Neue Infos: Großeinsatz in St. Ingbert - Straße wegen radioaktivem Material gesperrt
- Die Feuerwehr ist mit zahlreichen Kräften am Einsatzort.
- Foto: Harald Tittel/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Update. Wegen eines Großeinsatzes mit Spezialkräften ist eine Straße vor einem Wohnhaus gesperrt. Hintergrund ist nach Polizeiangaben der Verdacht auf unsachgemäßen Umgang mit radioaktiven Mineralien in St. Ingbert.
Die Polizei hatte Hinweise erhalten, dass ein 24-Jähriger das in der Natur vorkommende Gesteinsmaterial lagere und möglicherweise unsachgemäß damit umgehe. Der Mann wurde zunächst in seinem Fahrzeug kontrolliert. Dabei prüften Einsatzkräfte, ob er oder das Auto kontaminiert seien. Das sei nicht der Fall gewesen.
Anschließend rückten Polizei, Feuerwehr und weitere Fachkräfte zu dem Wohnhaus des Mannes an. Wo genau die Mineralien in dem Gebäude lagern, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht keine Gefahr für die Öffentlichkeit.
Material und Menge werden noch geprüft
Die Straße vor dem Haus blieb komplett gesperrt. Die Stadt St. Ingbert riet dazu, den Bereich weiträumig zu umfahren. Auch Spezialkräfte für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren sind an dem Einsatz beteiligt.
Nach Polizeiangaben wird derzeit untersucht, um welches Material es sich genau handelt und in welcher Menge es gelagert wurde. Erst danach soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. Eine Festnahme gab es bislang nicht.
Gesundheitsrisiko bei Staubentwicklung
Die Polizei weist darauf hin, dass bei mechanischer Verarbeitung des Gesteinsmaterials Schwermetalle und radioaktive Partikel freigesetzt werden könnten. Entstehender Staub kann demnach bei direktem ungeschütztem Kontakt ein Gesundheitsrisiko darstellen.
Sollten im Verlauf des Einsatzes weitere Schutzmaßnahmen nötig werden, sollen betroffene Personen unmittelbar informiert werden. Bürgerinnen und Bürger mit Fragen können sich an das Umweltministerium in Saarbrücken wenden. Der Einsatz dürfte nach Einschätzung der Polizei längere Zeit andauern. dpa/red
St. Ingbert. In einem Wohngebiet in St. Ingbert läuft ein Großeinsatz, eine Straße ist komplett gesperrt. Nach Angaben der Polizei geht es um den unsachgemäßen Umgang mit radioaktiven Mineralien. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit besteht nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.
Die Maßnahmen richten sich laut Polizei gegen einen 24 Jahre alten Mann. Nach ersten Ermittlungen handelt es sich um in der Natur vorkommendes Gesteinsmaterial mit natürlicher Radioaktivität, das zusätzlich mit weiteren Schwermetallen verunreinigt sein könnte. Wo genau das Material gefunden wurde, teilte die Polizei zunächst nicht mit.
Material und Menge werden noch geprüft
Die Behörden prüfen derzeit, um welches Material es sich genau handelt und in welcher Menge es gefunden wurde. Davon hängt ab, wie das weitere Vorgehen aussieht. Eine Festnahme gab es nach Polizeiangaben bislang nicht.
Die Stadt St. Ingbert riet auf ihrer Internetseite dazu, den Bereich weiträumig zu umfahren. Sollten weitere Schutzmaßnahmen nötig werden, würden betroffene Personen unmittelbar informiert, teilte die Landespolizeidirektion mit.
Gesundheitsrisiko nur bei direktem ungeschütztem Kontakt
Nach Angaben der Polizei können bei einer mechanischen Verarbeitung des Gesteinsmaterials Schwermetalle und radioaktive Partikel freigesetzt werden. Die dabei entstehenden Stäube bergen bei direktem ungeschütztem Kontakt ein Gesundheitsrisiko.
An dem Einsatz sind neben der Polizei auch Feuerwehren, Strahlenschutzbehörden und CBRN-Einheiten beteiligt. Das sind Spezialkräfte für Gefahren durch chemische, biologische, radiologische oder nukleare Stoffe. Besorgte Bürgerinnen und Bürger können sich mit Fragen an das Umweltministerium in Saarbrücken wenden. Der Einsatz dürfte sich nach Angaben eines Polizeisprechers über längere Zeit hinziehen. dpa/red
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |