BriMel unterwegs
Publikumsmagnet Hans-Peter Briegel im Historischen Rathaus

Autor Wolfgang Stephan und Fußballlegende Hans-Peter Briegel | Foto: Brigitte Melder
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Hochdorf-Assenheim. Am 21. Januar fand wiederum eine Lesung mit Talk zwischen Autor Wolfgang Stephan und Fußballlegende Hans-Peter Briegel statt. Dieses Mal besuchte das Duo das Historische Rathaus in Assenheim, Langstraße 25, um die Biografie von Hans-Peter Briegel, die „Walz aus der Pfalz“ vorzustellen.

Nach dem hervorragenden zweitägigen Auftakt am 8./9. Dezember in der Kulturkapelle Limburgerhof zog mich die Neugierde nach Assenheim. Wie würde es hier wohl werden? Begleiten Sie mich über 2,5 Stunden in lockerer Atmosphäre und neuen Ausführungen, die keine Langeweile aufkommen ließen.

Der prall gefüllte Raum im ersten Obergeschoß fasste 90 Gäste, überwiegend aus Männern bestehend. Es ist einfach unglaublich, was für einen Hype dieser ehemalige Fußballspieler Hans-Peter Briegel auslöst, dass alle Events so super gefragt sind. Er ist halt „Die Walz vun de Palz“ und die Pfälzer huldigen ihrem Idol. Bis es um 19 Uhr losgehen sollte, wurde gefachsimpelt und in Erinnerungen geschwelgt. Der Landtagsabgeordnete Johannes Zehfuß aus Böhl-Iggelheim war gekommen und was vielleicht nicht viele wissen ist, dass er in früheren Jahren in Hochdorf-Assenheim Handball gespielt hatte und seinen „Heimatbesuch“ mit der Buchvorstellung von Hans-Peter Briegel verband. Auch der ehemalige Bundestagsabgeordnete Christian Schreider kam und nicht nur, weil er im Sportausschuss ist, sondern weil auch er große Stücke auf Hans-Peter Briegel hält. Nicht zu vergessen ist FCK-Fan und Tennisclub-Vorsitzender Stefan Naumer, der gemeinsam mit Christian Wahl Hans-Peter Briegel zur Lesung nach Limburgerhof „geködert“ hat und heute bereits das vierte Mal mit ihm ein Stelldichein hat. Hans-Peter Briegel war sein Jugendidol vom Anfang bis zum Ende einer  sensationellen Fußballerkarriere.

Der Verbandsbürgermeister Walter Schmitt kündigte die beiden besonderen Gäste an und erzählte eine kleine Anekdote, die ihn 1986 mit Hans-Peter Briegel im Feuerwehrhaus verband. Er stellte den Journalisten und Autor des Buches Wolfgang Stephan als einen
gebürtigen Pfälzer vor, den es von Sankt Martin nach Hamburg verschlug. Dieser betrat dann unter kräftigem Applaus die Bühne. Es sei die 20. Veranstaltung und schwärmte noch vom Tag zuvor in Rodenbach, wo eine Rekordbesucheranzahl von 200 Gästen gezählt
wurde. Kein Wunder, denn Hans-Peter Briegel wuchs dort auf und hat seine ersten Schritte im Fußball beim SV Rodenbach gemacht bevor er zum 1. FC Kaiserslautern wechselte. Er erwähnte den Besuch in Limburgerhof und dass sie mittlerweile schon ein bisschen
erfahrener seien als zu Beginn. Er bedankte sich für die Organisation und die Einladung. Mit Hinweis auf die Vorgehensweise bei der Talkrunde von Ina Müller ließ er anstelle Bierdeckel vorgedruckte Fragekärtchen verteilen für die abschließende Fragerunde aus dem Publikum. Nach seinem humorvollen Entreé las er ein paar Abschnitte aus dem Buch, erzählte, wo er und Hans-Peter Briegel sich kennengelernt haben und wo sie gemeinsam Urlaub machten, nämlich in Marbella/Spanien. Man habe sich von Anfang an gut verstanden und eine Biografie schwebte im Raum als Hans-Peter Briegel seinem 70. Geburtstag entgegensah. Das über 300 Seiten verfügende Buch entstand zwischen April und Oktober und es blieb keine Zeit für Ruhe. Resümee „Er ist Mensch geblieben, hat sich nie als Heroe gefühlt und kennt seine alten Freunde aus der Jugend noch. Dass er das geschafft hat, ist wohl wichtiger als so mancher Fußballtitel.“ Er leitete die Talkrunde, was ihm jedoch heute nicht widerstandslos gelang, denn Hans-Peter Briegel war gut aufgelegt und sein Redefluss kaum zu bremsen.

Hans-Peter Briegel erzählte, dass er sich für alle Sportarten interessiere und kenne sich vor allem im Handball gut aus, da er selbst Handball gespielt hatte. Er ist auch anderen Sportarten gegenüber aufgeschlossen. In seiner Jugend war er erfolgreicher Leichtathlet und gewann mehrere deutsche Meistertitel. Durch seine Arbeit im landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern musste er schon immer mit anpacken, da gab es einiges zu tun. Also eignete er sich Kraft und Schnelligkeit im Nu an und auch des Stallausmistens war er mächtig. Er erwähnte den Trainer Erich Ribbeck, der eine Postkarte bekam, um sich den 22-jährigen Mittelstürmer des SV Rodenbach live anzuschauen.

Das tat er und war danach restlos begeistert, so dass er das Talent auf den Betzenberg nach Kaiserslautern holte. 1979 bestritt Briegel sein erstes Länderspiel und somit fielen die Stallarbeiten auf dem Hof seines Vaters flach. Er war schon immer ein Mann der Provinz und sieht sich heute noch als Straßenfußballer. In seiner Jugend bestritt er viele Mutproben und seine Mutter habe es schwer mit ihm gehabt. Er erzählte von der Europameisterschaft, wo er in Italien den liebevollen Titel „El bisonte – der Bison“ verliehen bekam. Er kündigte damals gegenüber der RHEINPFALZ an „Wenn Deutschland Europameister wird, lasse ich mich volllaufen und wenn nicht, erst recht“. Er erinnert sich gerne an den Empfang am Frankfurter Römer nach dem EM-Sieg. Ganz Rodenbach stand Kopf und mehr als 2000 Fans feierten ihr Idol. Er hat bei 34 Spielen beim UEFA-Cup mitgespielt, Angebote von europäischen Ländern flatterten ins Haus. Verona hat den Zuschlag bekommen, aber er musste erstmal im Atlas nachschauen, wo denn Verona überhaupt liegt. Das Publikum amüsierte sich bestens. Der Empfang 1986 hat ihn richtig beeindruckt. 1982 und 1986 wurde die deutsche Nationalmannschaft als Vizemeister gefeiert.

Als teutonischer Hüne spielte der Pfälzer in Italien immer wieder gegen den berühmten argentinischen Fußballspieler Diego Maradona. Hans-Peter Briegel erzählte locker, humorvoll und herrlich unkompliziert Anekdoten aus seinem Fußballeben. Er hat noch nie einen Manager gehabt und sich immer selbst gemanagt. Er ist immer gut damit gefahren und Hellas Verona hat ihm damals sogar die geforderte doppelte Ablösesumme bereitwillig gezahlt. Die schönste Zeit sei die Winterzeit in Verona am Gardasee gewesen, da er dort Ruhe hatte und auch italienisch lernte. Er erzählte von seinen vielen Reisen und vergaß ganz, was ihn Wolfgang Stephan ursprünglich gefragt hatte. Ja, er hatte wirklich viel zu erzählen und das Geplänkel zwischen den beiden Männern war höchst amüsant.
Es war höchste Zeit die Fragekärtchen zu verteilen, denn 1,5 Stunden waren bereits vorbei, so lange hatte es noch nie gedauert. Die beiden Protagonisten fragten und beantworteten alle Fragen oder verwiesen zum Teil auf das ausliegende Buch, in dem sich alle Antworten befänden. Die letzte Frage, ob es ein Hörbuch geben würde, ließ Briegel offen, denn er wüsste nicht, wer es vorlesen sollte. Der Schauernheimer Fußballspieler Kurt Lang, der 1983/84 zusammen mit Briegel im Profikader vom 1. FC Kaiserslautern spielte, wurde an der Bühne begrüßt und Bürgermeister Walter Schmitt bedankte sich mit netten Worten und einem kleinen Präsent.

Es wurde die längste Veranstaltung, die sie hatten und die lange Menschenschlange für Selfies und Signaturen war ja auch noch „abzuarbeiten“. Ein geduldiger Hans-Peter Briegel ließ keinen einzigen Wunsch offen und versprach beim nächsten Mal wieder nach Hochdorf-Assenheim zu kommen. Das erlesene Buch wird durch die 21 Buchvorstellungen in verschiedenen Locations nun
wohl mit großer Neugierde gelesen. (mel)

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Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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