Gefühlsmomente im Kita-Alltag
„Hoppla!“- ein Projekt
- Bilderbuchkino zum Thema Mut
- Foto: Büchler
- hochgeladen von Jürgen Bender
Bad Bergzabern. „Hoppla!“ – dieser Ausruf entsteht oft, wenn wir im Alltag über etwas stolpern, sei es über ein Spielzeug im Flur oder durch unerwartete Erkenntnisse, die uns zum Nachdenken anregen. Genau dieses Element der Überraschung steht im Mittelpunkt des Projekts „Hoppla!“, das von Frau Büchler, einer Mitarbeiterin in der Öffentlichkeitsarbeit des Dekanats Bad Bergzabern, ins Leben gerufen wurde.
Im Rahmen des Projekts wurden über mehrere Monate hinweg Kinder und Eltern der 12 Kitas im Kirchenbezirk mit verschiedenen Gefühlsmomenten überrascht. Kreativ, spielerisch und unter Einbezug der christlichen Botschaft wurden Impulse gesetzt. Zum Weltkindertag am 20. September 2024 erlebten die Kinder einen ganz besonderen Moment: Ein roter Teppich wurde vor den Kitas ausgerollt, und jedes Kind erhielt eine Krone, um als König oder Königin gefeiert zu werden. Im Rahmen des „Gefühlsmoments“ zum Thema Mut wurde mit den Kindern besprochen, was es bedeutet, mutig zu sein – etwa, die eigene Meinung zu sagen und die eigenen Grenzen klar zu definieren. Die Kinder reflektierten darüber, was es heißt, in schwierigen Situationen mutig zu bleiben, und jedes Kind erhielt eine liebevoll gestaltete Postkarte mit einem Handlungsimpuls zum Thema Mut.
Beim zweiten „Gefühlsmoment“ zum Thema Freude wurde in den Kitas eine Kiste mit Äpfeln aufgestellt, auf denen der Sticker „Da ist so viel Freude in mir“ klebte. Die Kinder waren eingeladen, ihre Freude zu teilen, indem sie den Apfel mit jemandem anderen teilten. Dies zeigte ihnen, dass Freude noch schöner ist, wenn sie miteinander geteilt wird. Die Kinder reflektierten über den Wert des Teilens und die Freude, die daraus entsteht.
Beim dritten „Gefühlsmoment“ zum Thema Trauer erhielten die Kinder wiederverwendbare Becher mit der Botschaft „Ich bin ein Gedanke Gottes, genial!“ sowie eine Brausetablette. Gemeinsam erlebten die Kinder ein Experiment, bei dem sie die Reaktionen der Ahoi-Brause beschrieben. Es wurde thematisiert, wie sich Gefühle körperlich ausdrücken – Trauer kann sich beispielsweise im Bauch bemerkbar machen. Das Projekt förderte das Verständnis dafür, dass alle Gefühle, auch die schwierigen, ihren Platz haben und gespürt werden dürfen.
Beim vierten „Gefühlsmoment“ zum Thema Langeweile überraschten Bänke in den Eingangsbereichen der Kitas mit der Botschaft: „Mach mal Pause! Atme durch! Spür mal, wie das ist, wenn du gar nichts tust!“ Kinder und ihre Eltern waren eingeladen, zur Ruhe zu kommen und Langeweile zu erleben – eine wertvolle Übung in einer Welt voller Aktivitäten und Verpflichtungen. Die Kinder reflektierten, wie das „Nichtstun“ zu Kreativität und neuen Ideen führen kann und erfuhren, dass der schöpferische Geist Gottes auch in der Ruhe wirken kann. Ein letzter Hoppla-Moment soll nun Ende April Kinder und Eltern überraschen. Hoppla – Ein Projekt, das überrascht und bereichert Das „Hoppla!“–Projekt hat in den Kitas im Kirchenbezirk nicht nur religiöse Themen auf kreative Weise eingebracht, sondern auch wertvolle Impulse gegeben, die den Kindern helfen, ihre Gefühle besser zu verstehen und zu reflektieren. Es ist ein Projekt, das die Freude am Glauben und die Bedeutung von religiösen Momenten in den Alltag bringt und immer wieder „Hoppla!“ ruft. red
Autor:Jürgen Bender aus Annweiler |
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