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Arbeiten im Altersheim Bruchmühlbach-Miesau: Pflegekräfte aus dem Ausland – Erfahrungen

Arbeiten im Altersheim Bruchmühlbach-Miesau: Die Erfahrungen sind positiv. Die jungen Tunesier werden in der Einrichtung sehr geschätzt, auch unter den Bewohnern.  | Foto: Haus Edelberg
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Arbeiten im Altersheim Bruchmühlbach-Miesau. Seit anderthalb Jahren arbeiten 4 tunesische Azubis im Haus Edelberg, mit dem Ziel, Gesundheits- und Krankenpfleger zu werden. Im Interview berichten sie über die Herausforderungen im Alltag von Pflegekräften aus dem Ausland, über anfängliche Sprachhürden und wie sie sie bei der Arbeit im Alterheim Bruchmühlbach-Miesau meisterten.

Die 4 jungen Leute aus Tunesien waren dem Tipp ihrer ausländischen Arbeitsagenturen gehört, im Haus Edelberg anzufangen. Das Altenheim in Bruchmühlbach-Miesau arbeitet mit Arbeitsagenturen in vielen Ländern der Welt zusammen – auf der Suche nach Top-Bewerbern aus dem Ausland. Für die Azubis ist der neue Job ein Hauptgewinn, mit sicherer Zukunft und solidem Gehalt.

Die anfänglichen bürokratischen Hürden und sprachliche Barrieren waren hoch. Dank der Unterstützung im Altersheim Bruchmühlbach-Miesau waren sie jedoch zu meistern. Viele Kliniken scheuen wegen der Bürokratie vor der Zusammenarbeit mit ausländischen Agenturen zurück. Arbeitgeber brauchen zunächst die Zustimmung des Arbeitsamts, dann Visa für die Bewerber und Wohnungen. Daraufhin müssen sie beim Abschluss von Bankkonto, Krankenversicherung helfen und bei Behördengängen begleiten.

"Zum Glück hat das Haus Edelberg uns geholfen. Unsere Kollegen haben eine Wohnung für uns vorab gefunden und bei allen wichtigen Papieren geholfen", sagt Wissem Mehdoani. Kollegin Chofname Chniti berichtet: "Als wir ankamen, war die Wohnung in bestem Zustand und bereits eingerichtet. Das Team hatte sich bemüht, uns die Ankunft so angenehm wie möglich zu machen. Man half uns bei allen weiteren Schritten, beim Papierkram, begleitete uns zu dem Ämtern." Die Kollegen vermittelten damit ein sicheres Gefühl. Vieles war vorab schon organisiert.

Arbeiten im Altersheim Bruchmühlbach-Miesau: Sprachbarriere anfangs herausfordernd

Bei ihrer Ankunft hatten die 5 Tunesier Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2, die vorausgesetzt werden, um eine Stelle in Deutschlands Pflegeheimen zu bekommen. Die Sprachbarriere ist für Pflegekräfte aus dem Ausland sowie für Bewohner im Seniorenheim überall sehr herausfordernd. Ältere, pflegebedürftige Menschen wollen ihre Bedürfnisse klar kommuniziert wissen und Gespräche führen. Sie haben oft klare Strukturen, Vorstellungen, bei der Pflege darf kein Fehler passieren. Da hilft nur öfter Nachfragen, um Missverständnisse vermeiden, auch bei Kollegen, und fleißig weiter Fachdeutsch lernen, wie die 5 Tuniesier*innen berichten.

Das Haus Edelberg vermittelte Deutschkurse für die neuen Pflegekräfte aus dem Ausland. Mittlerweile sprechen die Azubis Deutsch auf Niveau C1. Kommunikation ist in der Pflege die Schlüsselkompetenz schlechthin und wenn man jung ist, lernt man schnell und alles scheint möglich.

In Tunesien ist es zudem Aufgabe der Familie, erkrankte oder ältere Angehörige zu pflegen. Das zeigte sich schnell in der Verantwortung und mentalen Unterstützung der Bewohnerinnen durch die Azubis. Es fiel auf: Die ausländischen Pflegekräfte fanden häufig freundliche, aufbauende Worte und nahmen sich noch wirklich Zeit für Zusprache.

Arbeiten im Altersheim Bruchmühlbach-Miesau: Neben der Arbeit bleibt viel Zeit für Spaß. Teil des Mitarbeiterkonzepts ist, gemeinsam für gute Stimmung im Team zu sorgen.  | Foto: Haus Edelberg Burchmühlbach-Miesau
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Arbeiten im Altersheim Bruchmühlbach-Miesau: Teamspirit half ausländischen Pflegern bei Mammutaufgabe

Auch Teamkollegen im Haus Edelberg standen beim Sprachproblemen immer zur Seite, erklärten geduldig, halfen beim Deutschlernen. Dort ist die Versorgung der Senioren durch Pflegefachkräfte, Azubis, Hilfskräfte gemeinsame Aufgabe – nach dem Pflegeleitbild. Die schreibt auch vor, menschlich und professionell zu bleiben. Will heißen: Pflege erfolgt individuell angepasst und an Werten wie Teamgeist, Empathie, Verständnis orientiert. Die positive Stimmung soll das Arbeiten im herausfordernden Job erleichtern.

Das kommt auch bei den Azubis an. Chniti erzählt, dass das gute Klima zu spüren ist, an der offenen Kommunikation, der Unterstützung und dem respektvollen Umgang. Und Kollege Banharahim fügt hinzu: "Das schafft auch Qualität in der Ausbildung. Man fühlt sich willkommen, wird ernst genommen und bekommt Unterstützung, wenn man sie braucht. Alle gehen respektvoll miteinander um. Die Stimmung ist meist positiv und entspannt. Hauptgrund ist die offene Kommunikation. Wir kommunizieren direkt und offen miteinander, sprechen an, was uns beschäftigt."

Vor allem das technisch moderne Ausbildungsequipment und der geschützte Lernraum halfen den Azubis.

Stärken fördern bei ausländischen Pflegern

Angehende Altenpfleger sowie auch gelernte sollen sich im Haus Edelberg entfalten, also ihre Stärken ausbauen. Diese werden gezielt gefördert. Erfahrene Pflegefachkräfte haben ein Auge auf die Stärken der Mitarbeiter. "Wir betrachten dabei die Wünsche der Mitarbeiter und Azubis, also was sie gerne tun wollen und wobei sie Hilfe benötigen", erklärt PDL Nicole Benz.

Die vier Azubis wollen erstmal im Altenheim bleiben, und nicht in die ambulante und häusliche Pflege oder ins Krankenhaus. Hier ist man ein Team und spricht auch viel über Fachliches, was das Weiterlernen fördert. "Ich habe zum Thema Pflege, auch Gesundheits- und Krankenpflege, im Pflegeheim so viel gelernt wie kaum woanders. Die medizinischen Kenntnisse werden vertieft. Die angehenden Pflegekräfte dürfen gleich Verantwortung übernehmen", sagt Sabei Herzi. "Ich lerne hier unglaublich viel", bestätigt Benbrahim Jessem. "Denn man merkt einfach, dass die Mitarbeiter viel Erfahrung und Wissen haben." Chofname Chniti und Marwa Gannouni wollen möglichst viel Erfahrung sammeln und sehen danach viele Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf. Herzi traut sich mit dem Erlernen der deutschen Sprache auch administrative Aufgaben, also Leitungsaufgaben, zu.

Jassem will alle Weiterbildungschancen nutzen und seinen Interessen folgen, die der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen gilt. Besonders interessiert ihn der Bereich Demenz.

Arbeiten im Altersheim in Bruchmühlbach-Miesau: Pflegekräfte aus dem Ausland - Erfahrungen durchweg positiv

Die älteren Kollegen schätzen die jungen Azubis aus Tunesien. Sie seien bei der Tätigkeit äußert motiviert, empathisch, leistungsbereit. In den typischen Zuwandererländern ist die Versorgungsstruktur eine andere: Versorgung und Betreuung von Menschen, die Hilfe brauchen, ist Familiensache. Was sie in ihrem Kulturkreis erfahren haben, spiegelt sich auch im professionellen Umgang im Beruf wider. Sie haben weniger Berührungsängste, sind herzlich im Umgang und sehen immer die menschlichen Bedürfnisse, trotz des Zeitmangels an manchen Tagen. Zeit ist anders dimensioniert wie im hektischen Deutschland.

Fachkräfte für Gesundheits- und Krankenpflege müssen heute stark motiviert bleiben, um den Herausforderungen standzuhalten. Die vier Azubis können hier die Werte aus ihrem Kulturkreis leben. Einer der fünf hatte bereit den Großvater gepflegt. Alle hatten sich bewusst entschieden, weshalb die Vermittlungsagentur sie auswählte.

Chniti sagt: "Ich helfe gerne in schwierigen Lebenslagen und im Alltag. Vor allem die Arbeit im Altersheim hat mir gezeigt, wie wichtig Fürsorge, Geduld und Verantwortung in diesem Beruf sind. Es erfüllt mich, wenn ich sehe, dass ich mit meiner Unterstützung den Alltag von Pflegebedürftigen erleichtern kann. Besonders schön ist zu sehen, ein Stück Lebensqualität zu schenken. Jeder Tag ist anders und man lernt ständig dazu. Außerdem schätze ich das Gefühl, gebraucht zu werden und die Dankbarkeit, die man zurückbekommt."

Auch im Bewohnerkontakt ist es wichtig, offene Gespräche zu führen, damit die Hilfe dort ansetzen kann, wo sie gebraucht wird. "Der Kontakt mit den Bewohnern verlief von Anfang an positiv. Anfangs waren einige etwas zurückhaltend zu uns Neuen aus dem anderen Kulturkreis. Aber mit der Zeit bauten alle Vertrauen zu uns auf", sagt Gannouni. Bewohner konnten letzte Vorteile gegenüber der fremden Kultur ausräumem. "Inzwischen läuft der Kontakt zu den Bewohnern sehr gut. Sie sind dankbar und freuen sich, wenn wir uns um sie kümmern", ergänzt Mehdoani.

Das Haus Edelberg hofft, dass die Azubis der Einrichtung noch lange erhalten bleiben. jg

Arbeiten im Altersheim Bruchmühlbach-Miesau: Die jungen Auszubildenden sind gerne in der Einrichtung, die Erfahrungen sind bislang positiv.  | Foto: Haus Edelberg
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Interessierte können einfach und schnell mit der Einrichtung in Kontakt treten:
Wer Teil des Teams werden will, kann sich unter https://haus-edelberg.de/karriere/schnellbewerbung/ bewerben. Dort stehen Infos zu den Jobs in der Pflege und anderen Bereichen bereit.

Kontakt:
Haus Edelberg Senioren-Zentrum Bruchmühlbach
Tannenfeld 1
66892 Bruchmühlbach-Miesau
Telefon: 06372 80630
E-Mail-Adresse: bruchmuehlbach@haus-edelberg.de
Internet: haus-edelberg.de/unsere-haeuser/senioren-zentrum-bruchmuehlbach

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Autor:

Senioren-Zentrum Haus Edelberg aus Bruchmühlbach-Miesau

Tannenfeld 1, 66892 Bruchmühlbach-Miesau
+49 6372 80630
bruchmuehlbach@haus-edelberg.de
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