Generalsanierung der Dreifeld-Sporthalle gefeiert
Gelungenes Mammutprojekt

 Die farbenfrohe Skulptur „Vereint im Sport“ vor der Sporthalle, gestaltet von den jugendlichen Nutzern selbst
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von Britta Bender
Bad Bergzabern. Es ist vollbracht: die im Jahre 1973 erbaute Sporthalle in Bad Bergzabern ist umfassend grundsaniert und wurde am Freitag, 9. September, am Vormittag feierlich eröffnet.
Musikalisch wurden die 60 geladenen Gäste von der Jazz Combo des Alfred-Grosser-Gymnasiums unter der Leitung von Theodor Schmidt begrüßt. Endlich wieder Live-Musik und das mit ordentlich „Wumms“. Besucherinnen und Besucher nahmen auf der neuen Tribüne Platz. Mit Abstand versteht sich.
Diese neue Halle sei eines der größten Projekte der vergangenen 20 Jahre, eines welches man während seiner Amtszeit wohl nur ein einziges mal erlebt, blickte Verbandsbürgermeister Hermann Bohrer (SPD) auf die Zeit von den ersten Überlegungen 2016 bis hin zur Eröffnung 2021 zurück.
Der Spatenstich erfolgte am 4. April 2019, die Fertigstellung fast pünktlich nach eineinhalb Jahren dann Ende 2020. Jedoch war Corona-geschuldet noch keine Einweihungsfeier, geschweige denn sportliche Betätigungen in der Halle möglich.
Eine energetische Sanierung der Sporthalle war dringend vonnöten. Erste detaillierte Planung ergaben einen Kostenaufwand von 3,4 Millionen.
Das Team um das Planungsbüro Dillig konzentrierte sich zuerst auf die Wärmedämmung von Dach und Wänden. Fenster und Türen wurden ausgetauscht. Insgesamt waren 40 Handwerksfirmen an der Grundsanierung beteiligt. Themenbereiche waren Gebäudeschutz, Elektro und Elektrotechnik, Energieeffizienz und LED, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Erneuerung der Sanitäranlagen, eine Deckenstrahlheizung wurde installiert, das Dach für die Montage der Photovoltaik-Anlage entsprechend geplant, die Funktionalität der Räume sollten verbessert werden und Umkleidekabinen sowie Abstellräume entstanden neu.
Fortsetzung. Natürlich musste auch die Barrierefreiheit gewährleistet werden, was entsprechende WC-Anlagen und das Erfordernis eines Aufzugs nach sich zog, und selbstverständlich wurden die Sportgeräte erneuert, der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht, um ihn zu gewährleisten.
Des Weiteren ist die Preissteigerung für Materialien während der Coronazeit finanziell ins Gewicht gefallen. Die Summe all dieser Notwendigkeiten führten dazu, dass die Gesamtkosten immens gestiegen sind. Hinzu seien weitere Besonderheiten und Herausforderungen gekommen, wie Stefan Rieß vom Planungsbüro während der Eröffnungsfeier berichtete. Es stellte sich heraus, dass die Tragfähigkeit der Hallenkonstruktion des 1973 gebauten Sportgebäudes nicht ausreichte. Eine Lösung musste gefunden werden, um das gesamte Projekt zu retten. So wurde eine Fachwerkkonstruktion auf’s Dach installiert, um ein stabiles Gefüge zu bekommen. So konnte das ursprüngliche Dach erhalten bleiben, was wiederum ein Vorteil für die nächste Besonderheit war.
Der Holzparkett-Schwingboden musste nicht aufwendig geschützt und abgedeckt werden, um ihn erhalten zu können, was aber ausdrücklich erwünscht war. Der Hallenboden sollte aufbereitet werden, was zukünftig bei Bedarf noch mehrfach möglich sein wird. Somit eine nachhaltige Lösung. Alles in allem ist man nun bei einem Kostenfaktor von 5,2 Millionen Euro angelangt. Bezuschusst wurde das Ganze unter anderem mit 1,2 Millionen vom Bund. „Ein Kraftakt, nicht nur finanziell“, sagt Hermann Bohrer. Das Ergebnis zeige jedoch, dass man die richtige Entscheidung getroffen habe und die Grundsanierung eine gute Investition in die Zukunft, für Generationen, darstelle.
Erster Beigeordneter Martin Engelhard (FWG): „Mit etwa 3.200 Sport-Stunden pro Jahr, ist diese Dreifeld-Halle das meistgenutzte Gebäude der Verbandsgemeinde.“
„Die Halle hätte nicht länger fehlen dürfen,“ sagt Minister Alexander Schweitzer (SPD) und dass es wichtig gewesen sei, die Halle technisch in die Neuzeit zu holen. Die lange Bauphase sowie die bewegungsarme Coronazeit machten den Schulsportbetrieb nicht gerade einfach, auch waren Vereinsangebote nicht möglich.
Dass nichts verlernt wurde zeigten Turnerinnen und Turner des TV Bad Bergzabern sehr eindrucksvoll. Die Jungs an den Ringen, am Barren und am Reck, ließen den geladenen Gästen den Atem stocken. Und die Mädchen brachten mit tänzerischer Gymnastik und hochkonzentrierten Übungen am Schwebebalken die Menschen zum Staunen.
Erstaunlich auch die Leistung der Schüler-Projektgruppe unter der Leitung von Kunstlehrerin Elke Pfaffmann. „Kunst am Bau“ - nicht erschaffen durch einen namhaften Künstler oder Künstlerin sondern von den Hauptnutzern, von den Jugendlichen und jungen Menschen selbst.
So entstand die farbenfrohe große Skulptur „Vereint im Sport“ die vor der Sporthalle zu sehen ist, wie auch die Wandgemälde in den Fluren, Gängen und Umkleiden des Gebäudes. Umgesetzt wurden diese Kunstwerke mit viel Begeisterung und Freude sowie der Unterstützung durch Handwerksbetriebe.
Landrat Dietmar Seefeld (CDU), sowie die Bundestagsabgeordneten Thomas Gebhart (CDU) und Thomas Hitschler (SPD) gratulierten zur umfassend grundsanierten Sporthalle, die einem Neubau gleicht. Endlich wieder Sport, Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft in diesem Gebäude vereint.
Die feierliche Eröffnung am 10. September 2021 war ein guter Tag für Schülerinnen und Schüler, Vereine, Sportlerinnen und Sportler sowie zukünftige Besucherinnen und Besucher von Veranstaltungen, darin waren sich alle Redner einig. Äußerst eindrucksvoll bestätigt wurde dies von der Jazz Combo mit dem großartigen Song „Feeling Good“.

Autor:

Britta Bender aus Annweiler

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