Förderprogramm TRAFO soll für neue Impulse sorgen
Wandermusikantentum als Alleinstellungsmerkmal pflegen

Paul Engel , Mitbegründer des Museums auf der Burg
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Von Horst Cloß

Burg Lichtenberg.Mit einer Veranstaltungsserie über das Wandermusikantentum im Pfälzer Musikantenland soll dieser Teil der regionalen Geschichte dazu beitragen, eine identitätsstiftende Funktion zu bewahren. Der Auftakt zu dieser Reihe fand in der Zehntscheune auf Burg Lichtenberg letzte Woche statt, dazu hatte der Rotary-Club Kusel eingeladen.

Mit den Musikanten Antje Scotti-Pollmann an der Violine, Alter Birgit und Albert Petek an der Gitarre sowie Werner Leist an der Bassgitarre spielte das Quartett Kompositionen der Wandermusikanten Rudolf Mersy, Oskar Kreischer, Otto Schwarz und Heinrich Maurer. So zum Beispiel den „Rosenstrauß-Walzer“ oder „Frühlingsklänge“, „Im Tannenwald“ oder auch den „Jackie-Walzer“.
Die Schauspielerin am Pfalztheater, Barbara Seeliger, ging in ihren Lesungen auf verschiedene Episoden und Geschichten der Wandermusikanten ein, die in unterschiedlichen Besetzungen die ganze Welt bereisten, darunter in erster Linie die USA, aber auch England und Irland sowie Russland, Australien und Teile von Asien. Sehr interessant ein Brief von Georg Drumm aus Erdesbach, der von 1874 bis 1959 lebte und den Marsch „Hail America“ komponierte, der bei jeder Präsidenten-Amtseinführung gespielt wird.
Paul Engel beschäftigte sich in diversen Ausschnitten mit Auffälligkeiten an den Texten. So hinterfragte er den Begriff „Musiker und Schnorranten“, aber auch den einzelnen Zuweisungen des Wandermusikantentums zu bestimmten Regionen. Er sprach sich dafür aus, generell von einem „Pfälzer Musikantenland“ zu sprechen. Schließlich stelle das Pfälzer Wandermusikantentum die größte flächendeckende Ausdehnung in Deutschland dar und verfügte auch zahlenmäßig über den Bestand an Wandermusikanten. Auch habe sich eine eigene Musikantensprache in dieser Zeit entwickelt.
Eine weitere Lesung befasste sich mit der Reise der Kapelle Michael Gilcher aus Eßweiler, die mit dem Circus Burton von 1862 bis 1864 in Australien weilte.
Die künstlerische Gesamtleitung oblag Kreiskantor Roland Lißmann, der diese Aufgabe für den Kirchenkreis Obere Nahe im Rahmen der TRAFO-Bewerbung übernommen hatte.
Weitere Veranstaltungen folgen am 15. August in Mackenbach, am 23. August in Birkenfeld, 24. August in Idar-Oberstein und am 25. August in der Abteikirche Offenbach-Hundheim.

Paul Engel , Mitbegründer des Museums auf der Burg
Barbara Seeliger begrüßte mit „Gu morje“
Autor:

Horst Cloß aus Kusel-Altenglan

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