Weihnachtsbaumweitwurf-Turnier lockt viele Zuschauer
Super Stimmung beim dritten Knutfest

Die Teilnehmer des Weihnachtsbaumweitwurf-Turniers wurden lautstark angefeuert
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Unkenbach. Etwa dreißig ausrangierte Nadelbäume hatten beim diesjährigen Knutfest, das durch die Gemeinde Unkenbach und die Freiwillige Feuerwehr ausgerichtet wurde, ihren letzten leuchtenden Auftritt. Meterhohe Flammen – damit verbunden aber auch dicke Rauchschwarten – schlugen den ganzen Abend über in den Nachthimmel rund um das zentrale Gelände am Kinderspielplatz und ließen nichts mehr übrig vom weihnachtlichen Grün, das noch vor kurzem die heimischen Wohnzimmer geschmückt hatte.
Bereits am frühen Nachmittag waren die Feuerwehrkameraden der örtlichen freiwilligen Feuerwehr mit einem Anhänger durch den Ort gefahren und hatten die Weihnachtsbäume, die dann beim abendlichen Fest nach altem schwedischen Brauch auf dem Vorplatz am Kinderspielplatz in einer etwa fünf Quadratmeter großen Metallwanne unter strenger Kontrolle der Floriansjünger verbrannt wurden, eingesammelt.
Zum Rahmenprogramm des mittlerweile dritten Unkenbacher Knutfestes gehörte auch wieder ein Weihnachtsbaumweitwurf-Turnier, wobei hier in vier Kategorien – einer Männergruppe, einer Frauengruppe und zwei Kindergruppen – angetreten wurde. Insgesamt starteten in diesem Jahr wieder etwa 30 Teilnehmer zum Wettbewerb.
Beim Weihnachtsbaumweitwurf geht es darum, ausgediente Weihnachtsbäume so weit als möglich zu werfen. Bei den Männern belegte Marco Braun mit 9,20 Metern den ersten Platz, gefolgt von Christian Kreis (9,00 Meter) und Siegmar Böhmer (8,90 Meter). Der Rekord von 10,10 Metern (Kevin Höfle im Jahr 2018) konnte in diesem Jahr nicht geknackt werden. In der Frauen-Kategorie gewann erneut die Vorjahressiegerin Birgit Glinka mit 6,00 Metern vor Rebecca Hund (5,50 Meter) und Venessa Linn (5,20 Meter). Birgit Glinka kam jedoch auch hier an die jemals in Unkenbach geworfene Bestmarke bei den Damen von 6,60 Metern (Rita Bachmann im Jahr 2017) nicht heran. In der Kindergruppe der Jungen gelang dem dreizehnjährigen Niklas Heth aus Bad Kreuznach mit 7,30 Meter der weiteste Wurf, gefolgt vom fünfjährigen Jonathan Böhmer (3,20 Meter) und dem vierjährigen Jonathan Hanse (1,40 Meter). In der Kindergruppe der Mädchen siegte Zoe Feikert mit 4,10 Metern vor Lisa Braun (3,50 Meter) und Alina Hund (2,40 Meter).
Gerade das Weihnachtsbaumwerfen auf dem Kinderspielplatz – aufgrund des pünktlich zu Veranstaltungsbeginn einsetzenden strömenden Dauerregens verwandelte sich der Anlauf- und Abwurfbereich innerhalb kürzester Zeit in eine glitschige Matschbahn – sorgte wieder für ein sehr großes Interesse. Die Teilnehmer wurden von den zahlreichen Zuschauern lautstark angefeuert und auch mit Applaus wurde nicht gespart. Besonders über die angewandte Technik beim Werfen wurde rege diskutiert und es wurden auch Vorschläge gemacht und Tipps gegeben. Manche Teilnehmer nahmen den Baum an der Baumspitze und schleuderten diesen mit viel Schwung von sich weg, andere wiederum schworen auf die „Pfeiltechnik“. Dabei wurde der Baum wie ein Pfeil mit der Unterseite des Baumes nach vorne und mit der Baumspitze nach hinten gehalten und geworfen. Wieder andere stießen den Baum wie beim Kugelstoßen von sich. Der ein oder andere Teilnehmer kam mit dem biestigen stacheligen „Wurfgerät“ aber auch nicht immer klar. So entglitt einer Teilnehmerin beim Abwurf vorzeitig der Baum deren Händen, stieg senkrecht in die Höhe und landete schließlich ohne große Weite fast wieder unmittelbar im Abwurfbereich – aber hier direkt auf Wehrführer Christoph Hund, der die Weitenmessungen beim Wettbewerb durchführte. Witzig, wie der ein oder andere Zuschauer seine Nichtteilnahme am Weitwurf-Wettbewerb begründete: Leider könne er nicht mitmachen, so ein Unkenbacher Bürger, denn er mache sich Sorgen, da die vom Veranstaltungsgelände etwa nur 50 Meter weit entfernte Bundesstraße nicht abgesperrt sei. Oder Heiko Held aus Unkenbach vom Anlauf- und Abwurfbereich aus die Aufforderung an den unmittelbaren Grundstücksnachbarn zum Veranstaltungsgelände: Dieser solle doch bitte schleunigst seinen auf dessen Grundstück abgestellten PKW wegfahren – er übernehme keine Haftung dafür, wenn nach seinem Wurf der Baum von dem etwa dreißig Meter entfernten Fahrzeugdach zurückgeholt werden müsse. Mit seinem dann anschließenden weitesten Wurf (7,90 Meter) konnte sich die Befürchtung von Heiko Held dann doch nicht so ganz bestätigen. „Das macht total viel Spaß hier zuzuschauen“, war immer wieder aus dem Zuschauerbereich zu hören.
Mit Glühwein, Kinderpunsch, frisch zu bereitetem Flammkuchen und knackiger Grillwurst war aber auch für das leibliche Wohl wieder bestens gesorgt und auch die lautstarke Party-Musik mit Fetenhits sorgte für eine ausgelassene Stimmung. Schade nur, dass das Wetter bei regelrechtem Dauerregen wieder nicht so ganz mitgespielt hat – aber das tat dem Knutfest keinen Abbruch. Mit Pavillons aber auch mit einer kurzfristig beim Nachbarn frei geräumten und zur Verfügung gestellten Garage hatten die Unkenbacher für trockene Unterstände vorgesorgt. Zum Ende des Abends konnten die Veranstalter wieder fast totalen Ausverkauf vermelden.
Aufgrund des großen Besucherzuspruches hat das Knutfest selbstverständlich auch im nächsten Jahr wieder seinen festen Platz im Veranstaltungskalender der Gemeinde und der Freiwilligen Feuerwehr, wie die Veranstalter und Hauptorganisatoren Beigeordneter Gerd Linn für die Gemeinde Unkenbach sowie Wehrführer Christoph Hund für die freiwillige Feuerwehr resümierten.bhs

Autor:

Claudia Bardon aus Wochenblatt Kirchheimbolanden

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