Führung zu früheren jüdischen Einrichtungen
Alsenz
[b][u]Alsenz. Am Sonntag, 17. Mai, 14 Uhr, Treffpunkt Pfälzisches Steinhauermuseum am Marktplatz, lädt der historische Verein der Nordpfalz Alsenz ein weiteres Mal zu einem Rundgang zu früheren jüdischen Örtlichkeiten in Alsenz ein. Bei der Führung mit dem Alsenzer Schornsteinfegermeister Michael Bauer, der über profunde Kenntnisse der früheren jüdischen Historie in Alsenz verfügt, werden unter anderem der Judenfriedhof, der 1710 angelegt wurde, der Gottscho-Platz an der Kreuzung Hauptstraße/Kalkofer Straße mit den dort verlegten Stolpersteinen, wie auch die erhaltene ehemalige jüdische Synagoge sowie die 1762-1765 errichtete jüdische Schule besichtigt. Zur Zeit des 17. Jahrhunderts ist die jüdische Gemeinde in Alsenz entstanden. 1801 gab es noch 53, 1825 noch 97 und 1910 nur noch 41 jüdische Mitbürger. Diese Zahl nahm wegen der Repressalien der Nationalsozialisten weiter ab. 1933 wurde wegen des Rückgangs der jüdischen Bevölkerung die Synagoge sowie die Schule verkauft an einen örtlichen Bauer, der sie danach als Lagerschuppen nutzte. Nur dadurch entging die Synagoge auch dem Novemberpogrom 1938. Sie gilt als eine der besterhaltenen jüdischen Synagogen weit über die Nordpfalz hinaus und steht unter Denkmalschutz. Zwei andere von jüdischen Mitbürgern bewohnte Häuser wurden damals vom Nazi-Mob verwüstet. Die ehemalige Synagoge wurde 1981 von dem Frankfurter Pfarrer Klaus Knerr erworben, der sie sanierte und darauf achtete, dass so viel wie möglich von der früheren Synagoge im Original erhalten blieb. Er gab auch einige Bücher zur Historie der Alsenzer Juden heraus. Mittlerweile hat die Synagoge neue Eigentümer. Der in Alsenz geborene und langjährige Rehborner Pfarrer sowie spätere Oberkichenrat der pfälzischen Landeskirche, August Kopp (1886-1970) veröffentlichte ebenfalls ein sehr bekanntes Buch unter dem Titel "Dorfjuden in der Nordpfalz - dargestellt an der Geschichte der Jüdischen Gemeinde Alsenz ab 1655". Diese und weitere interessante Informationen über das frühere jüdische Leben in Alsenz wird bei der Führung vermittelt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.Alsenz.[/u] [/b]Am Sonntag, 17. Mai, 14 Uhr, Treffpunkt Pfälzisches Steinhauermuseum am Marktplatz, lädt der historische Verein der Nordpfalz Alsenz ein weiteres Mal zu einem Rundgang zu früheren jüdischen Örtlichkeiten in Alsenz ein. Bei der Führung mit dem Alsenzer Schornsteinfegermeister Michael Bauer, der über profunde Kenntnisse der früheren jüdischen Historie in Alsenz verfügt, werden unter anderem der Judenfriedhof, der 1710 angelegt wurde, der Gottscho-Platz an der Kreuzung Hauptstraße/Kalkofer Straße mit den dort verlegten Stolpersteinen, wie auch die erhaltene ehemalige jüdische Synagoge sowie die 1762-1765 errichtete jüdische Schule besichtigt. Zur Zeit des 17. Jahrhunderts ist die jüdische Gemeinde in Alsenz entstanden. 1801 gab es noch 53, 1825 noch 97 und 1910 nur noch 41 jüdische Mitbürger. Diese Zahl nahm wegen der Repressalien der Nationalsozialisten weiter ab. 1933 wurde wegen des Rückgangs der jüdischen Bevölkerung die Synagoge sowie die Schule verkauft an einen örtlichen Bauer, der sie danach als Lagerschuppen nutzte. Nur dadurch entging die Synagoge auch dem Novemberpogrom 1938. Sie gilt als eine der besterhaltenen jüdischen Synagogen weit über die Nordpfalz hinaus und steht unter Denkmalschutz. Zwei andere von jüdischen Mitbürgern bewohnte Häuser wurden damals vom Nazi-Mob verwüstet. Die ehemalige Synagoge wurde 1981 von dem Frankfurter Pfarrer Klaus Knerr erworben, der sie sanierte und darauf achtete, dass so viel wie möglich von der früheren Synagoge im Original erhalten blieb. Er gab auch einige Bücher zur Historie der Alsenzer Juden heraus. Mittlerweile hat die Synagoge neue Eigentümer. Der in Alsenz geborene und langjährige Rehborner Pfarrer sowie spätere Oberkichenrat der pfälzischen Landeskirche, August Kopp (1886-1970) veröffentlichte ebenfalls ein sehr bekanntes Buch unter dem Titel "Dorfjuden in der Nordpfalz - dargestellt an der Geschichte der Jüdischen Gemeinde Alsenz ab 1655". Diese und weitere interessante Informationen über das frühere jüdische Leben in Alsenz wird bei der Führung vermittelt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Autor:Arno Mohr aus Alsenz-Obermoschel |
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