung sind meist ein Test mit den dazugehörigen Utensilien. Verpackung öffnen, Anleitung durchlesen und nach der Anleitung den Test durchführen:
Mit einem Wattestab wird im vorderen Nasenbereich ein Abstrich gemacht. Bei diesem Test steht, dass man dafür rund 15 Sekunden pro Nasenloch braucht. Im Anschluss wird das Stäbchen in eine Lösung gegeben, dort ebenfalls gedreht und danach wird eine genau definierte Anzahl von Tropfen auf den Tester gegeben. Nach rund 15 Minuten kann man das Ergebnis ablesen.
So weit so gut: Doch immer wieder hört man, dass es zu falsch positiven Ergebnissen kommen könnte. Der vorherige Konsum von Kaffee oder Cola soll den Test beeinflussen. „Wir haben die Info, auch ein Minz-Bonbons kann das Ergebnis verändern“, berichtet Max Leppla von der DLRG. Allerdings gibt es weder auf der Verpackung des Laientests noch auf der Internetseite der Hersteller hierzu eine Information. Auch die Pressestelle des Bundesministerium für Gesundheit antwortete nicht auf unsere Anfrage, stattdessen wurde an die Hersteller und das Paul-Ehrlich-Institut verwiesen.
Wie viele Testergebnisse tatsächlich falsch sind, wird nirgendwo dokumentiert, denn ein positiver Laientest muss zunächst mit einem positiven Schnelltest in einem der Schnelltestzentren bestätigt werden - erst dann geht es zum PCR-Test, dem einzigen Test, dessen Ergebnis in die Inzidenz einfließt.
Noch etwas gilt es bei der Anwendung von Laientests zu bedenken: Die Tests müssen richtig aufbewahrt werden. Vorweg: Das ist nicht schwer und recht simpel, wenn man die sehr technischen Anweisungen auf der Verpackung versteht oder sich alternativ die Zeit nimmt und den Beipackzettel bis zum Schluss durchliest.
Je nach Test darf dieser nur in einem gewissen Temperaturbereich gelagert werden, beispielsweise zwischen 5 und 30 Grad. Auch soll der Test keiner direkten Sonneneinstrahlung oder Feuchtigkeit ausgesetzt werden.

Fazit:

Der Laientest für Zuhause ist nicht kompliziert durchzuführen und es sind nur wenige Dinge zu beachten.
Aber: Außer für sich selbst etwas Sicherheit, bringt der Test rein gar nichts. Er ist weder im Einzelhandel anerkannt noch im Seniorenheim. Hierzu muss ein Test in einem qualifizierten Testzentrum durchgeführt werden. Diese können dann eine Bestätigung aushändigen, mit dieser darf man dann am „Alltag“ teilnehmen, so es denn der Inzidenzwert zulässt. Noch sind nur wenige Testzentren an eine App wie die Corona Warn App angeschlossen. Das bedeutet, dass man das Ergebnis nicht digital vorweisen kann, sondern eben für 24 Stunden das Bestätigungsschreiben bei sich führen muss. gib

Autor:

Gisela Böhmer aus Frankenthal

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