Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben: Wallfahrtsort bleibt, aber Gebäude müssen weichen

Luftaufnahme des Geistlichen Zentrums Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben: Teile der Gebäude bleiben erhalten, andere müssen aus Kostengründen weichen. | Foto: Archiv/Maria Rosenberg
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Maria Rosenberg steht vor großen Veränderungen: Der traditionsreiche Wallfahrtsort bleibt erhalten, muss sich aber deutlich verkleinern. Die Diözesanversammlung hat ein Zukunftskonzept beschlossen – mit Sanierungen, Abrissen und neuen geistlichen Angeboten.

Von Erik Stegner
Waldfischbach-Burgalben.
Für das Geistliche Zentrum Maria Rosenberg ist die Entscheidung gefallen: Der traditionsreiche Wallfahrtsort soll erhalten bleiben – allerdings in deutlich verkleinerter und modernisierter Form. Die Diözesanversammlung des Bistums Speyer hat am Freitag in einer Sondersitzung den Weg für eine grundlegende Neuausrichtung beschlossen.

Maria Rosenberg bleibt ein besonderer Segensort des Bistums

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann bezeichnete Maria Rosenberg als „einen besonderen Ort in unserer Diözese“. Seit Jahrhunderten sei er ein geistliches Zentrum und Segensort. Doch sowohl die bauliche als auch die finanzielle Situation machten nun entschlossenes Handeln notwendig. Brandschutz, Barrierefreiheit sowie die Sanierung von Strom- und Wasserversorgung duldeten keinen Aufschub.

Ein Gutachten hatte deutlich gemacht, dass die bisherigen Strukturen nicht wirtschaftlich tragfähig sind. Die Auslastung der Gästezimmer liegt mit 17,4 Prozent weit unter dem Branchendurchschnitt. Investoren für den umfangreichen Gebäudebestand konnten nicht gefunden werden.

Sanierung nur in Teilen möglich – Gebäude werden abgerissen

Die Versammlung folgte daher einem Konzept, das vorsieht, den Wallfahrtsbetrieb fortzuführen und zugleich das Geistliche Zentrum in verkleinerten Räumlichkeiten weiterzuentwickeln. Künftig sollen das Stifterhaus und ein Zwischenbau saniert und genutzt werden. Dort entstehen Tagungsräume, Gesprächszimmer und Bereiche für geistliche Angebote. Die Obergeschosse werden für wirtschaftliche Nutzungen vorgesehen, um die laufenden Kosten abzufedern. Das Pfarrhaus soll als Selbstversorgerhaus für Einzelgäste dienen.

Andere Gebäude – darunter die Hausteile A und B sowie das Gästehaus – werden dagegen abgerissen. Damit könnten die jährlichen Unterhaltskosten von derzeit rund 900.000 Euro mehr als halbiert werden.

Zukunftskonzept: Wallfahrt und geistliche Angebote gesichert

Mit dem Beschluss ist auch die Schließung des bisherigen Tagungshausbetriebes verbunden. Gleichzeitig wurde die Bistumsleitung beauftragt, ein Gesamtkonzept für alle diözesanen Bildungshäuser zu entwickeln.

Für die Gläubigen bedeutet dies: Maria Rosenberg bleibt ein zentraler Wallfahrts- und Segensort, wenn auch in kleinerem Umfang. Geistliche Angebote, Exerzitien und Begegnungsmöglichkeiten sollen weiterhin stattfinden – jedoch in einer strukturell abgespeckten, aber zukunftsfähigen Form.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Maria Rosenberg bleibt als Wallfahrts- und Segensort des Bistums Speyer bestehen. Allerdings wird das Geistliche Zentrum verkleinert und in Teilen neu ausgerichtet.
Sanieren und nutzen will das Bistum das Stifterhaus mit einem Zwischenbau. Dort entstehen Räume für geistliche Veranstaltungen, Tagungen und Begegnungen. Das Pfarrhaus wird zu einem Selbstversorgerhaus für Gäste.
Die Hausteile A und B sowie das Gästehaus sollen abgerissen werden, da eine Sanierung nicht finanzierbar ist. Damit sinken die jährlichen Unterhaltskosten deutlich.
Wallfahrten, Gottesdienste, Exerzitien und geistliche Begleitung bleiben weiterhin möglich. Der klassische Tagungshausbetrieb wird jedoch eingestellt.
Maria Rosenberg: Tagungsbetrieb schließt 2026 – Wallfahrt bleibt geöffnet
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Autor:

Erik Stegner aus Landstuhl

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