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DorfArt-Veranstaltung mit Ivo Pügner

Marion und Ivo Pügner beim DorfArt-Auftritt
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Böhl-Iggelheim. Am 16. März hatte der Verein DorfArt zu einem Liederabend mit Ivo Pügner als „Hommage an Reinhard Mey“ in die VfB-Halle eingeladen. Um 20.00 Uhr sollte es losgehen, Einlass war bereits um 19.15 Uhr. Die Massen strömten in die ausverkaufte VfB-Halle, so dass man annehmen konnte, der Meister Reinhard Mey würde persönlich ein Gastspiel geben. Mehrere Gongschläge verkündeten den nahenden Beginn des Konzertes. Der DorfArt-Vorsitzende Günter Handwerker begrüßte in seiner herzlichen Art Ivo Pügner und das Publikum. Er sei mit Reinhard-Mey-Liedern aufgewachsen und viele Zuschauer wahrscheinlich auch. Einige Liedtitel und Liedtexte würden heute als stehende Begriffe verwendet. Der Künstler habe so viele Lieder mitgebracht, dass für jeden etwas dabei sei. Er wolle als Interpret anspruchsvoller Texte wahrgenommen werden und nicht als Imitator. Handwerker versprach ein besonderes Konzerterlebnis. Ivo sei nicht allein gekommen, sondern mit seiner Frau Marion, die eine excellente Stimme habe, nicht nur als Background-Sängerin.

Nach der Ankündigung bewegten sich Marion und Ivo Pügner bereits singend durch den abgedunkelten Saal Richtung Bühne. Er begrüßte das Publikum, das sich ein paar Stunden Zeit genommen habe und wünschte viel Spaß und Freude. Wenn das Ziel erreicht sei, wäre es schön, wenn das Publikum dieses Gefühl mit nach Hause nähme.

Als er alleine auf der Bühne mit seiner Gitarre im Arm stand, begann bereits die Einleitung auf den folgenden Song. Böhl-Iggelheim sei ja ein Dorf und das folgende Lied „Bei Ilse und Willi auf dem Land“ würde auch von einem solchen handeln und das Publikum dürfe gerne zum Refrain mitsingen, wenn der Nachbar nichts dagegen habe.

Mit seinem sicheren Gitarrenspiel und der Leidenschaft beim Singen der Stücke des Altmeisters kamen bei manch einem Zuhörer Erinnerungen an die gute alte Zeit hoch. Laut Pügner sei Reinhard Mey der größte deutsche Chansonnier. Er habe sich wunderbar gehalten und sei dabei ein neues Album zu schreiben, das Ende des Jahres fertig sein wird. Er habe Geschichte geschrieben und seine Karriere begann mit „Ich wollte wie Orpheus singen“, das Pügner mit seiner Frau performt. Reinhard Mey sei in einem Dreimädelhaus aufgewachsen und schon hatte er den Anschluss zu „Annabelle, ach Annabelle“ gefunden. Die Überleitung von seiner Tochter zu dem Song „Kleines Mädchen“ war dann auch schlüssig. Er vergleicht das Zentrum des Kindes mit einem kleinen und dann großen „Apfelbaum“, das er wiederum mit seiner Frau singt. Die beiden Stimmen harmonierten hervorragend miteinander. Das Publikum freute sich riesig als „Keine ruhige Minute“ erklang und es herzhaft mit singen konnte und sich bestens unterhalten fühlte. Bei dem Liebeslied „Sommermorgen“ meinte er mit verliebtem Blick auf seine Frau, wie schön es sei, morgens gemeinsam aufzuwachen. Es gibt aber auch Lieder, bei denen man Frust ablassen könne wie zum Beispiel „Ein Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars“, dessen Refrain wieder kräftig mitgesungen wurde.

Nach der ziemlich langen Pause betritt er wiederum mit seiner Frau und dem Lied „Die Gedanken sind frei“ die Bühne. Überleitung erfolgt mit den täglichen Todesanzeigen in den Zeitungen zum Lied „Das wahre Leben“. Das nächste Lied findet meine volle Aufmerksamkeit und es ist mucksmäuschenstill im Saal. Es geht in diesem anspruchsvollen nachdenklichen Lied um Ausländerfeindlichkeit, Demonstrationen und rechte Gruppierungen. Es folgten noch eher unbekannte Lieder (für mich) und Konzerthinweise durch Pügner. Das Liedgut sei mitten aus dem Leben. Pügner bedankte sich beim Publikum, dass es nicht weggelaufen sei, und den ehrenamtlichen Helfern, ohne die so ein Abend nicht stattfinden könne. Die Pügners haben sich hier zu Hause gefühlt, obwohl sie das erste Mal da gewesen seien.

Als Zugabe sang er „Über den Wolken“ und mit dem allerletzten Lied nach der Übergabe des Gastgeschenkes (Rosen) verabschiedete er sich mit dem Lied „Gute Nacht Freunde“. (mel)

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