Großeinsatz in St. Ingbert: Verdacht auf radioaktive Mineralien [Update]

Spezialkräfte, Feuerwehr und Fachbehörden sind am Dienstag in St. Ingbert im Einsatz. Hintergrund ist der Verdacht auf den unsachgemäßen Umgang mit radioaktiven Mineralien, eine Gefahr für die Öffentlichkeit besteht laut Polizei derzeit nicht. | Foto: Kim Rileit
  • Spezialkräfte, Feuerwehr und Fachbehörden sind am Dienstag in St. Ingbert im Einsatz. Hintergrund ist der Verdacht auf den unsachgemäßen Umgang mit radioaktiven Mineralien, eine Gefahr für die Öffentlichkeit besteht laut Polizei derzeit nicht.
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Update:  In St. Ingbert läuft ein Polizeieinsatz wegen radioaktiver Mineralien. Nach Angaben der Landespolizei besteht derzeit keine Gefahr für die allgemeine Öffentlichkeit.

Auslöser sind Maßnahmen gegen einen 24 Jahre alten Mann aus St. Ingbert. Er steht im Verdacht, mit radioaktiven Mineralien unsachgemäß umgegangen zu sein. Nach ersten Ermittlungen soll es sich um natürlich vorkommendes Gesteinsmaterial handeln, das über eine natürliche Radioaktivität verfügt und zusätzlich mit Schwermetallen verunreinigt sein kann.

Was nach bisherigem Stand bekannt ist

Bei mechanischer Verarbeitung können laut Polizei radioaktive Partikel und Schwermetalle freigesetzt werden. Die dabei entstehenden Stäube können bei direktem ungeschütztem Kontakt ein Gesundheitsrisiko darstellen. Welche Stoffe genau betroffen sind und wie sie eingestuft werden, ist nach Angaben der Polizei derzeit noch unklar.

Sollten weitere Schutzmaßnahmen erforderlich werden, würden betroffene Personen unmittelbar informiert. Nach aktuellem Stand gibt es dafür aber keinen Anlass. dpa/red

St. Ingbert. Am Dienstag, 4. August, laufen seit dem Morgen in St. Ingbert abgestimmte Einsatzmaßnahmen gegen einen 24-Jährigen. Hintergrund ist der Verdacht auf einen unsachgemäßen Umgang mit radioaktiven Mineralien, wie die Landespolizeidirektion Saarland mitteilt.

An dem Einsatz sind neben der saarländischen Polizei auch Fachbehörden, Feuerwehren, spezialisierte CBRN-Einheiten sowie weitere Stellen beteiligt. Nach aktuellem Stand besteht keine Gefahr für die allgemeine Öffentlichkeit. Die Maßnahmen dienen laut Behörden dazu, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, fachlich zu bewerten und falls nötig zu beseitigen.

Nach ersten Ermittlungen handelt es sich um natürlich vorkommendes Gesteinsmaterial mit natürlicher Radioaktivität, das zusätzlich mit Schwermetallen verunreinigt sein kann. Werden solche Stoffe mechanisch verarbeitet, können radioaktive Partikel und Schwermetalle freigesetzt werden. Besonders dabei entstehende Stäube gelten bei ungeschütztem direktem Kontakt als Gesundheitsrisiko, vor allem über die Atemwege. Genauere Angaben zu Art und Einstufung der Stoffe machen die Behörden derzeit noch nicht.

Die Polizei bittet darum, nicht über den Fall zu spekulieren. Außerdem sind Drohnen und andere unbemannte Fluggeräte im Bereich der Einsatzstelle nicht erlaubt. Wer Fragen zum Strahlenschutz hat, kann sich per E-Mail an presse@umwelt.saarland.de oder telefonisch unter 0681 501-4710 wenden. Weitergehende Schutzmaßnahmen seien aktuell nicht erforderlich; betroffene Personen würden im Bedarfsfall direkt informiert.

Autor:

Anja Stemler aus Kusel-Altenglan

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