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50 Jahre Böhl-Iggelheim „Tag der Vereine“ – Gemeinsam sind wir stark

Die VHS-Montagsmaler durften ihre Werke ausstellen
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Böhl-Iggelheim, OT Iggelheim. Das Wochenende vom 14.-16. Juni wurde der 50-jährigen Ortsteilverbindung Böhl-Iggelheim gewidmet. Während am 14. und 15. Juni Kabarett und Musikdarbietungen in der Ortsmitte Iggelheim stattfanden, war der Sonntag den vielen Vereinen der beiden Ortsteile vorbehalten mit Infoständen und Mitmachstationen. Bereits um 8.00 Uhr begann der Aufbau. Die jungen Männer des ASV Kellmetschweiher e.V. hatten bereits ihr Zelt und das Equipment aufgebaut, so dass Jugendwart Kai Babatz freundlicherweise unserer erstmals teilnehmenden VHS-Aquarellmalgruppe beim Zeltaufbau helfen konnte. Babatz ist bereits seit 10 Jahren Mitglied und erzählte, dass der Verein sich um die Sauberhaltung von Kellmetsch-, Niederwiesen- und Schwarzweiher sowie den Rehbach kümmert. Herr Thomas sorgte für die reibungslose Platzbelegung und die Bauhof-Mannschaft um Herrn Jung brachten die schweren Stellwände zu den einzelnen Zelten. Nach und nach füllte sich der Platz und um 11.00 Uhr erfolgte die Ansprache von Bürgermeister Peter Christ in Begleitung von Herrn Weber (Sparkasse Böhl-Iggelheim). Er blickte auf die vor 50 Jahren stattgefundene Vereinigung der Dörfer Böhl und Iggelheim zurück, die seitdem zusammengehörten, ob sie wollten oder nicht. Mehr als 70 Vereine habe der Ort, wovon sich ca. 40 heute präsentieren dürften. Er dankte Herrn Weber für die großzügige Spendenunterstützung. Durch die Vereine und Ehrenamtlichen käme Leben in einen Ort, dafür bedankte er sich. Alle Geschäftsleute unterstützten diese Aktion mit Sachspenden, die man an der Tombola gewinnen könne.

In der Turnhalle gab es etliche Darbietungen wie zu Beispiel von der großen VT-Böhl-Gruppe „Line Dance“. Auf dem Schulhof fand die weitere Bewirtung durch die Böhler Hängsching, FC Palatia Böhl, Angelsportverein Kellmetschweiher und Whiskyfreunde Pfalz statt. Am Speisenstand musste man mit langen Wartezeiten rechnen. Am Kaffee- und Kuchenbuffet lieferten die jungen Damen vom Förderverein der Kita Windrose leckere selbst gebackene Kuchen. Treppe runter kam man an den Wagen mit kühlen Getränken, Cocktails und Whisky (Whiskyfreunde Pfalz) vorbei, aber nicht ohne vorher bei den netten Damen an der Kasse anzuhalten. Vor einem riesigen Publikum auf der Bühne wechselte das Unterhaltungsprogramm wie zum Beispiel von den „Frühschopplern“, die mit Pfälzer Mundartliedern wie „Friher war des annerschder wie heit“, „Ich bin ein Dorfkind und darauf stolz“ und „Ich trink Schorle“ (Ode an Böhl-Iggelheim und die Schorle) begeisterten. Vor 19 Jahren dichteten sie das bekannte Lied „butterfly“ um in „Gerbersfra“ um und sangen es als Abschluss. Es folgten noch die Musketiere Böhl, der Iggelheimer Gospelchor „The Chariots“ und von der Musikschule Sascha Leicht diverse junge Künstler, wobei besonders die junge talentierte Sängerin Jana Strohbeck und Thiemo Gerrit am Kontrabaß die Ohren aufhorchen ließen. Jana erzählte, dass sie gerne Musiklehrerin werden möchte.

Folgen Sie mir auf meinem Weg, kommen wir vorbei an der Kleiderstube, Katholische öffentliche Bücherei, Förderverein der Jakob-Heinrich-Lützel Grundschule, der Feuerwehr und dem Krankenwagen (hier konnte man sich unter anderem zur Wiederbelebung eines Dummys bedienen und bekam Auskunft über den lebensrettenden „First Responder“). Von der Böhler Bürgerwehr e.V. erfuhr ich erst vor Ort etwas, nämlich dass dieser Verein im Jahr 1980 gegründet wurde, sie einen Originalnachbau einer Kanone ihr Eigen nennen und sie nach einer Originalvorlage Uniformen mit dem Böhler Wappen tragen. Das erste Mal traf ich auch auf den Verein Freie-Saaten e.V.; dieser sucht, sammelt und vermehrt Saatgut von alten samenfesten Gemüsesorten in Klein- und Hausgärten – was es nicht alles gibt! Weiter des Wegen geht es am Verein der Hundefreunde, dem sportlich erfolgreichen RCV Böhl-Iggelheim (Radsportverein) und dem Sozialverband VdK vorbei. Der Musikverein Iggelheim e.V. hatte seine „Leihinstrumente“ ausgepackt für die Instrumentenrallye. Hiermit möchte man Musiker gewinnen und bietet ein Förderprogramm an, indem sie Instrumente ausleihen und der Unterricht am Anfang bezahlt wird (Infos unter www.musikverein-Iggelheim.de). An dieser Ecke ging es dann fast durchgängig lauter und musikalischer zu als an den restlichen Ständen. Hier lernte ich auch den erst vierjährigen Nick kennen, der unter Anleitungen auf der Posaune blies und man fragte sich, wo dieser kleine Kerl die Puste für die bereits sauberen Töne her nahm. Kurzer Stopp bei den Landfrauen im gelben T-Shirt und den Mitarbeitern des ökumenischen Hungermarschs Böhl-Iggelheim e.V.. Der „mannschaftsstarke“ Gewerbeverein Böhl-Iggelheim trat fast geschlossen mit hellgrünen Shirts an und schenkte eisgekühlten Sekt aus. Später sollte dann noch der Zauberer Merlin mit seinen Luftballons nicht nur die Kinder erfreuen. Am Stand des Männergesangvereins MGV 1856 Böhl e.V. traf ich den Schriftführer Jürgen Baer und Finanzchef Gerhard Weißenmeyer. Der Kunstkreis vom Kreativhaus h6 machte auf Veranstaltungen aufmerksam und stellte Bilder aus. Nebenan hatte der VHS-Malkurs seine erste öffentliche Ausstellung und präsentierte „The best off“ der anwesenden Künstlerinnen und einem Künstler. Nebenan war der Stand Familienpaten im Rhein-Pfalz-Kreis mit Origamis und Fühlboxen für Kinder ausgestattet. Mittig auf dem Platz hatten die Oldtimer- und Traktorfreunde ein paar seltene Exemplare ausgestellt.

Etwas seitlich neben dem Stand der Partnerstadt Jumelage (Partnerschaftsverein Böhl-Iggelheim/Wahagnies e.V.) wurde lässig Boule gespielt. Die Jugendspielgemeinschaft Böhl-Iggelheim resultiert aus den beiden Fußballvereinen Palatia Böhl und VfB Iggelheim, die seit 2016 zur Spielgemeinschaft SG zusammengeführt wurden. Der Verein Kinder- und Jugendfreundliches Böhl-Iggelheim e.V. hatte ein überdimensionales Bodenspiel Maxi Zicke-Zacke Hühnerkacke aufgebaut, das sich großer Beliebtheit erfreute. Man bekam Auskunft über die Aktivitäten des Theaters FC Palatia Böhl und sah den Spielen der Handballer des TSV Iggelheim zu sowie den Aufschlägen beim Tennisclub Böhl-Iggelheim e.V. Der Verein „Kinder von Shitkowitschi – Leben nach Tschernobyl e.V.“ engagiert sich seit 1992 für die Kinder aus Weißrussland, damit sie sich in Böhl-Iggelheim für ein paar Wochen erholen können. Die Museen Altes Schulhaus und Altes Rathaus hatten an diesem Tag auch ihre Türen für interessierte Besucher geöffnet.

Resümee: Viel Andrang herrschte bei den Actionstationen und am Rheinpfalzstand, wo der Kinderclub stark frequentiert wurde. Nils Nager von der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ posierte für die Fotos und die Mitarbeiter versorgten die Kleinen mit selbst gestalteten Buttons.

Allen Ehrenamtlichen an den Ständen sei hier nochmals gedankt und den edlen Spendern; ohne dieses „Zusammenspiel“ könnte man so eine Aktion nicht stemmen. (mel)

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