Gemeinsame Jahresabschlussübungen der Freiwilligen Feuerwehren
Hilfe, es brennt!

Bei der Feuerwehrübung in Ramberg.
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  • Bei der Feuerwehrübung in Ramberg.
  • Foto: VGV Annweiler am Trifels, Vanessa Herget
  • hochgeladen von Vanessa Herget

Das vergangene Wochenende stand bei einigen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels ganz unter dem Motto: Üben für den Ernstfall. In zwei Jahresabschlussübungen bewiesen die Einsatzkräfte der Ortswehren, dass sie nicht zuletzt auch wegen der vielen jungen Feuerwehrfrauen und -männern in ihrer Mitte eine schlagkräftige Truppe bilden.

Bei der Übung am Freitagabend fand sich am Sportheim in Völkersweiler ein wahres Großaufgebot an Löschfahrzeugen ein, sogar eine Drehleiter war vor Ort. Alle Einheiten der Wehren aus Völkersweiler, Gossersweiler-Stein und Silz/Münchweiler, zusätzlich unterstützt von Leuten der Stützpunktwehr in Annweiler am Trifels, waren ausgerückt. Der Auftrag: Das Löschen eines Gebäudebrandes und die Rettung mehrerer Personen aus dem Unter- und Obergeschoss. Etwa 30 bis 40 Feuerwehrfrauen und -männer waren im Einsatz und hatten den „Brand“ schon nach kürzester Zeit unter Kontrolle. Eine während des Einsatzes hinter dem Gebäude verletzte Person konnte gerettet werden und die Räumlichkeiten wurden nach eventuell weiteren Vermissten durchsucht. Die verletzten Personen wurden an einer Sammelstelle durch Feuerwehrkräfte betreut und erstversorgt.

Am Samstagnachmittag „brannte“ es in Gebäuden der Spielzeugfabrik Theo Klein in Ramberg. Auch hier musste ein Gebäudegroßbrand bekämpft werden, zudem mussten mehrere vermisste Personen gefunden und geborgen werden. Einige der Vermissten hatten sich auf das Dach gerettet und mussten von dort in Sicherheit gebracht werden. Die Wehren aus Ramberg, Dernbach und Eußerthal waren mit rund 35 Einsatzkräften und sieben Löschfahrzeugen ausgerückt und brachten die Situation schnell und effizient unter Kontrolle.

Solche Übungen sind aufwendig in der Vorbereitung und verlangen den Durchführenden Einiges ab, können aber im Ernstfall den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Der Verantwortliche für die Übung in Völkersweiler, Völkersweilers Wehrführer Dominik Pfundstein, zeigte sich ebenso zufrieden mit der Leistung der Truppe wie Einsatzleiter Andreas Pfalzer am Samstagnachmittag in Ramberg. „Das war ein sehr guter Einsatz. Die Kommunikation untereinander hat gestimmt, die gestellte Aufgabe konnte kompetent erfüllt werden“, resümierte Pfundstein am Freitagabend. Auch Wehrleiter Klaus Michel attestierte den Wehren einen professionellen Auftritt und lobte Kameradschaft und Teamarbeit. „Das ist es, was man für einen erfolgreichen Einsatz braucht.“

Bürgermeister Christian Burkhart dankte für die gelungene Absolvierung der Übungen an diesem Wochenende und auch für den Einsatz aller Feuerwehrleute über das ganze Jahr. „Ich als Bürgermeister setze mich immer für eine gute Ausrüstung und Fortbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer ein, damit im Einsatzfall alle Einsatzkräfte wieder sicher und unbeschadet zu ihren Familien zurückkommen,“ sagte Burkhart. "Aber auch wenn die Verbandsgemeinde die Rahmenbedingungen schafft, seid ihr es doch mit eurem Engagement, die die Verantwortung für das Gelingen eines Einsatzes tragt." Er empfinde Respekt und Hochachtung für die Wehren aus der Verbandsgemeinde und fühle sich nach diesem Wochenende erneut in seinem Vertrauen bestätigt.

Burkhart zeichnete in diesem Zuge auch einige Feuerwehrmänner für ihre Verdienste mit der durch die Verbandsgemeinde initiierte Ehrenmedaille für Feuerwehrleute aus: Florian Rieber der FF Gossersweiler-Stein und Dominik Pfundstein der FF Völkersweiler wurden für 20 Jahre im Dienst die Ehrenmedaille in Bronze verliehen. Reiner Paul der FF Gossersweiler-Stein, der oft im Hintergrund unerlässliche Arbeit für die Freiwillige Feuerwehr leistet, Harald Jentzer der FF Dernbach sowie Michael Rung und Dominik Schulz der FF Ramberg erhielten für 30 Jahre im Dienst die Ehrenmedaille in Silber. Stefan Reither der FF Gossersweiler-Stein und Matthias Schanzenbach der FF Dernbach wurden für 25 Jahre im Dienst mit dem Silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen ausgezeichnet.

Nachträglich werden Nicolai Jentzer der FF Dernbach für 10 Jahre, Stefan Dietrich der FF Ramberg für 30 Jahre und Andreas Wiehn der FF Völkersweiler für 41 Jahre im Dienst ausgezeichnet werden. Thomas Follmann der FF Dernbach wird nachträglich das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen erhalten.

Burkhart beförderte Harald Jentzer und Tobias Rung der FF Dernbach zu Oberlöschmeistern und Dominik Schulz der FF Ramberg zum Brandmeister. Schulz wurde zudem noch zum Gruppenführer bestellt. Dominic Meyer wurde zum neuen stellvertretenden Wehrführer der FF Eußerthal ernannt.

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