Mehr Senioren im Saarland brauchen Grundsicherung im Alter
- Auch im Saarland steigt die Zahl der Grundsicherungsbezüge älterer Menschen. (Symbolbild)
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Saarland. Im Saarland sind immer mehr ältere Menschen auf staatliche Hilfe angewiesen. Ende Dezember waren 11.275 Seniorinnen und Senioren auf Grundsicherung im Alter angewiesen, rund 24 Prozent mehr als Ende Dezember vor drei Jahren. Bis September stieg die Zahl weiter auf 11.545 Empfänger, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen.
Der deutliche Anstieg gilt als Warnsignal für das Land. Die saarländische SPD-Landesregierung verweist darauf, dass es sich um einen bundesweiten Trend handelt. Deutschlandweit nahm die Zahl der Bezieher im gleichen Zeitraum um 25,5 Prozent zu. Kurzfristige politische Verantwortlichkeiten im Saarland ließen sich aus den Daten nicht ableiten, teilte die Regierung mit. Sozialpolitische Rahmenbedingungen würden vor allem auf Bundesebene entschieden.
Warnsignal: Immer mehr ältere Menschen in finanzieller Not
Die Entwicklung trifft auch die sozialen Hilfsangebote im Land. Nach Angaben der Landesregierung gibt es im Saarland elf Tafeln, die regelmäßig mehr als 3.600 Haushalte mit Lebensmitteln versorgen. Allein im laufenden Jahr flossen dafür rund 122.000 Euro an Fördermitteln.
Jeder fünfte Tafelnutzer ist älter als 67 Jahre
Wie aus einer Erhebung des Landesverbandes der Tafeln von Februar hervorgeht, liegt der Anteil der Seniorinnen und Senioren unter den Tafelnutzern bei 18 bis 20 Prozent. Damit ist nahezu jeder fünfte Nutzer älter als 67 Jahre.
Warnsignal für Kommunen: Hilfe vor Ort soll ausgebaut werden
Gegen Ernährungsarmut im Alter setzt das Land unter anderem auf gemeinschaftliche Essensangebote. Als Modellprojekt startete zu Beginn des Jahres in Saarbrücken-Burbach das Angebot „Tafel + Caritas mit Mittagstisch“, das Lebensmittelausgabe, warmes Essen und Beratung verbindet.
Zusätzlich unterstützt das Landesprogramm „Saar66“ Kommunen beim Aufbau seniorenfreundlicher Strukturen. Dazu zählen gemeinschaftliche Mittagstische, Besuchsdienste, Nachbarschaftshilfe und mobile Unterstützungsangebote.
Grundsicherung im Alter erhalten Menschen, die die Regelaltersgrenze überschritten haben und deren Einkommen nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu sichern. dpa.
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Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |