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Freundschaftssingen beim MGV Böhl

Freundschaftssingen beim MGV Böhl | Foto: Brigitte Melder
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Böhl-Iggelheim, OT Böhl. Am 13. Juni hatte der Männergesangsverein 1856 Böhl e.V. etwas zu feiern, nämlich 170-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund lud der Verein ab 18 Uhr zum Freundschaftssingen ein und die Chöre Sängervereinigung Iggelheim e.V., Chorgemeinschaft 1868/1958 e.V. Dannstadt und der Volkschor Haßloch e.V. waren an diesem Abend Gäste im Schulgässchen.
Der Vorsitzende Gerhard Weißenmayer begrüßte die zahlreichen Gäste, die zum größten Teil Mitglieder bei den vier Chören waren. Er erläuterte die Gründung der Vereinsgeschichte im Jahr 1856. Im Jahre 1954 wurde das Vereinsheim eingeweiht und anschließend kamen noch ein paar Erweiterungen dazu. Im Jahr Dezember 1999 wurde ein Frauenchor gegründet. Männer- und Frauenchor sangen zunächst jeder für sich. Dann war die Zeit reif, beide Chöre zusammenzulegen und als gemischter Chor aktiv zu sein. 170 Jahre Chorgeschichte bedeutet viele Konzerte und Reisen, aber auch viele Feste und gemütliche Runden.

Eigentlich sollten noch mehr Chöre kommen, aber innerhalb 24 Stunden waren drei Vereine krankheitsbedingt abgängig. Gerhard Weißenmayer freute sich, dass es trotzdem gelungen war, dieses Freundschaftssingen stattfinden zu lassen. Nach den Absagen hatte er sich zuerst an Ulrike Müller von der Chorgemeinschaft Dannstadt gewandt, die immer gute Ideen hat. Den Beginn machte dann auch der Gastgeberchor MGV 1856 Böhl unter der Leitung von Martin Hirsch. Am Klavier begleitete Paul Hafner den Chor bei den Liedern „Lasst unsere Lieder klingen“, „Fröhlich Pfalz“ und „Ja, so en gude Palzwoi“, zu dem dann kräftig geschunkelt wurde. Die Chordamen hatten alle einheitlich einen rosafarbenen Schal um, was die Zuordnung bei den vielen Damen heute leichter machte.
Mit einem ganz spontanen Entschluss, also völlig ungeprobt, überraschten Paul Hafner, Martin Hirsch und Jona Steuerwald die Gäste mit einem astreinen Liedvortrag. Gerhard Weißenmayer war selbst überrascht und bedankte sich bei den drei Männern von Herzen. Und dann folgte noch ein spontaner Auftritt von Ulrike Müller mit ihrer Blockflöte, die am Klavier von Paul Hafner begleitet wurde. „Amazing Grace“ zum Mitsingen!
Dann wurde die Chorgemeinschaft 1868/1858 e.V. Dannstadt auf die Bühne gerufen, die übrigens am Geländer feierlich geschmückt war. Die Damen trugen alle rosafarbene Blusen, was sehr hübsch aussah. Den Beginn machte das Lied „Feste soll man feiern wie sie fallen“ unter der Leitung von Ulrike Müller, die auch am Klavier begleitete. „Der Freundschaft Band“, „Lieder klingen“ und „Rot sind die Rosen“ folgten und auch bei diesem letzten Lied des Chores wurde geschunkelt. Als nächste Überraschung sang der Chor auch noch beim Ausmarsch das Dannstadter Lied überhaupt, nämlich „Moi Mutter hot en Gutzelstand“. Eine Pause wurde angekündigt, in der der Run auf den Tresen zum Getränke und Essen holen begann, aber das Team war gerüstet und alles ging ganz flott.

Die Sängervereinigung Iggelheim e.V. war nun an der Reihe. Die Herren und Damen, die mit blauen Schals „gekennzeichnet“ waren, betraten am Dirigenten Thomas Herberich vorbei die Bühne. Chor-Vorstand Richard Croissant kündigte die Lieder „Vater unser“, „Ihr von morgen“ und „Über sieben Brücken musst du gehen“ an. Der Volkschor Haßloch e.V. unter der Leitung von Jona Steuerwald hatte mit seinem gemischten Chor die beiden Udo-Jürgens-Evergreens „Ich war noch niemals in New York“ und „Griechischer Wein“ einstudiert. Das sind Lieder, die wie eingemeißelt im Gehirn sind und viele Gäste sangen mit. Einen Zusammenschluss fand dann der Volkschor mit dem MGV auf der Bühne, auf der man dann schon ein bisschen zusammenrücken musste. Jona Steuerwald begleitete am Klavier während Martin Hirsch die Menge dirigierte. „Papierflieger“, „Capri-Fischer“, „Que sera, sera“ und „Pfälzer Wind“ wehten durch das Publikum, das immer ausgelassener mitsang. Zum Abschluss gab es das wundervolle „Lied der Freundschaft“ und ein wundervoller Abend neigte sich dem Ende zu. (mel)

Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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