BriMel unterwegs
Ein gitarristischer „Sommertraum“ im Kreativhaus
- Gruppenbild mit Gastgeberin Tina Krauß
- Foto: Johann-Peter Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Böhl-Iggelheim, OT Iggelheim. Im Kreativhaus h6 in der Haßlocher Straße 6 fand sich am Abend des 8. Mai das Gitarrenensemble der Musikschule der Stadt Speyer ein. Unter der Leitung des begnadeten Speyerer Gitarristen Christian Straube zeigten 13 Musikanten von 16 Jahren bis Rentenalter was sie in ihrer „Schulzeit“ bei ihm gelernt haben. Im Inneren des Kreativhauses gab es klassische Stücke, während unter dem Vorbau klassische alkoholfreie Getränke und kleine Knabbereien angeboten wurden.
Nach dem Stimmen der Gitarren durch den Chefgitarristen Straube und dem kurzen „Soundcheck“ konnte es losgehen. Aber natürlich begrüßte erstmal Punkt 19.30 Uhr die Hausherrin Tina Krauß die Gäste und MusikerInnen aufs herzlichste im bestuhlten Raum. Christian Straube erzählte, dass sie bereits das dritte Mal hier auftreten und das Sommerkonzert der Jahreszeit entsprechend für einen „Sommertraum“ passe. Und dann ging es Schlag auf Schlag mit jeweils einer kurzen Einführung auf das zu hörende. Drei Stücke des Komponisten Gastoldi (ca. 1554-1609) führten einen ins sonnige Italien. „Der Tänzer“, „Der Gedankenlose“ und „Der Verschmähte“ waren recht kurze und tempomäßig unterschiedliche Stücke extra für Gitarren komponierte Stücke und Christian Straube dirigierte. Es folgte von Georg Friedrich Händel die „Fuge“. „Wer weiß, was die Fuge bedeutet?“ wollte Christian Straube vom Publikum wissen. Fuge bedeutet eine Stimme nach der anderen Stimme. Bei diesem anspruchsvollen Stück unterstützte Christian Straube seine Schülerinnen und Schüler an der Gitarre und ließ wissen, dass es immer wieder ein Erlebnis sei solche Stücke zu spielen. Über Wolfgang Amadeus Mozart gibt es ja eigentlich viel zu erzählen, denn er hat das Leben gelebt und genossen. Mozart-Sinfonien und Serenaden sind typischerweise viersätzig aufgebaut, wobei der vierte Satz oft ein schnelles Finale (Allegro, Presto) bildet. Alle vier Sätze wurden heute gespielt. Volle Konzentration der Gitarristen bei der irischen Tanzmelodie „Julia‘s Jig“. Im Sommer ist es in Italien immer zu heiß, deshalb spielte man sommerlich erfrischende Stücke aus Irland und Schottland. Und tatsächlich fühlte man sich bei der Melodie auf die grüne Insel mit einer kühlen Brise versetzt. Mit Leib und Seele dirigierte Christian Straube „O‘ Carolan’s Welcome“ und „Highland March“ bevor es in die Pause ging, in der man nette Gespräche fand. Die Teilnehmenden sind ganz unterschiedlich lange in der Musikschule ganz unterschiedlich vom Alter her. Die jüngsten Musiker waren Gregor Walter mit 16 Jahren und Nils Görich mit 17 Jahren, die ihre Familien dabeihatten.
Die Temperaturen waren mittlerweile in Böhl-Iggelheim gesunken, also durfte nun wieder etwas Wärme mit Italien ins Kreativhaus. „Recuerdos“ sind Erinnerungen, die gespielt wurden und dann kam das Lieblingsstück von Christian Straube „Pavane“ von Maurice Ravel. Pavane ist ein langsamer, würdevoller Hoftanz des 16. und 17. Jahrhunderts und ein beliebtes anspruchsvolles Gitarrenstück. Kurzes „Nachjustieren“ der Gitarre und schon ging es weiter nach Spanien in ein Schloss. „Granada“ ist ein sehr bekanntes Musikstück des spanischen Komponisten Isaac Albéniz und man sei glücklich, es heute hier präsentieren zu dürfen. Anschließend standen alle Musikerinnen und Musiker auf und verbeugten sich vorm Publikum. Aber nein, es war noch nicht zu Ende, denn es folgten noch „Down by the sally Gardens“, das bekannte Musikstück „Over the rainbow“ und „As times goes by“ aus dem Musical „Der Zauberer von Oz“. Mit diesem letzten Stück war dann wirklich Schluss und das Publikum applaudierte kräftig und von Herzen für diese tolle Darbietung. Von Tina Krauß gab es noch jeweils einen kleinen Sekt-Gutschein für jede Musikerin und jeden Musiker beim anschließenden lockeren Beisammensein. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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