Alsenzer auf Wissenschaftstour
CERN in Genf besichtigt
- Alsenzer Delegation in Genf, fünfter von rechts Dr. Jochen Klein, achter von rechts Harald Klein
- Foto: Alsenz-Delegation CERN-Genf/frei
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Alsenz. Professor Fritz Klein, studierter und promovierter Physiker und gebürtigem Alsenzer und seinem in Alsenz lebenden Bruder Harald Klein ist es zu verdanken, dass ein Kreis an Physik interessierter Personen aus Alsenz nach Genf starten konnte, um dort CERN, die europäische Organisation für Kernforschung in der Nähe von Genf, zu besichtigen. CERN beherbergt den weltgrößten Teilchenbeschleuniger. Dank der wissenschaftlichen Begleitung durch den am Cern tätigen und forschenden 42jährigen Sohn von Fritz Klein, Jochen Klein, promovierter Physiker und Mathematiker, gab es Antworten auf fast alle Fragen zur Entstehung der Welt und die bis dato bekannten Forschungsergebnisse.
Die 17köpfige Besuchergruppe aus der Nordpfalz tauchte in der Schweiz zwei Tage lang in die Welt der Kernphysik ein. Oberirdisch besteht CERN aus einer Vielzahl von imposanten Hallen, vollgepackt mit Messelektronik, riesigen Maschinen und einer schier unendlichen Vielzahl von Strom- und Computerkabelsträngen. Ein absolutes "Highlight" der Exkursion war die Besichtigung des "Large Hadron Collider" (LHC), dem Herzstück des Forschungszentrums. Dieser Beschleuniger befindet sich unter der Erde im 27 Kilometer langen Tunnel. In einem nur wenige Zentimeter großen, von flüssigem Helium umgebenen Ringrohr, werden die Atomkerne von Wasserstoff und Blei auf 99,99 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, bevor sie in vier unterirdischen Hallen zur Kollision gebracht werden. Beim Aufprall werden viele noch kleinere Teilchen produziert, die im Rahmen verschiedener Experimente mit Detektoren registriert werden. Die Analysen durch ein Team internationaler Wissenschaftler mittels Computerprogrammen und in gigantisch großen Datenspeichern erlauben Rückschlüsse über die Abläufe und die frühe Entwicklung des Universums. Am CERN wurden viele bahnbrechende Forschungsergebnisse erzielt, die auch durch Nobelpreise ausgezeichnet wurden. Gleichzeitig entstehen am CERN auch alltagsrelevante Produkte, wie etwa das heute nicht mehr wegzudenkende World Wide Web. Diese Exkursion war für die Nordpfälzer Besuchergruppe nur möglich, weil der LHC gerade in der Wartungsphase ist und weil Jochen Klein die Führung in den innersten Teile der Großforschungsanlage selbst übernommen hatte. Jochen Klein arbeitet seit 2007 am LHC an der Erforschung jener Materie, wie sie kurz nach dem Urknall existiert hat. Die Studienfahrt zum CERN folgte einer Exkursion zum Radioteleskop am Effelsberg im Jahr 2023. Diese Reihe von wissenschaftlichen Reisen wurden durch die Klein-Brüder initiiert und geplant. Man darf gespannt sein, welches nächstes Ziel für die wissensdurstigen Forscher aus Alsenz und Umgebung ausgesucht werden wird.
Alsenzer CERN-Delegation /frei
Fünfter von rechts: Dr. Jochen Klein, Achter von rechts: Harald Klein
Autor:Arno Mohr aus Alsenz-Obermoschel |
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