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Jede Menge Zirkus bei der Ferienfreizeit im JUZ

Tolle Akrobatik am Trapez
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  • Tolle Akrobatik am Trapez
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Böhl-Iggelheim. Am 26. April hieß es für 70 Kinder in der Ferienfreizeit „Vorhang auf, Manege frei!“, als die ganze Woche der Horber Kinder-Zirkus Varieté Bingo seine Zelte am Kinder- und Jugendzentrum, kurz JUZ, aufstellte. Was wurde geübt und geprobt bis alles für die Aufführung saß! Bevor es los ging, hatte ich schon nette Gespräche mit TSV-Leichtathletinnen wie mit der 10-jährigen Carla Stähler, die mir bereits am Vortag positiv aufgefallen war, weil sie mir sofort Hilfe anbot, als mein Fahrrad andere Fahrräder umgeschmissen hatte. Sie erzählte, dass sie am Vertikalseil hinge und verschiedene Kunststücke vollführen würde wie das Vogelnest, die Spirale und Fahne und gleichzeitig in Drehung sei. Außerdem sei sie als Clown eingesetzt. Die 11 Jahre alte Celina Reiser würde Diabolo machen und Teller auf einem Stab drehen. Alina Becker (11 Jahre) befinde sich auch am Vertikalseil und auch ihre kleine 6-jährige Schwester Melissa Becker mache mit. Die taffe Carla Stähler fand es blöd, dass man nichts mit den Tieren machen könne. Es wäre mal etwas anderes mit Tieren zu arbeiten.

Bei Gluthitze um 14 Uhr begann die Vorstellung und die Zuschauer jeglichen Alters machten es sich unter dem mehr oder weniger schattigen Zirkuszelt bequem. Die Kinder sowie Organisator und Betreuer Heiko Gierczyk waren schon mächtig aufgeregt. An einem Stand konnte man sich mit Popkorn und Getränken versorgen. Später kam dann auch noch der Eiswagen vom Eiscafe EriDona aus Iggelheim dazu. Es war richtig war los auf dem Gelände – trotz der Hitze. Viele Damen mit edlen Fächern wedelten sich Luft zu. Die Spannung wuchs und alle wollten sehen, was da die Woche über trainiert wurde. Circus Varieté Bingo hatte sein Equipment und seine Erfahrung zur Verfügung gestellt, die sie seit Jahren gesammelt hatten und gerne an die Kinder weitergaben.

Im Takt wurde auf die Intromusik applaudiert und dann konnte es beginnen. Man wurde herzlich begrüßt, applaudierte nach Stufe 1, 2 und 3 und schon wurden mittels Pantomime von zwei Mädels die „Fenster geputzt“, um von Tellerjongleuren abgelöst zu werden. Heiko Gierczyk hatte mit den Kindern eine Schulszene einstudiert und trug die ganze Zeit über ein Schild „Lehrer sind doff“ auf dem Rücken und es gab sehr lustige Wortspielereien. Es ging Schlag auf Schlag, denn schon führten die jüngeren und später älteren Jugendlichen mit großer Geschicklichkeit Kunststücke mit den Diabolos vor. Mit bunten Tüchern gab es ebenfalls eine tolle Performance. Danach jonglierte man mit Bällen und drei angelernten Clowns brachten das Publikum zum Lachen mit dem Spiel „Schnapper, Schnapper“. Mit den Reifen konnten schon die Kleinsten gut umgehen, zeigten ihren Hula Hoop und den sogar über die Arme. Eine kleine Akteurin schaffte es sogar, ca. 10 dieser Reifen auf ihren Hüften kreisen zu lassen, was ihr einen riesigen Applaus bescherte. Es folgte eine kleine Episode beim Zeitung lesen. Danach hatten die Zauberlehrlinge ihren Auftritt und steckten ein Kind in eine Kiste, die währenddessen mit Stäben durchbohrt wurde, aber es floss natürlich kein Blut. Mit vor Anstrengung hochroten Gesichtern baumelten die Künstler am Trapez und vollführten tolle Akrobatik. Alle Achtung, dass sie das in der kurzen Zeit schon so super gelernt hatten. Als Abschluss brachte sich auch noch der JUZ-Betreuer Heiko Gierczyk in die Trapezkünste mit ein. Er stand während der ganzen Trapezdarbietungen als Sicherheitsmann auf der dicken untergelegten Matte.

Dann hatten sich alle eine Pause verdient und stürmten entweder den Getränke- und Popcorn-Stand oder den Eiswagen EriDona, der vom Eigentümer Femi Krasniqi vorgefahren wurde. Sogleich bildete sich eine lange Schlange, denn so eine süße und kühle Leckerei geht immer. Seine Tochter Eri sollte dann nach der Pause ihren großen Auftritt am Trapez haben und den wollte er auf keinen Fall verpassen.

Es ging anschließend weiter mit einem Balanceakt auf rollenden Brettern mit steter Erhöhung. Mit freiem Oberkörper erschienen etliche Jungs, die zuerst über Glasscherben und ein Nagelbrett liefen und sich danach noch drauf legten. Einen kurzen Auftritt hatten sie mit kleinen Fackeln, die sie über ihren Arm führten. Auch diese Aufgabe haben sie glänzend gemeistert. Der Trick mit dem auf einer Stange balancierten Wassereimer funktionierte. Die Zuschauer wurden entgegen der Vorhersage nicht nass.

Sinya Schröter und Carla Stähler hatten ihren großen Auftritt im „Flohzirkus“. Beide überzeugten mit großem schauspielerischem Talent, wobei ich besonders Carla Stähler im Auge behalten werde. Die beiden Mädchen agierten super miteinander und es war ein sehr lustiger Sketch. Auch als ein Floh ausbüxte und bei den Zuschauern vermutet wurde, brachte es etliche Lacher. Beide Mädchen hatten direkt anschließend noch ihren Auftritt am Seil. Dieses hing von der Decke und man kam nicht mehr aus dem Staunen heraus. Eri Krasniqi beherrschte das Seil als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Aber auch die vielen anderen Akteure - an der Zahl 70! - bekamen einen riesen Applaus.

Es folgten Dankesreden wie zum Beispiel an den Zirkus-Eigentümer Roman Fiala, der vieles mit den Kindern einstudiert hatte. Der sein freiwilliges soziales Jahr absolvierende Sherwan Hussen hatte die Balanceakrobatik selbst entworfen und auch ihm gebührte großer Dank. Auch der Betreuer Simon Brunner, der die Diabolo-Artistik mit den Kindern einstudiert hatte, bekam ein dickes Dankeschön. Zum Schluss halfen alle mit, das tragbare Mobiliar in den Wagen zu schaffen, denn das Zelt musste auch heute noch abgebaut werden. Erste dicke Wolken verkündeten auch einen Wetterumschwung, den es in der Nacht geben sollte.

Diese Zirkuswoche bildete noch nicht das Ende der Ferienfreizeit, denn die nächsten beiden Wochen geht es weiter mit anderem Programm. Fest steht jedoch, dass der Zirkus auch nächstes Jahr hier wieder Halt machen wird.

Sämtliche Fotos (über 200) dürfen von interessierten Eltern auf einem mitgebrachten USB-Stick im JUZ heruntergeladen werden. Hier nur ein Teilauszug ;-)  (mel)

Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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