50. Fröhliches Kunterbunt in Bad Bergzabern
Jubiläums-Fest trotz Hitze gut besucht

Die mit FKB-Spenden erbaute Grundschule in Bindila im Norden Togos
  • Die mit FKB-Spenden erbaute Grundschule in Bindila im Norden Togos
  • hochgeladen von Doris Ehrhardt

Wo sie bisher nur im jährlichen Wechsel aktiv waren, schritten ein Landrat und zwei Bürgermeister am Freitagabend ge-meinsam zur Tat: beim Festweinanstich zur Eröffnung des Jubiläums-FKB in Bad Bergzabern. Seit 1969 wird hier das „Fröh-liche Kunterbunt" für Menschen in Togo, Indien und Brasilien gefeiert. Und es sind noch immer Männer und Frauen der ers-ten Stunde als Aktive und gern gesehene Gäste dabei.
Als ein Fest mit eigenem Zuschnitt be-zeichnete es Pfarrer Bernd Höckelsberger in seiner Begrüßung. Der Blick über den Tellerrand nehme Menschen in Not in den Blick und vermittle ihnen Zukunft, Hoff-nung und Licht. Landrat Dietmar Seefeldt bestritt, dass die Arbeit des FKB nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“ sei. Mehr als eine Million Euro allein in den letzten vierzig Jahren seien alles andere als das. Auch er dankte wie nach ihm Verbands-bürgermeister Hermann Bohrer den Or-ganisatoren, den Helfern und vor allem den Gästen für ihren Beitrag.
Bürgermeister Fred-Holger Ludwig konnte aus eigener Erfahrung davon berichten, wie wichtig die Hilfe aus Europa für die Menschen in Afrika ist. Er hat als Arzt in mehreren Krankenhäusern dort gearbei-tet, hat während einer Fortbildung in Togo vor Jahrzehnten auch Pfarrer Anton Klug persönlich kennengelernt. Der war seit 1969 als Missionar in Togo und Adressat der ersten FKB-Erlöse. Später waren es auch die Indienhilfe mit Pater Franklin und das von Beate Kästle Silva in Brasilien mit-begründete Projekt Comviva, die vom FKB unterstützt wurden.
1158 Namen von Helferinnen und Helfern aus 50 Jahren konnten im Vorfeld des Fes-tes ermittelt werden, die hinter den Stän-den, beim Auf- und Abbau oder in der Or-ganisation tätig waren. Ganze 27 waren es noch beim ersten FKB, damals noch als „Andalusische Nacht“ im Schlossinnenhof gefeiert. Viel Engagement und ebenso viel Improvisationstalent brachten die jungen Leute auf, fröhlich und kunterbunt wurde es dadurch. Der künftige Name war damit gefunden.
Aus Indien und Togo konnte FKB-Mitbegründer Hans Erich Klein herzliche Gruß- und Dankesworte von Pater Franklin und Pater Marian verlesen, Beate Kästle war als Helferin in diesem Jahr selbst da-bei. Sie berichtete von den enormen Schwierigkeiten, die ihrem Projekt in Bra-silien von den politischen Gremien ge-macht werden. Ohne die Hilfen aus Deutschland wäre für sie vieles nicht mög-lich. Straßenkinder, straffällig gewordene Jugendliche, Drogensüchtige gehören ebenso zu ihrer Klientel wie Kleinkinder in der Kindertagesstätte oder Jugendliche in der Berufsausbildung. Sie „Gott spüren zu lassen“ sei das Verdienst des FKB.
Dem Erfolg des Festes tat das heiße Wet-ter keinen Abbruch. Pfarrer Höckelsberger sprach von tropischen Temperaturen wie in Indien, Togo und Basilien. Aber das FKB hat eine treue Besuchergemeinde, der Flohmarkt zieht auch Auswärtige an, und die Dicken Kinder sowie die beiden Jazz-Combos des Alfred-Grosser-Schulzentrums haben ebenfalls ihre Fans. Vom Kinder-programm und dem Luftballonwettbewerb ganz zu schweigen. Bis nach Oberöster-reich war Danilos Siegerballon im letzten Jahr geflogen – mehr als 400 Kilometer weit.
Als Besonderheit zum 50. wurde eine um-fangreiche Festschrift aufgelegt mit vielen Bildern und Informationen aus den letzten Jahrzehnten.
Den Gottesdienst auf dem Festplatz zele-brierte Pfarrer Höckelsberger gemeinsam mit seinem indischen Kaplan Rayapa Beer-la und zwei weiteren Priestern aus der Diözese Guntur. Europa in zehn Tagen ha-ben sie sich vorgenommen. „Zieht Christus an, den neuen Menschen!“, zitierte der Pfarrer aus dem Epheserbrief in seiner Predigt. In diesen Tagen wisse man ja oh-nehin nicht so recht, was man an- oder ausziehen soll. Das Brotwunder von Ka-pernaum war Inhalt seiner Predigt, und das verband er mit dem Anliegen des FKB, den Menschen in den Partnerländern „Un-ser täglich Brot“ zu bringen, „Speise, die dem Leben Sinn gibt“. Drei Chöre aus Jo-ckgrim, Annweiler und Bad Bergzabern hatten sich zu einer Singgemeinschaft zu-sammengefunden und gestalteten den Gottesdienst musikalisch.
Auch wenn im Moment noch keine genaue Bilanz gezogen werden kann, erfolgreich war das Fest auf jeden Fall. Und die in die-sem Jahr schweißtreibende Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Spendenkonten Aktionskreis FKB e.V.
Sparkasse SÜW:
IBAN DE18548500100026003889
VR-Bank SWW:
IBAN DE 11548913000000500500
Foto: Die mit FKB-Spenden erbaute Grundschule im Dorf Bindila im Norden Togos

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