Ordensregen bei den „Igg’lemer Bessem“
Bunter Mix der Narretei

Bis in die frühen Morgenstunden wurde geschunkelt, gesungen und gefeiert.  Bild: fg
  • Bis in die frühen Morgenstunden wurde geschunkelt, gesungen und gefeiert. Bild: fg
  • hochgeladen von Markus Pacher

Böhl-Iggelheim. Stolz blickte der erste Vorsitzende der „Igg’lemer Bessem“, Kurt Hauck, den alle Welt nur Kutte, nennt auf eine Narrhalla voller Prinzessinnen, Prinzenpaare, Lieblichkeiten, Tollitäten, Vereinsvorstände sowie jede Menge Komiteeter von befreundeten Karnevalsvereinen, „vun hiwwe und driwwe vum Rhoi un hiwwe un driwwe vun de Brick“ die er mit drei kräftigen „Bessem ahoi“ begrüßte.
Schon zu Beginn des Ordensfestes war der Saal gut besetzt. Dass änderte sich in kurzer Zeit dahingehend, dass bald alle Sitzplätze belegt waren. Dies war aber für die kampf- und feiererprobten Karnevalisten kein Problem. „Man kann auch im Stehen feiern, besonders bei den Bessem“.
Die „Igglemer Bessem“ hatten schon zum 8. Mal zu ihrem Ordensfest in die TSV-Halle in der Jahnstraße geladen. Und die Gäste von 50 befreundeten Karnevalsvereinen aus der Pfalz und von über dem Rhein brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen.
Von 19:11 Uhr bis weit nach Mitternacht wurde ein bunter Mix der Narretei geboten. So konnte sich so manche Dame oder Herr im bunten Rock und „Kapp uff em Kopp“ von den Strapazen der vergangenen Nacht und des Abends, die etliche der Gäste schon am vergangenen Abend und auch schon an diesem Abend, bei diversen Ordensfesten und fastnächtlichen Veranstaltungen verbracht hatten, etwas entspannen. „Aber zu de Bessem kummen mer immer widder, do is immer was los und deren Ordensfest is schun legendär zu nenne. Do muschd weid gehe um so was noch zu erlewe. Un nächstes Johr kummen mer widder“ war immer wieder anerkennend zu hören.
Die in diversen Runden durchgeführten Ordensverleihungen setzten schon einiges an Stehvermögen voraus. Galt es doch in erster Linie, dass sich die anwesenden Hoheiten gegenseitig mit den jeweiligen Jahresorden ihrer Vereine beehrten. Darüber hinaus musste Jule I. den Jahresorden der „Bessem“ den jeweiligen Präsidenten, Vorstände oder Vereinsvertreter umhängen und sie selbst hatte eine stattliche Last der ihr verliehenen metallenen Auszeichnungen zu tragen. Aber dies alles meisterte die charmante Jule mit Bravour.
Jeder Vertreter der Abordnungen der befreundeten Vereine, ob Prinzessin, oder Vorstand und Präsident hatte für die liebreizende Bessemregentin, neben dem jeweiligen Jahresorden noch ein besonderes Präsent mitgebracht. Da dies meist in Süßem bestand wird Isabella wohl auch zum Verzehr, auf ihre schlanke Linie achtend, Hilfe in Anspruch nehmen. Und Bessemchef Kurt Hauck wird zur Vernichtung aller ihm überreichten diversen Getränke sicher die Hilfe seiner Komiteeter benötigen, die sich dieser schwierigen Aufgabe aber sicherlich nicht entziehen, sondern mit Bravour und selbstloser Hingabe meistern werden. „Wir lassen doch unseren Kutte nicht im Stich- auch wenn uns das schwer fällt“ bemerkte einer der leidensfähigen Elferräte.
Sicher, gekonnt und charmant führte Sitzungspräsidentin Christina Schön-Konstatinidis, gemeinsam mit Kurt Hauck durch den Abend. Verabschiedete der Präsident die Vertreter der Vereine zu Beginn noch mit einem einfachen: „3x Bessem Ahoi“, so wurde im Laufe des Abends daraus eine Liste von bestimmt 15 unterschiedlichen Schlachtrufen, welche sich Kutte Hauck dann aufschreiben lies, so dass er die, den einzelnen Abordnungen zugehörigen Rufe, dann jedes Mal vorlesen konnte, um ja Jedem gerecht zu werden. Denn merken kann sich das kein S…, bemerkte ein verständnisvoller Gästevorstand.
Die einzelnen Ordensverleihungsrunden wurden durch tänzerische Leckerbissen aufgelockert. Die Midis, die Junioren – so wie die Jugendschautanzgruppe wirbelten über die Bühne und in die Herzen der Narren.
Hexen, Untote, dem Totenreich Entsprungene bevölkerten die Bessem Bühne – zeigten ihre Kreativität und Explosivität mit viel Niveau. Nicht zu vergessen Tanzmariechen Emily Speckmann-Daub, welches akrobatisch gekonnt über das Parkett fegte.
Auch besonders muss das jüngst der Bessem-Wirbelwinde, Mila Ziegele erwähnt werden, die schon beim Ball der Prinzessin in die Herzen der Gäste sprang. Das Männerballett hat sich zu einem wahren Kracher entwickelt. Stürmisch gefeiert und zur Zugabe gezwungen zeigten die grazilen Herren ihr übergroßes schauspielerisches und tänzerisches Talent und Können.
Und auch die Gäste trugen zur gelungenen Narretei und optischen Leckerbissen bei. Von den Brühler Kollergrotten heizte deren Sitzungspräsident Claudio Glässer mit Stimmungslieder ordentlich ein. Und welch wunderbares Bild, als sich alle anwesenden Hoheiten zum Gruppenbild auf der Bühne versammelten.
Die Bar hatten junge Komiteeter der Bessem übernommen und machten nach dem offiziellen Teil, zusammen mit den Gästen richtig „Party“. Und es wurde bis in die Morgenstunden kräftig gefeiert.
Ein gelungenes Ordensfest, dass bestätigte „Wir Bessem machen eine volksnahe, traditionelle Fastnacht“ wie Kutte Hauck stolz Bilanz zog. fg

Autor:

Markus Pacher aus Neustadt/Weinstraße

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

23 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Ausgehen & GenießenAnzeige
"Echt oder falsch": So lautet das Motto der Skulpturen-Triennale 2020 in Bingen am Rhein. Rund 20 Kunstwerke verschiedener Künstler sind noch bis 4. Oktober entlang des Rheinufers und an ausgewählten Orten in der Innenstadt zu sehen.
10 Bilder

Skulpturen-Triennale 2020 in Bingen am Rhein
Original oder Fälschung?

Bingen am Rhein. Ist das jetzt echt oder falsch? Original oder Fälschung? Das gilt es bei der 5. Skulpturen-Triennale in Bingen am Rhein herauszufinden. Täglich hört man vor allem in den sozialen Medien von angeblichen oder tatsächlichen "Fake News". Die Skulpturen-Triennale 2020 greift also mit dem diesjährigen Motto "Echt und falsch" ein hochaktuelles Thema auf. Rund 20 Kunstwerke verschiedener Künstler zeigen eine faszinierende Vielfalt und sind noch bis Sonntag, 4. Oktober, entlang des...

Ausgehen & GenießenAnzeige
Ausflugstipp für Urlaub in der Naheregion: Im Besucher- und Informationszentrum WasserWissensWerk an der Steinbachtalsperre (Rheinland-Pfalz) bei Kempfeld in der Nähe von Idar-Oberstein können Kinder und Erwachsene eigene Experimente durchführen und dabei viel Wissenswertes rund um das Thema Wasser erfahren. Abkühlung verspricht der nahe gelegene Wasserspielplatz.
6 Bilder

Ausflugstipp: WasserWissensWerk an der Steinbachtalsperre Kempfeld
Wasser ist Leben

Steinbachtalsperre bei Kempfeld. Zu Coronazeiten suchen viele nach Ideen für ihren Urlaub in der Region. Ein besonderer Ausflugstipp für die ganze Familie ist das Naheland in Rheinland-Pfalz - hier gibt es viel zu entdecken, zum Beispiel das Besucher- und Informationszentrum WasserWissensWerk an der Steinbachtalsperre bei Kempfeld in der Nähe von Idar-Oberstein.  Wasser kann man nicht nur trinken, sich damit duschen oder Feuer löschen: Wasser kann viel mehr! All das macht das Besucherzentrum...

Online-Prospekte aus Haßloch und Umgebung



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen