Teschenmoschel
Ortschronik wird vorgestellt: 21.Nov. 18 Uhr
- Autor Willi Schattauer und Ortsbürgermeisterin Sabine Küsters am Ortsschild von Teschenmoschel - stolz wird die neue Chronik präsentiert-
- Foto: Arno Mohr
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Teschenmoschel. Bis wenige Tage vor dem Druck wurde an ihr gearbeitet, sie beinhaltet hochinteressante Texte, beeindruckende Bilder sowie umfassende Informationen zur Historie der kleinen Moscheltalgemeinde. Am Freitag, 21. November, 18 Uhr wird die Teschenmoschler Dorfchronik im Bürgerhaus vorgestellt. Sie ist vor allem einem zu verdanken:
Willi Schattauer aus Kalkofen, Autor von mittlerweile über 30 Büchern und Heften über Gemeinden und Höfe in der Nordpfalz hat auch für Teschenmoschel ganze Arbeit geleistet: Auf 520 Seiten hat der ehemalige Chef der Bundespolizei im Bad Kreuznacher Bahnhof und langjährige Ortsbürgermeister in seinem Heimatort Kalkofen die Historie des Dorfes mit all ihren Facetten beleuchtet.
Dank
Schattauer ist im Gespräch mit der Rheinpfalz sehr dankbar für die vorbehaltlose Unterstützung vor Ort: Angefangen von Ortsbürgermeisterin Sabine Küsters mit ihrem Ehemann Thomas über die regelmäßigen Treffen von jüngeren, aber auch besonders älteren Bürgern."Alle haben mir immer wieder neue Informationen und Bilder geliefert und damit dafür gesorgt, dass das Werk so umfangreich werden konnte", so der Autor. Er selbst war für das Werk etliche Male im Landesarchiv in Speyer oder auch in den den verschiedenen Kirchenarchiven wie er auch auf frühere Veröffentlichungen zu unterschiedlichen Themen zurückgreifen konnte. Schattauer ist es gelungen, kurzweilig und flüssig zu schreiben. Humorvolles ist nicht vergessen worden: So wie der aus einem Tierpark in Rockenhausen ausgebüxte Affe immer wieder in Teschenmoschel gesichtet und nach zwei Monaten dort in eine "Bananenfalle" tappte und so sogar überregional Schlagzeilen machte. Aber auch über ganz schlimme Straftaten, die in früherer Zeit leider auch passierten, wird berichtet. Im Kampf um eine größere Selbstständigkeit gab es schon 1894 Versuche, sich von der Bürgermeisterei Bisterschied loszulösen und damals eine eigene Bürgermeisterei mit Dörr- und Teschenmoschel zu bilden. Gelungen ist dies nicht.
Viele Facetten der Gemeinde beleuchtet
Schattauer zeigt auf, wie bedeutend früher die Landwirtschaft für den Landstrich war, wie sich Besiedlung und kulturelle Entwicklung in all den Jahrhunderten seit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1456 veränderten. Er beleuchtet die Deutung des Ortsnamens, des Wappens mit einem laufenden Keiler und der Muschel und der erst vor kurzem erstmals eingeführten Flagge. Alle Kriege in dieser Zeit hatten Einfluß auf die Gemeindeentwicklung und die Menschen. Maus- und Wolfsmühle werden umfangreich dargestellt, ebenso die Situation im früheren Bezirksamt und dem Landkreis Rockenhausen. Auswanderer sind genauso Themen sind auch die jeweiligen Bürgermeister oder die Einwohnerentwicklung, die von 1953 mit 253 auf 125 im Jahr 2025 zurückging. Sehr wichtig war auch immer schon die Versorgung mit Wasser als Quell des Lebens. So sind die erstmalige Wasserversorgung (1976), die Elektrizität, der Bürgerhausbau (1985-1988), der Friedhof mit Aussegnungshalle (1974) Inhalte der Chronik. Teschenmoschel hatte früher auch eine israelische-jüdische Gemeinde und hielt einen zentralen Friedhof auch für Juden anderer Gemeinden vor, heute ist es wohl der größte jüdische Friedhof in der Nordpfalz. Dass es auch eine Synagoge gab, ist nur wenigen bekannt. Auch zur Protestantische Pfarrei mit Kirche in Dörrmoschel, zu der Teschenmoschel gehörte und dem Glockenturm auf dem früheren Schulhaus von Teschenmoschel geht der Autor ein. Genau wie auch auf die Schule, das dörfliche Leben, auf Bräuche und Sitten, die Kerb, den Bergbau, die Geschäfte oder die Vereine und die Feuerwehr der Gemeinde oder den Teschenmoscheler Wingert mit 90 Stöcken des Chemikers Ernst Küsters.
Auf Anfänge zurückblicken
Bei der Präsentation im Bürgerhaus am Freitagabend wird Schattauer nochmal auf die Anfänge zurückblicken, das Buch als Ganzes und Auszüge aus dem Inhalt vorstellen sowie die ein oder andere Episode aus der mehrjährigen Entstehungszeit erzählen. Er hofft zusammen mit Sabine Küsters, dass viele aktuelle und ehemalige Teschenmoscheler und Interessierte aus den Nachbargemeinden kommen, um sich im Anschluß gemeinsam mit ihm und seinen Helfern über die Chronik zu unterhalten. Was das Buch kostet, wird im Vorfeld nicht verraten, zu kaufen ist es am Freitagabend und dann bei Ortsbürgermeisterin Sabine Küsters.
Autor:Arno Mohr aus Alsenz-Obermoschel |
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