Frankenthal will Opferhilfe sichtbarer machen
- Frankenthal und der Weisse Ring wollen Opferhilfe und Prävention vor Ort enger miteinander verknüpfen.
- Foto: Stadtverwaltung Frankenthal (Pfalz) Pressestelle
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Frankenthal. Wer nach einer Straftat Hilfe braucht, soll in Frankenthal schneller von passenden Anlaufstellen erfahren. Die Stadt will ihre Zusammenarbeit mit dem Weissen Ring ausbauen und hat dazu in dieser Woche Vertreter der Organisation im Rathaus empfangen.
Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer traf sich mit Joachim Bossek und Ingrid Weißmann, die die Außenstelle Frankenthal, Rhein-Pfalz-Kreis und Speyer kommissarisch vertreten. Gemeinsam mit Mitarbeitenden der Stadtverwaltung besprachen sie, wie sich Opferhilfe und Kriminalprävention vor Ort stärker verzahnen lassen.
Im Mittelpunkt standen nach Angaben der Stadt Frankenthal nicht nur Hilfen für Betroffene, sondern auch konkrete Präventionsangebote. Joachim Bossek bringt dafür jahrzehntelange Erfahrung aus der Kriminalpolizei mit und engagiert sich beim Weissen Ring unter anderem mit Vorträgen und Workshops zu verschiedenen Kriminalitätsphänomenen.
Erste Schulungsbedarfe schon benannt
An dem Austausch beteiligten sich auch Bereiche aus Jugend, Familie und Soziales, Ordnung sowie Arbeitsschutz. Dabei identifizierten Stadt und Weisser Ring erste konkrete Schulungsbedarfe. Nun prüfen beide Seiten, welche Angebote bestehende Unterstützungs- und Präventionsstrukturen in Frankenthal sinnvoll ergänzen können.
Ein nächster gemeinsamer Termin steht bereits fest. Der Weisse Ring will sich beim nächsten Orange Day in Frankenthal einbringen. Außerdem planen Stadt und Organisation weitere Informations- und Präventionsangebote. Auch gemeinsame Aktionen zur Unterstützung der Opferhilfe und zum Einwerben von Spenden stehen im Raum.
Für Betroffene ist vor allem wichtig, dass es bereits konkrete Hilfe gibt. Der Weisse Ring bietet persönliche Unterstützung durch geschulte ehrenamtliche Ansprechpersonen vor Ort. Zusätzlich ist das bundesweite Opfer-Telefon unter 116 006 täglich von 7 bis 22 Uhr kostenfrei und anonym erreichbar. Auch eine anonyme Onlineberatung steht bereit.
Weitere Informationen zur Opferhilfe, zu Ehrenamt und Spenden gibt es unter www.weisser-ring.de.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |